Der »Sündenfall« Corona und die Folgen: Wie die Linke zum Mainstream‐​Problemfall wurde

Mit dem Abschied der Linken von jeder grundsätzlichen Kritik an den kapitalistischen Produktions‐ und Klassenverhältnissen – der, wie Lange und Pickett‐​Depaolis schreiben, »konkreten Form der spezifischen kapitalistischen Herrschaft«– hat ausgerechnet in und mit Corona eine sich ins politische Sinnvakuum hinein manövrierende Linke den Rettungsanker für ihre Malaise erblickt. Folglich sprang sie auf die Corona‐​Hysterie nicht nur auf, sondern verstärkte sie sogar noch durch ihre Rufe nach einer »Zero‐​Covid‐​Strategie«.

Alles, was sich bewegt, ist rot: Dialektischer Optimismus gegen BRICS‐Nihilismus

Dieser Artikel wird versuchen, eine angemessene Einschätzung der jüngsten Ereignisse zu geben; es wird der Standpunkt vertreten, dass alle, die den Sturz der Klassengesellschaft und die Errichtung einer wirklich gerechten Gesellschaftsordnung anstreben, dem syrischen Volk und seinem unerschütterlichen Widerstand gegen das Imperium unter der Führung von Bashar Al‐​Assad unermesslich viel zu verdanken haben.

Die revolutionäre Intelligenzija

Diesen Marxisten zufolge gibt es also eine wachsende Kluft zwischen der Linken und der Arbeiterklasse, weil die Linke von Intellektuellen der Professional Managerial Class dominiert werde, deren Klasseninteressen im Widerspruch zu denen der Arbeiterklasse stünden. Ich behaupte, dass es zwar eine Art Kluft zwischen der Linken und der Arbeiterklasse gibt, dass diese Kluft aber nicht darauf zurückzuführen ist, dass die Linke von PMC‐​Intellektuellen dominiert wird, weil das Konzept der PMC vom Standpunkt der marxistischen Theorie aus gesehen zweifelhaft ist.