Die Sprache der Herrschaft – und der Ohnmacht Lektion 23: Natürlicher Tod – Freitod – Selbstmord – Schuldeingeständnis

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Mag­Ma publi­ziert von nun an in regel­mä­ßi­gen Abstän­den die bis­her seit 2012 als Video vor­lie­gen­den und basie­rend auf Über­le­gun­gen von Anfang der 90er Jah­re ent­stan­den Lek­tio­nen zur »Spra­che der Herr­schaft und der Ohn­macht« von:

malcom.z

der wei­ße nig­ger aus deutsch-nordost

ein ehe­ma­li­ger mensch der ehe­ma­li­gen DDR

Bis­her lie­gen vor (nicht alle ursprüng­lich als Video­pod­cast ver­fass­ten Lek­tio­nen eig­nen sich zur schrift­li­chen Ver­öf­fent­li­chung, woher die Lücken in der Num­me­rie­rung herrühren):

Lek­ti­on 9: Arbeit­ge­ber – Arbeitnehmer

Lek­ti­on 10: Rät­sel­haf­te Herzinfarkte

Lek­ti­on 11: Alt­kanz­ler, Alt­bun­des­prä­si­dent, Alt­ei­gen­tü­mer & Diktatur

Lek­ti­on 14: So wahr mir Gott helfe

Lek­ti­on 15: Buß­geld­be­scheid und Bußgeldverfahren

Lek­ti­on 18: Ein­fahrt frei! Der tag­täg­li­che Ari­sie­rungs- Ghetto-Terror

Lek­ti­on 19: Indi­rek­te Behaup­tun­gen und Beweise

Lek­ti­on 20: Die Wei­ber wer­den gefickt, die Ker­le krie­gen die Eier abgeschnitten

Lek­ti­on 21: RECHT: DAS Recht, (DIE) Rech­te / EIN Recht / MEI­NE Rech­te / MEIN Recht, recht – rechts

Lek­ti­on 22: »Ras­sen­theo­rie« und »Tota­li­ta­ris­mus­theo­rie«

Lektion 23: Natürlicher Tod – Freitod – Selbstmord – Schuldeingeständnis

Gemäß dem Fil­ter »worthy and unwor­thy vic­tims« wie er von Noam Chom­sky her­aus­ge­ar­bei­tet wur­de in sei­nem Klas­si­ker Manu­fac­tu­ring Con­sent aus dem Jahr 1988, der super­plu­ra­lis­tisch dem deut­schen Publi­kum wohl bis heu­te nicht zuge­mu­tet wur­de, sind die Opfer des ari­schen Regimes prin­zi­pi­ell kei­ne Opfer. Nur die Opfer der ande­ren, der zu Fein­den Aus­er­ko­re­nen sind Opfer, also wür­dig, Opfer zu sein, womit die­se ande­ren jeweils gedank­lich und auch sprach­lich angeb­lich zu Tätern wer­den. Im Umkehr­schluß bedeu­tet das, daß die ari­sche Pro­pa­gan­da immer Opfer zur Hand hat, wenn sie jeman­den fer­tig­ma­chen will.

Wer zum Feind erklärt wur­de, des­sen Opfer führt die Pro­pa­gan­da vor. Wer für Opfer ver­ant­wort­lich gemacht wird, ist Feind. Wenn kei­ne tat­säch­li­chen Opfer zur Hand sind, wer­den die eben erfun­den. Die recht­li­chen und mora­li­schen Maß­stä­be die­ses Opfers­eins sind i.d.R. völ­lig kom­ple­men­tär zum Nicht-Opfer-Sein der eige­nen Opfer. Defi­ni­tio­nen sind das letz­te, was in der­glei­chen Zusam­men­hän­gen dem Publi­kum dar­ge­bo­ten wird.

Es han­delt sich hier logisch-theo­re­tisch um eine ein­ein­deu­ti­ge Rela­ti­on. Das kön­nen wir an den Bei­spie­len Sta­lin, Ulb­richt, Hon­ecker, Miel­ke, SED, »Sta­si«, Demm­ler, Cas­tro, Viet­cong, Putin usw., aber für die gesam­te Meu­te befris­tet und unbe­fris­tet für das Blöd-Lager ein­schließ­lich Schwar­zer auch am Bei­spiel Kachel­mann demons­trie­ren. Der eini­ges davon in sei­nem Pro­zeß-Berichts-Buch beschreibt; frei­lich ist sei­ne Erkennt­nis­fä­hig­keit beschränkt, nicht zuletzt da er dem Jesus­aber­glau­ben anhängt.

Das umgäng­lichs­te und lär­mends­te Opfer-Geha­be der Brd-Pro­pa­gan­da betrifft seit 1949, ins­be­son­de­re aber ab 1990, die angeb­li­chen SED-DDR-Opfer. Also ist die besieg­te DDR, gemes­sen am Bekämp­fungs­auf­wand, nach wie vor mäch­tigs­ter Feind des Regimes. Eine Rela­ti­vie­rung des Pran­gers, an den die DDR und sei­ne Ver­tei­di­ger gestellt sind, ist aller­höchst tabui­siert und wird u.a. mit der For­mel »Ver­höh­nung der Opfer« kei­fend nie­der­ge­brüllt. Hier gilt: DDR-»Opfer«, also nicht und auf kei­nen Fall die DDR-Opfer des Anschlus­ses, dür­fen nicht öffent­lich infra­ge gestellt wer­den. Wer öffent­lich infra­ge gestellt ist, war nie Opfer oder hat den pri­vi­le­gier­ten Opfer-Sta­tus ver­lo­ren. Wie bei­spiel­haft 1990 vor­ge­führt an Rechts­an­walt Schnur und Ibra­him Böhme.

In For­meln wie der von der »Ver­höh­nung der Opfer« wird der unbe­ding­te Zusam­men­hang zwi­schen dem Opfer­ge­ha­be der ari­schen Ver­blö­dungs­dik­ta­to­ren und dem von ihnen prak­ti­zier­ten Unrecht deut­lich. Man ver­glei­che, wie die Ori­gi­nal-Nazis ihren im Ver­gleich zu Hit­ler, Göring, Goe­b­bels, Hell­dorf und Kon­sor­ten Klein- bis Mit­tel-Kri­mi­nel­len Horst Wes­sel zum Opfer, gar zum Mär­ty­rer der soge­nann­ten natio­na­len Revo­lu­ti­on mach­ten als Begrün­dung dafür, Kom­mu­nis­ten tot­zu­schla­gen und wegzusperren!

Nun gibt es aller­dings tat­säch­lich jede Men­ge Opfer der ari­schen Herr­schafts­re­gimes. Die aber pro­pa­gan­dis­tisch »unwür­dig« sind (ent­spre­chend des chom­sky­schen Fil­ter­sys­tems), es zu sein, und also nicht so hei­ßen dürfen:

So kom­men in der brd-ari­schen Pro­pa­gan­da Opfer von Men­schen­rechts­ver­bre­chen und Staats­kri­mi­na­li­tät nicht nur der Bums­re­plik, son­dern auch der ande­ren Kern­staa­ten der EU, jeden­falls sprach­lich, nicht vor. Aller­dings wer­den zur Regu­lie­rung der Ver­hält­nis­se und zur Ver­mei­dung sol­cher Exzes­se wie der »Nacht der lan­gen Mes­ser« im März 1934, als Hit­ler um die 1.000 SA-Füh­rer umle­gen ließ, Kon­flik­te zwi­schen den Ari­er-Inter­es­sen-Grup­pen und ‑Per­so­nen heut­zu­ta­ge im all­ge­mei­nen tei­löf­fent­lich aus­ge­tra­gen. Wie auch im Fall Kachel­mann zu besich­ti­gen. Denn 1.000 Nazi-Ter­ro­ris­ten wegen einer sekun­dä­ren Inter­es­sens-Dif­fe­renz umge­legt zu haben, war herr­schafts­tech­nisch unef­fek­tiv. Die fehl­ten dann ja bei der Kom­mu­nis­mus-Bekämp­fung und Sla­wen-Aus­rot­tung. Was die Ami-Besat­zer den Deutsch-Nazis ab 1945 beibrachten.

Ganz im Unter­schied zum DDR-Natio­nal­preis­trä­ger KURT DEMM­LER, wo nichts aus­ge­tra­gen, aber jede Men­ge denun­zia­to­ri­scher Blöd­sinn breit­ge­tre­ten wur­de. Wie 1933 im Völ­ki­schen Beob­ach­ter gegen Bol­sche­wis­ten, Gewerk­schaf­ter, Intel­lek­tu­el­le und Juden. Aber selbst Kachel­mann darf sprach­lich öffent­lich nicht Opfer sein. Also die Brd nicht Täter- und Unrechts­re­gime, das ja in die­sem Fall immer­hin erkenn­bar wird und das Kachel­mann als Ari­er aner­kannt hat. Denn er durf­te öffent­lich ver­tei­digt werden.

Wenn also die Opfer nicht Opfer hei­ßen dür­fen, muß man sie irgend wie anders benen­nen und verkaufen.

Am ein­fachs­ten und sichers­ten ver­mei­det man jeg­li­chen Opfer­sta­tus, indem die Opfer selbst schuld sind an dem, was ihnen ange­tan wird. Falls man das Ange­ta­ne nicht unter­drü­cken will oder kann. Das haben die Hit­le­ris­ten schon genau­so gehand­habt. Indem die Kom­mu­nis­ten denun­ziert wur­den, den Reichs­tag ange­zün­det zu haben, und die Juden, das Böse an sich zu ver­kör­pern. In der Nazi-Lite­ra­tur, in Fil­men und sons­ti­ger Pro­pa­gan­da erschei­nen weder Kom­mu­nis­ten noch Juden als Opfer, viel­mehr geschieht ihnen Gerech­tig­keit. Wie den DDR-Bür­gern ab 1990. Ab Ende der 1940er bür­de­ten näm­lich die Brd-Regie­rungs- und Pro­pa­gan­da-Nazis den Kom­mu­nis­ten und DDR-Bür­gern noch die angeb­li­che Schlech­tig­kei­ten der Juden mit auf.

Wir wol­len uns hier spe­zi­ell mit den Opfern des Regimes und ihrer sprach­li­chen Denun­zia­ti­on befas­sen, die den Ter­ror nicht über­lebt haben. Also mit der schlimms­ten Form des Opfers­eins. Die­ses Opfer­sein zu ver­leug­nen hat die ari­sche Herr­schaft so schö­ne Wör­ter wie »Frei­tod«, »Selbst­mord« und »Schuld­ein­ge­ständ­nis« zur Verfügung.

Über Men­schen, die von den wei­ßen Her­ren­men­schen des west­li­chen Teils der nörd­li­chen Hemi­sphä­re zu Tode gemobbt wer­den, wird der Volks­ge­nos­sen­schaft und der Welt gern und meis­tens erzählt, sie hät­ten den Frei­tod gewählt. Man schaue sich die Wahl-Frei­heit des KURT DEMM­LER an: Man depor­tier­te ihn von sei­nem Wohn­sitz in einem Orts­teil von Stor­kow auf DDR-Ter­ri­to­ri­um in ihren Moa­bi­ter Knast in Front­stadt-West-Ber­lin, in dem die Ori­gi­nal-Nazis schon Kom­mu­nis­ten und Juden gequält haben, in dem sie den jun­gen Erich Hon­ecker 1935 in Erzwingungs-»Schutzhaft« hiel­ten wie auch die Nazi- »Rechts­nach­fol­ger in Iden­ti­tät« den alten Hon­ecker Anfang der 1990er.

In zwei gro­ßen volks­ver­het­zen­den Kam­pa­gnen wird Kurt Demm­ler von August 2008 bis Janu­ar 2009 mit einer schier unend­li­chen Rei­he von Lügen beschul­digt, ein Kifi zu sein. Schon allein durch die gegen ihn prak­ti­zier­te Ausage-»Erzwingungs-«-Schutzhaft wird er mas­siv behin­dert, sich zu ver­tei­di­gen. Man ent­zieht ihm zudem sei­ne Anti­de­pres­si­va, läßt es zu, daß er durch Mit-Insas­sen, da sie von dem Straf­tat­vor­wurf über die Medi­en erfuh­ren, gequält wird, man ver­hin­dert, daß sim­pels­te Fak­ten Ein­gang in die Strafak­te fin­den, man schließt die Öffent­lich­keit von der Ver­hand­lung aus usw., ermit­telt rechts­wid­rig nicht nur nichts Ent­las­ten­des, son­dern läßt auch noch Bewei­se zu sei­nen Guns­ten ver­schwin­den, so daß der Ange­klag­te völ­lig wehr­los und ohn­mäch­tig sehen­den Auges sei­ner men­schen­rechts­wid­ri­gen Abur­tei­lung ent­ge­gen sehen muß. Denn im Unter­schied zu steu­er­be­güns­tig­ten Hil­fe­ver­ei­nen für Asyl­be­wer­ber gibt es NULL Hil­fe für DDR-Natio­nal­preis­trä­ger, dafür aber die tota­le Medi­en­gleich­schal­tungs­zen­sur, daß NULL Ent­las­ten­des den Volks­ge­nos­sen in dem Nazi-Aber­glau­be stört, der DDRBÜR­GER­JU­DE sei anders, als die spät­fa­schis­ti­schen Medi­en im vor­lü­gen. Wenn der Ange­klag­te das nicht aus­hält und er sich den Kopf in die Schlin­ge steckt, oder die Wär­ter es tun, ist er selbst schuld, denn die durch die Regime-Büt­tel kon­stru­ier­te Aus­weg­lo­sig­keit wird dann zwang­haft als Schuld­ein­ge­ständ­nis interpretiert.

Wenn der angeb­li­che Frei­tod dann syn­onym auch noch als Selbst­mord bezeich­net wird, wird ein wei­te­rer bemer­kens­wer­ter Pro­pa­gan­da-Schal­ter umgelegt:

Das StGB der Brd defi­niert Mord und Tot­schlag wie folgt:

§ 211 StGB Mord

(1) Der Mör­der wird mit lebens­lan­ger Frei­heits­stra­fe bestraft.
(2) Mör­der ist, wer aus Mord­lust, zur Befrie­di­gung des Geschlechts­triebs, aus Hab­gier oder sonst aus nied­ri­gen Beweg­grün­den, heim­tü­ckisch oder grau­sam oder mit gemein­ge­fähr­li­chen Mit­teln oder um eine ande­re Straf­tat zu ermög­li­chen oder zu ver­de­cken, einen Men­schen tötet.

§ 212 StGB Totschlag

(1) Wer einen Men­schen tötet, ohne Mör­der zu sein, wird als Tot­schlä­ger mit Frei­heits­stra­fe nicht unter fünf Jah­ren bestraft.

Also: Der Selbst-Mör­der ist gem. StGB jemand, der Lust hat, sich umzu­brin­gen, der damit sei­nen Geschlechts­trieb befrie­digt oder dies aus sons­ti­gen nied­ri­gen Beweg­grün­den tut. Und heim­tü­ckisch sowie­so. Nicht weil Pro­pa­gan­da-Hei­nis ihn in eine aus­weg­lo­se Situa­ti­on getrie­ben, nicht weil Wär­ter oder Mit­ge­fan­ge­ne ihn gequält hät­ten usw. Und schon ist – wie die Ori­gi­nal-Nazis das gegen die Juden prak­ti­ziert haben – das Opfer sel­ber schuld und ein Straf­tä­ter sowie­so, und kann also gar kein Opfer des Regimes sein. Da er ein Mör­der ist, ein gemei­ner Kri­mi­nel­ler. Die Fra­ge, wie man gegen sich selbst heim­tü­ckisch agie­ren könn­te oder wer je per Selbst­tö­tung sei­nen Geschlechts­trieb befrie­digt hät­te, darf auf jeden Fall nicht gestellt werden

Klä­ren wir auf, wie die­se sprach­li­che und gedank­li­che Ver­wir­rung zustan­de bekommt. Bzw. ver­su­chen wir es:

Das deut­sche Wort »Mord« kommt aus dem Latei­ni­schen und ist abge­lei­tet von mors = Tod. Also nicht von Hin­ter­list oder Hab­gier. Gemäß der ursprüng­li­chen Wort­be­deu­tung kommt es also nicht dar­auf an, war­um und unter wel­chen Umstän­den die Tötung geschah.

Zum syn­onym mit dem Wort »Selbst­mord« ver­wen­de­ten Sui­zid gibt Wiki­pe­dia wie folgt Auskunft:

Sui­zid (von neu­la­tei­nisch sui­ci­di­um: aus sui (sei­ner) und ‑cide­re (töten), das Töten sei­ner selbst, auch Selbst­tö­tung, Selbst­mord oder Frei­tod) ist die beab­sich­tig­te Been­di­gung des eige­nen Lebens …

Auch hier geht es eigent­lich nur um Tötung, nicht dar­um, ob es sich um eine Straf­tat han­delt oder um deren Qua­li­tät. Das umgangs­sprach­li­che »Mord« im Kom­po­si­tum »Selbst­mord« und der Begriff »Mord« des StGB bedeu­te­ten also eigent­lich Unter­schied­li­ches. Wie wir auch dar­an sehen, daß der soge­nann­te Selbst­mord, auch wenn er miß­lingt, nicht als Mord­ver­such straf­ver­folgt, son­dern i.d.R. the­ra­piert wird. Wäh­rend der durch­schnitt­li­che Mör­der nicht the­ra­piert, son­dern vor Gericht gestellt wird.

Im eng­li­schen »mur­der« ist die Neu­tra­li­tät der ursprüng­li­chen Wort­be­deu­tung noch zu erken­nen, das dann als »first degree oder pre­me­di­ta­ted mur­der« dem deut­schen Mord gemäß StGB ent­spricht, und als »second degree mur­der« dem deut­schen Totschlag.

Auch fran­zö­sisch »meurt­re« wird zwar in den Wör­ter­bü­chern mit Mord, Tot­schlag. Tötung über­setzt, aber eigent­lich und ursprüng­lich ist nur Tötung gemeint, also das Beför­dern vom Leben zum Tod. Unab­hän­gig davon, ob es sich dabei um eine Straf­tat han­delt oder nicht und wel­cher Qua­li­tät die mög­li­che Straf­tat sei. Die­se Fal­sch­über­set­zung ent­spricht der auto­ma­ti­schen Fal­sch­über­set­zung von »employ­er« in »Arbeit­ge­ber« und »employee« in »Arbeit­neh­mer« (sie­he dazu Lek­ti­on 9).

Wir votie­ren aus den genann­ten Grün­den hier für die Ver­wen­dung des Wor­tes »Selbst­tö­tung« anstatt »Selbst­mord«. Da durch das deut­sche StGB das Wort »Mord« im Deut­schen etwas ande­res bedeu­tet als ursprüng­lich, und näm­lich immer eine Straftat.

Wie unter Adolf wird in der Brd die Selbst­tö­tung gern wahr­heits­wid­rig als Schuld­ein­ge­ständ­nis inter­pre­tiert. Im Gegen­satz zu den Gepflo­gen­hei­ten in der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Repu­blik. Wie im Fall des KURT DEMM­LER das angeb­li­che Nicht­vor­han­den­seins eines Abschieds­briefs sofort und ohne jeg­li­che alter­na­ti­ve Über­le­gung oder Unter­su­chung oder Ver­laut­ba­rung den Medi­enhu­ren klar war, daß es sich um ein Schuld­ein­ge­ständ­nis han­de­le. Wie Göring, Hit­ler und Goe­b­bels im Wider­schein des Reichs­tags­brand­feu­ers sofort und unwi­der­ruf­lich wuß­ten und posaun­ten, daß es die Kom­mu­nis­ten waren. Und wäh­rend die gan­ze demo­kra­ti­sche und wenigs­tens halb­wegs gebil­de­te Welt, ins­be­son­de­re Juris­ten außer­halb der Adolf-Hitler-»Zivilgesellschaft« damals wuß­ten, daß die Nazis sel­ber es gewe­sen sein muß­ten, so wer­den die Nazis noch heu­te von den brd-ari­schen Mas­sen­me­di­en und Bums­pro­pa­gan­da­zen­tra­len reingewaschen.

Und so darf auch unter Kohl-Schrö­der-Mer­kel wie schon unter Adolf in den Fäl­len der vie­len Toten in den deut­schen Knasts nicht davon die Rede sein, das die­se Opfer des Regimes sein könn­ten. Allein in den Ber­li­ner Knasts gaben sich von Janu­ar bis Novem­ber 2009 – ein­schließ­lich KURT DEMM­LER – NEUN Men­schen den eige­nen Gür­tel oder was auch immer. So frei sind die zu Juden Degra­dier­ten in die­sem ScheiSS-Staat. Wie unter Adolf, nur in vie­lem schlimmer.

Und wenn es mal mit dem Sui­zi­d­ie­ren nicht so flutscht, wie das ja unter Adolf auch gut bei Gel­tungs-Juden, aber sehr schlecht bei Kom­mu­nis­ten funk­tio­niert hat, wie auch der durch die ver­ur­teil­ten Kriegs­ver­bre­cher Blair, Schrö­der, Schar­ping, Fischer aus dem Amt gebomb­te jugo­sla­wi­sche Prä­si­dent Miloše­vić sich hart­nä­ckig wei­ger­te, sich in sei­ner Zel­le in Den Haag selbst auf­zu­hän­gen und sich statt­des­sen ähn­lich klug und mutig gegen die ari­schen Kri­mi­na­li­sie­rungs-Gemein­hei­ten ver­tei­dig­te wie 1933 Geor­gi Dimitroff in Leip­zig, dann wird er eben anders zu Tode gemobbt.

Wenn er dann näm­lich nach jah­re­lan­gem Sub­ver­si­ons- und Kriegs‑, Pro­pa­gan­da- und Bom­ben­ter­ror, Kid­nap­ping, Iso­la­ti­ons­haft, Ver­tei­di­gungs­be­hin­de­rung schwer erkrankt ist, wird ihm die Gesund­heits­be­treu­ung eben ver­wei­gert mit dem eu- bzw. nato-wei­ten Gleich­schal­tungs-Pro­pa­gan­da-Gekläff, er simu­lie­re. Und wenn er dann eines schwar­zen Tags für die Men­schen­heit Tod in sei­ner Zel­le liegt vor lau­ter Simu­lanz, tre­ten die nie­der­län­di­schen Regie­rungs-Ari­er mit einem staats­of­fi­zi­el­len Bul­le­tin nach, er sein eines natür­li­chen Todes gestor­ben. So natür­lich wie die Juden in Ausch­witz! Denn wenn man Leu­te ver­schleppt und in Kam­mern sperrt, die statt mit pol­ni­scher Luft mit deut­schem Zyklon B gefüllt wer­den, dann fehlt der Sauer­stoff zum Atmen. Und wenn der Jude dann stirbt, weil er nicht genug Luft zum Atmen hat, wie Miloše­vić, den man herz­krank gemobbt hat und dann die Behand­lung ver­wei­ger­te, stirbt er eines natür­li­chen Todes. Ganz ein­fach. Q.e.d.


Zur Ermord­nung Slo­bo­dan Miloše­vićs in Den Haag: 1999 wird mit ver­lo­ge­nen Vor­wän­den, dafür aber ohne Kriegs­er­klä­rung das Land über­fal­len, des­sen Staats­chef Miloše­vić ist. Das war nicht Ser­bi­en, son­dern die Bun­des­re­pu­blik Jugo­sla­wi­en. Der hat die ver­fas­sungs­mä­ßi­ge Pflicht und das Völ­ker­recht auf sei­ner Sei­te, sein Land zu ver­tei­di­gen und die ent­spre­chen­den Maß­nah­men anzu­ord­nen. Das Land wird schließ­lich in Grund und Boden gebombt. Nach­dem von außen – aus Rom, aus der Eu, den Nato-Quar­tie­ren, Pro­pa­gan­da-Zen­tra­len usw. – Sezes­si­ons­krie­ger los­ge­schickt wor­den waren und damit ein­mal mehr Adolf Hit­lers Wil­len und Ver­mächt­nis vollstreckten

Die Kriegs­herrn dik­tier­ten den rest­li­chen Jugo­sla­wen bzw. den Ser­ben einen neu­en Prä­si­den­ten, der – auch das wie unter Adolf – ein deut­scher Agent ist, ein gewis­ser Djind­jic. Das von außen dik­tier­te Prin­zip der fal­schen Alter­na­ti­ve, wie auch ab 1990 gegen die DDR-Bür­ger prak­ti­ziert: Ent­we­der ihr wählt einen, den wir akzep­tie­ren, oder wir bom­ben wei­ter. Djind­jic ord­net also die Aus­lie­fe­rung des Ver­tei­di­gungs-Prä­si­den­ten Miloše­vić an die nord­eu­ro­päi­schen War­lords an, gegen den Beschluß des obers­ten Gerichts sei­nes Lan­des, und die Kriegs­ver­bre­cher Blair, Schrö­der, Schar­ping, Fischer usw. ste­cken ihn in ihren Knast in Den Haag und stel­len ihn damit an den Pran­ger, ein Kriegs­ver­bre­cher zu sein. Wie ja ab 1990 durch die men­schen­rechts­wid­ri­ge, an den Haa­ren her­bei­ge­zo­ge­ne Straf­ver­fol­gung von Mil­lio­nen von DDR-Bür­gern deren Kri­mi­na­li­tät pseu­do-bewie­sen wur­de und auch heu­te noch wird.

Miloše­vić bleibt stand­haft und wehrt sich, so gut er kann und gegen jede Men­ge gemei­ner Selbst­ver­tei­di­gungs­be­hin­de­run­gen, gegen jede Men­ge Gemein­heit: Tau­sen­de gegen einen. Wenn man die Bedin­gun­gen Miloše­vićs in Den Haag mit denen der deut­schen Mas­sen­mör­der in Nürn­berg 1945 und 1946 und mit denen Dimitroffs 1933 in Leip­zig ver­gleicht, dann wur­de er schlech­ter behan­delt als Dimitroff unter Hit­ler, wäh­rend die Nazis in Nürn­berg gera­de­zu gehät­schelt wurden.

Miloše­vić ver­tei­dig­te sich selbst. Das hat schon Hit­ler, Göring und Goe­b­bels im Fall Dimitroff sehr gestört, und das stör­te auch die west­eu­ro­päi­schen Her­ren­men­schen im Fall Miloše­vić. Sehr sogar, und sie behin­der­ten ihn, wo und wie sie nur konn­ten, und lie­ßen gleich­schal­tend eine media­le Ver­tei­di­gung mit­tels Ver­öf­fent­li­chung der Fak­ten nicht zu. Auch das wie unter Hit­ler gegen Dimitroff und noch schlim­mer. Denn hat­te es 1933 in Lon­don unter dem Vor­sitz des Kron­rich­ters Pritt eine Inqui­ry gegen die ver­lo­ge­ne Ankla­ge gege­ben, gegen Miloše­vić stell­ten die Eng­län­der den unfai­ren Richter.

Nach Jah­ren des Psy­cho-Jus­tiz-Ter­rors klag­te der über 60jährige Miloše­vić, für den ja auch schon der Krieg und die vor­he­ri­ge jahr­zehn­te­lan­ge Sub­ver­si­on sei­nes Staa­tes durch Papst­kir­che, CIA, BND usw. eine erheb­li­che, gesund­heits­schä­di­gen­de Belas­tung gewe­sen ist, über Herz- und Kreis­lauf­be­schwer­den. Die Pro­pa­gan­da beant­wor­te­te das in typisch goe­b­bel­scher »christ­li­cher Nächs­ten­lie­be« mit der Denun­zia­ti­on, er simuliere.

Miloše­vić beschwer­te sich eins ums ande­re Mal über die ihm nicht gewähr­te medi­zi­ni­sche Hil­fe. Der rus­si­sche Staat bot sei­ne Unter­stüt­zung an, näm­lich medi­zi­ni­sche Behand­lung ihres sla­wi­schen Bru­ders in einer Mos­kau­er Kli­nik mit Rück­ga­be­ga­ran­tie an die west­eu­ro­päi­schen Her­ren­men­schen. Die­se lehn­ten ab.

Eines unschö­nen mor­gens lag Miloše­vićs tot in sei­ner Zel­le. So sehr hat­te er simu­liert! Wenig gespiel­te Betrof­fen­heit durch del Pon­te & Co., schon gar kei­ne Trau­er oder wirk­li­che Betrof­fen­heit oder ähn­li­ches. Ca. 14 Tage spä­ter dann ein Bul­le­tin der Nie­der­län­di­schen Regie­rung, Slo­bo­dan Miloše­vić sei eines natür­li­chen Todes gestorben.

Nach die­ser Logik sind aller­dings auch die Juden in Ausch­witz eines natür­li­chen Todes gestor­ben. Denn wenn man ihnen Zyklon B zu inha­lie­ren gibt, dann klappts rasch mit der natür­li­chen Auf­nah­me von Sauer­stoff nicht mehr, und wer nicht mehr rich­tig atmet, der stirbt dann eben eines natür­li­chen Todes. Ganz einfach.


Man beach­te eben­falls fol­gen­des: Solan­ge Hit­ler Kanz­ler war, waren im Reich und in der Nazi­pro­pa­gan­da oder in den Geset­zen etc. die Juden prin­zi­pi­ell kei­ne Opfer der Nazis. Ab 1945 waren Kom­mu­nis­ten und Juden und ande­re dann auf Geheiß der west­li­chen Besat­zer auch für die Brd-Regie­rungs­na­zis Opfer der Nazis. In der DDR blie­ben alle 1945 erkann­ten Nazi-Opfer das auch bis zu ihrem Ende. Die Kom­mu­nis­ten ver­lo­ren hin­ge­gen im Wes­ten den aller­höchs­tens halb­her­zig zuteil­ten Opfer­sta­tus schon in den 1950ern und die damit ver­bun­de­nen Ren­ten. Und wur­den die sel­ben angeb­li­chen Kri­mi­nel­len, die sie schon im »tau­send­jäh­ri­gen Reich« gewe­sen waren. Abge­ur­teilt durch die sel­ben Rich­ter. Juden dür­fen heu­te noch Opfer sein, ansons­ten nur noch paar Ade­li­ge. Alle ande­ren deut­schen Nazi-Opfer sind es i.d.R. sprach­lich und in den TV Pro­gram­men genau­so wie Miloše­vić. Ver­ges­sen­ge­macht oder als Kri­mi­nel­le denunziert.

Die Indif­fe­ren­zen in der DDR began­nen nicht bei den Homo­se­xu­el­len, aber spä­tes­tens bei denen, die die Nazis als Aso­zia­le weg­ge­sperrt hat­ten. Die­se Grau­zo­ne war aller­dings im Wes­ten wesent­lich grö­ßer und umfaß­te min­des­tens noch die Homo­se­xu­el­len. Von der dau­ern­den Denun­zia­ti­on der Kom­mu­nis­ten, z.B. wenn die­se als Kapos ein­ge­teilt waren, gar nicht erst zu reden.


Der »natür­li­che Tod«, wie er Anfang der 2000er Jah­re gegen Miloše­vić ange­wen­det wur­de, wird seit 1990 zur Dezi­mie­rung der DDR-Bevöl­ke­rung mas­sen­haft auch gegen DDR-Bür­ger ange­wen­det, z. B. mit­tels soge­nann­ter rät­sel­haf­ter Herz­in­fark­te (sie­he Lek­ti­on 10). Die Sug­ges­ti­on wirkt als indi­rek­ter Pseu­do-Beweis tod­si­cher: Wer einen angeb­li­chen natür­li­chen Tods gestor­ben ist, wur­de nicht etwa durch die Staats­büt­tel umgebracht.

Zum angeb­lich natür­li­chen Tod gesellt sich für die Opfer des Regimes, die nicht Opfer hei­ßen dür­fen, weil sie ja sprach­lich und gedank­lich kri­mi­nel­len Tätern gegen­über­stün­den, die es nicht geben darf, der angeb­lich freie Tod. Der eben­falls ab 1990 gegen die DDR-Bür­ger mas­sen­haft ver­ord­net wur­de. Was an der Aus­weg­lo­sig­keit, in die die Volks­ver­het­zer und Jus­tiz­kri­mi­nel­len den DDR-Natio­nal­preis­trä­ger Kurt Demm­ler getrie­ben haben, frei gewe­sen sein soll, muß dem Volks­ge­nos­sen nicht erklärt wer­den, denn Fra­gen danach sind – wie unter Adolf – hoch tabui­siert und schon gar nicht erlaubt.

Bild: Miloše­vić in Den Haag (© Robert God­dyn)

Lek­ti­on 23 als Video:

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