Die Sprache der Herrschaft – und der Ohnmacht Lektion 30: Lügenpresse halt die Fresse

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Mag­Ma publi­ziert von nun an in regel­mä­ßi­gen Abstän­den die bis­her seit 2012 als Video vor­lie­gen­den und basie­rend auf Über­le­gun­gen von Anfang der 90er Jah­re ent­stan­den Lek­tio­nen zur »Spra­che der Herr­schaft und der Ohn­macht« von:

malcom.z

der wei­ße nig­ger aus deutsch-nordost

ein ehe­ma­li­ger mensch der ehe­ma­li­gen DDR

Bis­her lie­gen vor (nicht alle ursprüng­lich als Video­pod­cast ver­fass­ten Lek­tio­nen eig­nen sich zur schrift­li­chen Ver­öf­fent­li­chung, woher die Lücken in der Num­me­rie­rung herrühren):

Lek­ti­on 9: Arbeit­ge­ber – Arbeitnehmer

Lek­ti­on 10: Rät­sel­haf­te Herzinfarkte

Lek­ti­on 11: Alt­kanz­ler, Alt­bun­des­prä­si­dent, Alt­ei­gen­tü­mer & Diktatur

Lek­ti­on 14: So wahr mir Gott helfe

Lek­ti­on 15: Buß­geld­be­scheid und Bußgeldverfahren

Lek­ti­on 18: Ein­fahrt frei! Der tag­täg­li­che Ari­sie­rungs- Ghetto-Terror

Lek­ti­on 19: Indi­rek­te Behaup­tun­gen und Beweise

Lek­ti­on 20: Die Wei­ber wer­den gefickt, die Ker­le krie­gen die Eier abgeschnitten

Lek­ti­on 21: RECHT: DAS Recht, (DIE) Rech­te / EIN Recht / MEI­NE Rech­te / MEIN Recht, recht – rechts

Lek­ti­on 22: »Ras­sen­theo­rie« und »Tota­li­ta­ris­mus­theo­rie«

Lek­ti­on 23: Natür­li­cher Tod – Frei­tod – Selbst­mord – Schuldeingeständnis

Lek­ti­on 24 – 1: Der Stäh­ler­ne – als Antichrist

Lek­ti­on 24 – 2: Der Stäh­ler­ne – von Trotz­ki über Goeb­bels und Wlas­sow zu Chruschtschow

Lek­ti­on 24 – 3: Der Stäh­ler­ne – Katyn

Lek­ti­on 25: Der soge­nann­te Stalinismus

Lek­ti­on 26: Der soge­nann­te Popu­lis­mus und/​oder Rechtspopulismus

Lek­ti­on 28: AusländerhaSS

Lek­ti­on 29: Verschwörungstheorie

Lektion 30: Lügenpresse halt die Fresse

Vor­be­mer­kung 2023: Die Sprach­lek­tio­nen die­ses Kur­ses wur­den ab 2012 pro­du­ziert und auf You​tube​.com hoch­ge­la­den. Und damit mehr ver­heim­licht als ver­öf­fent­licht. Denn es kamen kei­ner­lei Nip­pel jung­scher scho­ko­brau­ner Pop­mä­dels jemals vor, die mal eben aus dem Hemd­chen rutsch­ten. Kei­ner­lei Haß- und Gewalt-Sze­nen. Und selbst­ver­ständ­lich inter­es­sier­ten sich nicht nur nicht »lin­ke« Mul­ti­pli­ka­to­ren wie Gysi­is­ten und Koschmie­de­ris­ten für der­glei­chen, son­dern sie sind ja eif­rigst damit befaßt, dem Kolo­ni­al-Regime zu hel­fen, DDR-Bür­ger nie­der- und stumm zu halten. 

Eini­ge Lek­tio­nen haben nach 10 Jah­ren ange­zeig­te Klicks in der Grö­ßen­ord­nung von 100…200. Die höchs­ten Kli­cke­zah­len hat über die Jah­re der ers­te Teil der Demm­ler-Lek­ti­on. Ver­mut­lich ein Effekt aus der gewe­se­nen Pro­mi­nenz mei­nes Kol­le­gen und Freun­des, des­sen Tod ich bekla­ge (was ja auch aller­höchst tabui­siert ist) und des­sen Ermor­dung ich in die­ser Lek­ti­on und in 3 Büchern auf­klä­re. Aller­dings ist mir erst seit dem Pro­pa­gan­da-Arzt-Buch des Tso­kos, der ihn auf dem Sezier­tisch hat­te, und des­sen Inhalt, erschie­nen 2017, zur Kennt­nis bekom­men 2018, klar, daß es sich um brd-staat­li­chen Mord han­del­te. Bis dahin war ich von Frei­heits­be­rau­bung, fal­scher Ankla­ge und wider­recht­li­cher (»Schau«-) Pro­zeß (also tat­säch­lich Pro­zeß­schau) ausgegangen. 

Für die Lügen­pres­se-Lek­ti­on aber ist kei­ne Klick-Zahl ange­zeigt. War­um nicht? Sie ist gar nicht zu fin­den. Sie wur­de gelöscht, die Lek­ti­on, nach eini­gen Jah­ren Auf­lei­ne-Gewe­sen-Seins. Die immer regi­de­re Zen­sur, die ja nicht Zen­sur heißt, son­dern z.B. Fak­ten­che­cken, und die von vie­len umso weni­ger als Zen­sur wahr­ge­nom­men wird, je tota­ler sie prak­ti­ziert wird und je weni­ger die Mäch­ti­gen sich zu ihr beken­nen, hat das Lügen­pres­se-Video gelöscht. Ohne eine kon­kre­te Begrün­dung, ohne Dis­kus­si­on, ohne Rechts­mit­tel­hin­weis, ohne Rechts­mit­tel­mög­lich­keit. Die immer neu­en und immer wir­re­ren, immer bescheu­er­te­ren und immer gleich­ge­schal­te­te­ren Wort- und Dar­stel­lungs-Ver­bo­te und ‑tabus wer­den rück­wir­kend ange­wen­det. Irre!

Die Poin­te der Pseu­do-Auf­klä­rung der Herr­schafts­me­di­en, dar­über und war­um das Stra­ßen­de­mo- »Pack« – laut dem dama­li­gen Sozen-Chef Gabri­el: »Pack« – also war­um die­ses angeb­li­che Pack das Wort LÜGEN­PRES­SE nicht benut­zen dür­fe, ist folgende:

Die Polit- und Jour­nail­le- »Eli­te« dik­tiert, man dür­fe das Wort »Lügen­pres­se« nicht benut­zen, da die »Natio­nal­so­zia­lis­ten« das Wort benutzt hät­ten. Aller­dings blieb es mei­nes Wis­sens immer bei der Behaup­tung, ein Zitat, eine über­prüf­ba­re Nazi-Quel­le, ein Beweis­an­ge­bot wur­de an das Volk nicht aus­ge­ge­ben. Das Gegen­ar­gu­ment, daß die dama­li­gen Ori­gi­nal-Nazi-Geg­ner die Nazi­pres­se – zumin­dest auch – als Lügen­pres­se bezeich­net haben, wird zum Zweck der Gleich­schal­tung unterdrückt.

In dem dicken Wäl­zer über Nazi­wör­ter »Wör­ter­buch der »Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung« von Thors­ten Eitz und Georg Stöt­zel (1), der das Ergeb­nis eines For­schungs­pro­jekts der Hein­rich-Hei­ne-Uni ist (die immer noch so heißt, obwohl Hei­ne mit Marx befreun­det war und kom­mu­nis­ti­sche Gedich­te geschrie­ben hat, was aller­dings auch ver­ges­sen gemacht wur­de) fin­det man das Wort »Lügen­pres­se« nicht. Woher »weiß« die »Eli­te« heu­te, daß das Wort »Lügen­pres­se« durch die »Natio­nal­so­zia­lis­ten« gebraucht wur­de? Und woher wis­sen sie, daß deut­sche Ori­gi­nal-Faschis­ten »Natio­nal­so­zia­lis­ten« genannt wer­den müs­sen? Auch an eine Anga­be hier­über kann ich mich nicht erinnern.

Es darf-kann durch­aus sein, daß die Nazis das Wort benutzt haben. Wenn aber alle Wör­ter, die die Nazis benutzt haben, des­halb auto­ma­tisch Nazi­wör­ter wären und nicht benutzt wer­den dürf­ten, dann dürf­te man auch das Wort »Auto­bahn« nicht sagen. Und Mut­ter und Kanz­ler und Minis­ter und Deutsch­land und … und so wei­ter. Und manch­mal sol­len Nazis ja auch »Guten Tag« gesagt haben.

Das Regime hat – inner­halb sei­nes Volks-Ver­blö­dungs-Kon­zepts des poli­ti­schen Analpha­be­tis­mus – kein Kri­te­ri­um dafür, was ein Nazi­wort ist. Und schon gar kein ver­nünf­ti­ges Kri­te­ri­um. Viel­mehr tei­len das Regime und sei­ne Büt­tel nach den NAZI-Metho­den aus, wel­che Wör­ter gesagt wer­den dür­fen und wel­che nicht. Die Lek­ti­on 5 »Nazi­sprech« stellt ver­nünf­ti­ge Kri­te­ri­en vor, wel­che Wör­ter Nazi­wör­ter sind und wel­che nicht. Der­glei­chen ist im ScheiSS-Staat selbst­ver­ständ­lich tabu. Und wer sol­che Kri­te­ri­en inter­na­li­siert hat und bekannt zu machen ver­sucht, wird dann von den Irre­ge­lei­te­ten aller Polit­spek­trums-Abtei­lun­gen beschimpft, ver­höhnt, aus­ge­lacht, mit ScheiSS-Stür­men (shit­s­torms) belegt, exkom­mu­ni­ziert, straf­ver­folgt, abge­schal­tet usw.

Nun aber zur haupt­säch­li­chen Poin­te die­ses Poli­ti­cal-Cor­rect­ness-Dik­tats der Herr­schaft gegen die Rebel­len von Dres­den und anders­wo: Wäh­rend das Wort LÜGEN­PRES­SE ein kon­kret zutref­fen­der Bezeich­ner für die aktu­el­len deut­schen Mas­sen­me­di­en ist und kein Nazi­wort, auch wenn die Nazis es benutzt haben soll­ten, ist das Wort NATIO­NAL­SO­ZIA­LIS­MUS das wohl meist­be­nutz­te NAZI­WORT über­haupt. 1933 – 1945 wie auch ab 1949 in der Bums­re­plik und ab 1990 im soge­nannt wie­der­ver­ei­nig­te »Deutsch­land«. Das min­des­tens so »Deutsch­land« ist wie das »wie­der­ver­ei­nig­te« »Drit­te Reich« inklu­si­ve Österreich.

Und zu die­ser Poin­te gehört eben­falls, daß das Wort »Natio­nal­so­zia­lis­mus« schon gar nicht als Sub­stan­tiv in dem »wis­sen­schaft­li­chen« Nazi-Wör­ter­buch vor­kommt und nur adjek­ti­visch und als objek­ti­ver Bezeich­ner ver­wen­det wird, nicht aber als NAZI­wort. So »wis­sen­schaft­lich« sind die! Das WICH­TIGS­TE Nazi­wort über­haupt haben sie »ver­ges­sen« in ihrem dicken Wäl­zer! Ver­ges­sen in Anfüh­rungs­stri­chen, ver­steht sich. Wie sie die­se auch immer »ver­ges­sen«, wenn sie von den »Natio­nal­so­zia­lis­ten« pala­vern. Oder auch von der RAS­SEN­THEO­RIE. Eine der übels­ten Nazi-Wör­ter, das im staats­of­fi­zi­el­len Brd-Sprech eben­falls nazi­di­stanz­los ver­wen­det wird. Als objek­ti­ver Bezeich­ner, ohne Anfüh­rungs­stri­che ver­wen­det, ohne ein distan­zie­ren­des Adjek­tiv wie »soge­nann­te« o.ä. In der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Repu­blik wur­den bei­de Ter­mi­ni nicht als objek­ti­ve Bezeich­ner benutzt, son­dern in einem distan­zie­ren­den Sprech- und Schreib­stil ver­wen­det und auf­klä­rend erklärt: Die soge­nann­te Ras­sen­theo­rie … usw.

Mit dem Wort, das ein Schein­be­griff ist: »Ras­sen­theo­rie« sug­gie­ren die Brd-Staats­na­zis, die Juden sei­en eine Ras­se und die­ser Schwach­sinn sei Wis­sen­schaft. Ein indi­rek­ter (Schein-) Beweis: Denn Theo­rien sind Bestand­tei­le von Wis­sen­schaf­ten. Aktu­ell im Jahr 2023 soll­te man die Aus­ga­be die­ses Nazi-Falsch­worts durch­aus als eine ideo­lo­gi­sche Wei­chen­stel­lung in die C‑Spritz-Dika­tur sehen. Die Falsch­ver­wen­dung des Wor­tes »Theo­rie« pro­gram­miert eine Wis­sen­schafts­gläu­big­keit, die die Deutsch-Unter­ta­nen jeg­li­che Ver­nunft aus­treibt. Die­ses wie­der­um auf der Basis des Bil­dungs­ab­baus, des Pop­pis­mus, der Abschaf­fung der deut­schen Natio­nal­kul­tur, des Anti­fa­schis­mus usw. Und mit die­sere Schein­wis­sen­schaft­lich­keit kom­men dann wei­te­re Falsch­wör­ter daher wie: »Imp­fen«, ‚»The­ra­pie«, »Inzi­denz« usw.

Die Poin­te ist also die: Die heu­ti­gen Brd-Agi­ta­to­ren des »Natio­nal­so­zia­lis­mus« denun­zie­ren wüten­de, rebel­li­sche Bür­ger, die ledig­lich genau das tun, wovon das Regime ihnen staats­of­fi­zi­ell immer ange­sagt hat, das sei ihr Recht und ihre Frei­heit (sie­he dazu auch die Lek­ti­on Popu­lis­mus!), näm­lich eine Mei­nung haben und demons­trie­ren zu dür­fen. Schon weil sie das in der DDR nicht gedurft hät­ten. Sie wür­den per Ver­wen­dung des Wor­tes »Lügen­pres­se« nazi­re­den, und begrün­den das NAZIS­TISCH, indem sie das HAUPT­WORT des deut­schen Faschis­mus, näm­lich »Natio­nal­so­zia­lis­mus« benut­zen. Und zwar als einen qua­si objek­ti­ven Bezeich­ner. Und lie­fern damit zwei wei­te­re Bei­spie­le einer Metho­de der »poli­ti­cal correctness«-Verblödung:

Rich­ti­ge Wör­ter wie »Neger« und »Lügen­pres­se« wer­den ver­bo­ten und tabui­siert, auch »Weib«, »Auto­ri­tät«, »Arbei­ter­be­we­gung«, »Dia­lek­tik« usw., falsch-ver­lo­ge­ne wie »Natio­nal­so­zia­lis­mus« und »ehe­ma­li­ge DDR«, »Pro-Rus­sen«, »selbst­er­nannt«, »Popu­lis­mus« usw. wer­den her­aus­ge­ge­ben und in Umlauf gebracht und ein­ge­häm­mert. Bei­des geschieht öffent­lich unre­flek­tiert: Weder fällt der Öffent­lich­keit, den Unter­ta­nen, den Nach­plap­pe­rern auf, daß und wie immer wie­der neue Wör­ter aus irgend einem Nir­gends her­an­ge­flo­gen kom­men, noch mer­ken die Mas­sen, auch nicht die kri­tischs­ten Kri­ti­küs­se, daß und wie die Wör­ter ver­schwin­den, die der Herr­schaft mißfallen.

Das alles geschieht inner­halb der Metho­de des poli­ti­schen Analpha­be­tis­mus: Die Wör­ter kom­men zumeist ohne Defi­ni­ti­on oder sons­ti­ge Erklä­rung. Durch Nach­plap­pern wer­den die Wör­ter ange­eig­net, in den pas­si­ven wie in den akti­ven Wort­schatz über­nom­men. Und wir sehen den puren anti­kom­mu­nis­ti­schen, anti­auf­klä­re­ri­schen Jesus­is­mus: Die wel­ch­an­schau­li­chen Polit-Wör­ter sind nicht dazu da, etwas ange­mes­sen zu bezeich­nen, wie im phi­lo­so­phi­schen Mate­ria­lis­mus mit­samt Wider­spie­ge­lungs­theo­rie gedacht, also eine Pres­se, die lügt, darf nicht »Lügen­pres­se« gehei­ßen wer­den, obwohl oder weil die­ses Kom­po­si­tum regel­ge­recht und inhalt­lich zutref­fend gebil­det wur­de. Die Wör­ter sol­len, herr­schaft­lich von oben diri­giert, das Den­ken weg­len­ken von der Wider­spie­ge­lung, also von den Rea­li­tä­ten hin zu Sicht­wei­sen, die die Herr­schaft­li­chen wünschen.

Im Unter­schied zur rich­ti­gen Bil­dung des Kom­po­si­tums »Lügen­pres­se« ist das Kom­po­si­tum »Schau­pro­zeß« falsch gebil­det, denn gemeint ist eigent­lich die Pro­zeß­schau. Denn in Rechts­staa­ten sol­len Pro­zes­se geschaut wer­den kön­nen: Die Öffent­lich­keit soll als Kon­troll­in­stanz sehen kön­nen, was die Rich­ter so trei­ben. Auch in der Brd, eigent­lich. Aber die Jus­tiz soll kei­ne Pro­zes­se ver­an­stal­ten, die den Sinn haben, nicht Recht zu spre­chen, son­dern mit gro­ßem Tamm­tamm z. B. Unter­drü­ckungs­si­gna­le zu senden.

Die Ori­gi­nal-Nazis waren anti­so­zia­lis­tisch und anti­na­tio­nal. Und genau des­halb dik­tier­ten die Brd-Dik­ta­to­ren den Deut­schen das Wort »Natio­nal­so­zia­lis­mus« als angeb­lich objek­ti­ven, rich­ti­gen Bezeich­ner für die deutsch-faschis­ti­sche Bewe­gung und den Brd-Staat der Staats-Nazis und ihren »Kampf«. Und des­halb erneu­er­te Kohl 1990 das Dik­tat, den Hit­ler-Faschis­mus einen natio­na­len Sozia­lis­mus zu nen­nen und alle Gysi­is­ten plap­pern das nach, um sich am Diä­ten­schwei­ne­trog auf Kos­ten des Vol­kes geis­tig und sonst­wie fett­zu­fres­sen. Wie­viel Mil­lio­nen Gysi in 33 Jah­ren mit der Num­mer gemacht hat, sol­len wir nicht wis­sen, nicht ein­mal wis­sen wol­len. Andern­falls wür­de in den Medi­en ab und an die Fra­ge gestellt. Sie wird nicht gestellt, also stel­len auch die Mit­läu­fer Gysis sie nicht, nicht ein­mal die­je­ni­gen, die gegen ihn und sei­ne Machen­schaf­ten sind. Denn das Dik­tat Hit­lers von 1933 an das Deut­sche Volk, sei­nen, den deut­schen Faschis­mus einen natio­na­len Sozia­lis­mus zu nen­nen, war ein soge­nann­ter Füh­rer­be­fehl. Und des­halb hat Kohl ihn 1990 wie­der­holt und damit gezeigt, daß er der Pimpf sei­nes »Füh­rers« geblie­ben ist.

Um die Ver­wir­rung noch zu stei­gern, wer­den auch Falsch­wör­ter wie »Holo­caust« aus­ge­ge­ben und gleich­zei­tig wird per Staats­dik­tat ver­kün­det, es sei ver­bo­ten, den »Holo­caust« zu leug­nen. Das Wort wur­de Ende der 1970er auf Ami-Befehl aus­ge­ge­ben mit dem gleich­na­mi­gen blö­den Ami-Film von Spiel­berg. In der DDR, die ja kei­ne Ami-Kolo­nie war und in der bis zum hit­ler­schen End­sieg mit sei­nem Pimpf Kohl an der Spit­ze end­be­siegt wur­de bis zur Macht­er­grei­fung der West­ler und ihrer Pfaf­fen­agen­ten Deutsch gespro­chen. Also brauch­ten wir das Wort nicht nur nicht, son­dern lehn­ten es ab. Da man mit einem sol­chen Wort­mons­trum die SS-Mas­sen­mord-Ver­bre­chen nur falsch erzäh­len kann.

Seit Jah­ren nun ist es per Straf­ge­setz ver­bo­ten, die­sen Ami-Befehl zu leug­nen! Denn die Brd ist eine Ami-Kolo­nie. Q.e.d. Wobei indif­fe­rent bleibt: Ist damit nur das gemeint, was das Wort angeb­lich bezeich­net, oder darf man auch das Wort nicht verleugnen?

Die ers­te Pro­pa­gan­da-Ablei­tung aus dem »Holo­caust« ist ja der »Holo­do­mor«: Der West­welt­un­ter­tan soll aus dem Gleich­klang zwi­schen »Holo« und »Holo« schluß­fol­gern, es hand­le sich um das­sel­be. Wie das Kür­zel »Sta­si« dem Deutsch­un­ter­tan als eine Ablei­tung von ‚Staats­si­cher­heit‘ erschei­nen soll. Tat­säch­lich ist ledig­lich und vor allem der Ähn­lich­klang von »Nazi« und »Sta­si« abge­zielt. Eine nicht ganz sel­ten­de Nazi-Staats-Pro­pa­gan­da-Tech­nik. Im Fran­zö­si­schen klin­gen bei­de Kür­zel beson­ders ähn­lich. Weil dort alle Wör­ter end­be­tont sind und das »z« im Fran­zö­si­schen auch einen »s«-Klang ent­hält. Durch­schnitts-Fran­zo­sen sind bei der Erwäh­nung der »Sta­si« also am drin­gends­ten auf­ge­for­dert, den Nazi zu asso­zi­ie­ren. Zumal in der fran­zö­si­schen Gesell­schaft die deut­schen Besat­zer ab 1940 und deren Ver­bre­chen heu­te noch mit dem Kür­zel »Nazi« erzählt und erin­nert wer­den: Z.B. mit dem Ter­mi­nus »Nazi­bar­ba­rie« = »Nazi­bar­ba­rei«.

Aber auch im Eng­li­schen ist der Klang bei­der Kür­zel noch recht ähn­lich. Ähn­li­cher als im Deut­schen. So läuft deutsch-faschis­ti­sche Aus­lands­pro­pa­gan­da heu­te! Wel­che Chan­ce hat­te wohl ein DDR-Bür­ger, der sich in Stras­bourg oder Genf über die Dis­kri­mi­nie­rung von DDR-Bür­gern beschwe­ren woll­te, wo die Haupt­ver­hand­lungs­pra­chen Fran­zö­sisch und Eng­lisch sind, wenn die bezahl­ten Kor­rup­ten und Brd-Fans dort von den West­deut­schen instru­iert wur­den und wer­den: es hand­le sich um Stasi?

Der Geist des Adolf Hit­ler und Joseph Goeb­bels dik­tiert die­sen Schwach­sinn. Die­se ver­bre­che­ri­schen Gemein­hei­ten! Und das Geld der Rei­chen und Mäch­ti­gen. Damals wie heu­te. Heu­te wie damals.

Es gibt noch min­des­tens zwei wei­te­re Poin­ten in Sachen »Lügen­pres­se – halt die Fresse!«

1989, im Dezem­ber, jubel­ten Dresd­ner und ande­re in der DDR dem Fet­ten aus Oggers­heim zu, als er wider­recht­lich in der DDR-Bezirks­stadt Dres­den auf­trat und vor-wahl-krampf­te. Selbst­ver­ständ­lich hät­te er etwas ähn­li­ches nie und nim­mer in Öster­reich, in der Schweiz, in Frank­reich oder wo sonst auch immer ver­an­stal­tet oder auch nur mit­ge­macht. Selbst wenn es noch so gro­ße Tumul­te dort gege­ben hätte.

Eine vom Wes­ten auf­ge­hetz­te, laut­star­ke, instru­men­ta­li­sier­te Min­der­heit öff­ne­te den Machen­schaf­ten der Koh­lis­ten die Tore der DDR noch wei­ter, als sie es schon waren. Wie ca. 50 Jah­re zuvor soge­nann­te Sude­ten­deut­sche ihren Staat, die ČSR, und im sel­ben Jahr eine laut­star­ke, mit ihrem Lands­mann Adolf Hit­ler kol­la­bo­rie­ren­de Min­der­heit in Öster­reich dem Adolf Hit­ler aus­lie­fer­te. Und 1989 wie 1938 den »Beweis« lie­fer­te, daß »die Men­schen« den Anschluß woll­ten. Die­ser »Beweis« und des­sen Über­re­dungs-Illu­sio­nie­rung beruh­te u.a. dar­auf, daß der Jubel einer MIN­DER­HEIT gefilmt wur­de, und der NICHT­JU­BEL der Mehr­heit nicht.

1990 wur­den nach ers­ten Ent­täu­schun­gen der Urein­woh­ner in Dres­den durch die Kohl-Herr­schaft als Statt­hal­ter von Kohl der Bie­den­kopf und sei­ne Olle instal­liert. Als ver­meint­li­che Oppo­nen­ten zu Kohl. Ein wei­te­res unter­tä­nig­ma­chen­des Herrschaftsmärchen.

Die kolo­nia­le Fremd­herr­schaft stell­te sich auch unter den Bie­den­kopfs wie­der­um als ein schlim­me Anein­an­der­rei­hun­gen immer schlim­me­rer Zumu­tun­gen her­aus. Wie viel Wut die­se Baga­sche bei den Ein­hei­mi­schen gene­riert hat, durf­te in der frei­es­ten aller Pres­sen nie berich­tet wer­den. Selbst­ver­ständ­lich nicht. Statt­des­sen jede Men­ge Lob­hu­de­lein und Hof­be­richt­erstat­tung. Aber anstatt daß die Pegi­dis­ten sich auf das Prin­zip DEMO­KRA­TIE, also Volks­herr­schaft besän­nen, jubeln sie immer wie­der ande­ren West­lern zu und lau­fen ihnen nach, wenn sich deren Vor­gän­ger als Blind­gän­ger, Flach­zan­gen, Schaum­schlä­ger, Hoch­stap­ler, Fremd­herr­schafts­fuz­zis, Kri­mi­nel­le, Groß­ver­bre­cher her­aus­ge­stellt haben. Das Sys­tem zau­bert dann immer wie­der ver­meint­li­che Sau­ber­män­ner aus dem Pro­pa­gan­da­hut, wie seit 1949 von Bonn aus, so seit Ende der 90er von Ber­lin aus.

Die meis­ten Pegi­da-Red­ner in Dres­den ab Mit­te der 2010er Jah­re sind also wie­der West­ler und reden auch so. Ins­be­son­de­re die­je­ni­gen, die die ideo­lo­gisch Vor­ga­ben dik­tie­ren, sind West­ler: Gau­land ist ein Ex-Cdu-Staats­se­kre­tär, der jetzt angeb­li­che Rechts­po­pu­list Höcke pre­digt nichts ande­res, als seit 1949 in den Brd-Schul­bü­chern stand und steht und Brd-Geschichts­leh­rer auf den Unis gepre­digt beka­men. Die His­to­rio­gra­phie war – anders als Sozi­al­wis­sen­schaf­ten – immer schwarz-braun wie zu Adolfs Zei­ten. Herr­schafts­wis­sen­schaft! Was an denen so anders rechts­ra­di­kal sein soll als an der Kohl-Cdu, ver­steht ein ver­nünf­tig poli­tisch Sozia­li­sier­ter und nicht gysi­is­tisch und nicht anti­fan­tisch verblödeter.

Dr. Alex­an­der Gau­land – wir nen­nen ihn auch Lügen­pres­se-Gau­land – wur­de, wie man wiki­pe­dia ent­neh­men kann, vom FAZ-Pro­pa­gan­da-Kapi­tal Anfang der 1990er in das Anschluß­ge­biet ent­sandt und war dort einer der Mit­er­fin­der der LUGEN­PRES­SE im Anschluß­ghet­to. Er hat um Ber­lin her­um als MAZ-Chef-Dik­ta­tor und pseud­ony­mer Arti­kel­schrei­ber die Pres­se gleich­ge­schal­tet auf das heu­ti­ge Lügen­ni­veau und ließ sich ein­ein­halb Jahr­zehn­te spä­ter von denen wäh­len, die gegen das Estab­lish­ment und die Lügen­pres­se pro­tes­tie­ren, wie die, die Kohl gewählt hat­ten, von die­sem dafür auf die Men­schen­müll­hal­de gewor­fen wur­den, wie die, die Hit­ler ihre Stim­men gaben, oft nicht ein­mal vor Sta­lin­grad kapiert haben, wie blöd sie waren und gewe­sen sind.

Wer Gau­land wählt, wählt die Lüge, und wer die­se Lüge wählt, wählt auch Fremd­herr­schaft und Krieg! Auch wenn der und sei­ne Par­tei-Leu­te in eini­gen Fra­gen weit weni­ger ver­lo­gen sind als die jeweils amtie­ren­den Polit­niks. Was das bedeu­tet, steht aller­dings immer wie­der neu infrage.

Denn das Prin­zip des ari­schen Par­la­men­ta­ris­mus ist ja die tota­le Dif­fe­renz zwi­schen den Ansa­gen und Ver­spre­chun­gen vor den soge­nann­ten Wah­len und den Absa­gen und Geset­zen und sons­ti­gen Maß­nah­men und nach ihnen. Wenn es um Vor­tei­le und Wunsch­er­fül­lun­gen für die Unte­ren geht. Da ist ihnen kei­ne Lüge zu groß, zu ver­spre­chen, daß sich die par­tei­far­bi­gen brau­nen Bal­ken. Um jedes Ver­spre­chen nach der Regie­rungs­in­stal­lie­rung zu bre­chen. So schnell und hin­ter­häl­tig, daß es die Wäh­ler kaum mit­be­kom­men. Mit wel­chen Begrün­dun­gen auch immer. Und die, die das the­ma­ti­sie­ren, dür­fen nicht rufen: »Lügen­pres­se: halt die Fresse«.

Und immer wie­der wach­sen Volks­trot­tel nach, das für neu hal­ten. Tat­säch­lich ist es das Prin­zip der Brd seit ihrem Bestehen 1949. Und es ist ja wirk­lich unter­halt­sam, das Prin­zip. So unter­halt­sam, das es schon min­des­tens 120 Jah­re auf deut­schem Boden bes­tens funzt.

Eine wei­te­re Poin­te ist die­se: Nach­weis­lich haben die Kom­mu­nis­ten die­ses Wort benutzt. In den kom­mu­nis­ti­schen Kampf- und Wider­stands-Gemein­schaf­ten. Wäh­rend beweis­los behaup­tet wird, die »Natio­nal­so­zia­lis­ten« hät­ten das Wort gebraucht, wird unter­schla­gen, daß die Kom­mu­nis­ten es gebraucht haben. Und so wird Kom­mu­nis­ten­sprech ver­bo­ten, z.B. ist die Löschung des Lek­ti­ons-Vide­os ein Ver­bo­tes-Akt, und tabui­siert mit der Begrün­dung, die, gegen die sie es gebrauch­ten, hät­ten es gebraucht. Denn die deut­schen Kom­mu­nis­ten bezeich­ne­ten sowohl die Hugen­berg, also auch die Goeb­bels-Pres­se als Lügen­pres­se. Ein DDR-Buch als Beweis­an­ge­bot: Karl Mund­stock, Mei­ne Tau­send Jah­re Jugend, Mit­tel­deut­scher Ver­lag Hal­le-Leip­zig 1981. Selbst­ver­ständ­lich wur­den Bücher wie die­ses ab 1990 von den Besat­zern aus den Biblio­the­ken »gesäu­bert«. Daß die Besatz­er­pro­pa­gan­da-Hei­nis­sen seit­her behaup­ten, die DDR habe »den Natio­nal­so­zia­lis­mus nicht auf­ge­ar­bei­tet«. Was halb und halb sogar stimmt. Man wird auch in die­sem Buch kei­ne Kri­tik am Natio­nal­so­zia­lis­mus fin­den. Mund­stock klär­te über den Faschis­mus auf. Die DDR-Pres­se war eben kei­ne Lügen­pres­se, son­dern eine Wahrpresse.

Verweise

1 Thors­ten Eitz, Georg Stöt­zel, Wör­ter­buch der »Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung«, Die NS-Ver­gan­gen­heit im öffent­li­chen Sprach­ge­brauch, Georg Olms Ver­lag Hil­des­heim Zürich New York 2007

Bild: Pix­a­bay

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