Die Sprache der Herrschaft – und der Ohnmacht Lektion 5: Nazisprech (plus Lektion 6: einige Lemmata)

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Mag­Ma publi­ziert von nun an in regel­mä­ßi­gen Abstän­den die bis­her seit 2012 als Video vor­lie­gen­den und basie­rend auf Über­le­gun­gen von Anfang der 90er Jah­re ent­stan­den Lek­tio­nen zur »Spra­che der Herr­schaft und der Ohn­macht« von:

malcom.z

der wei­ße nig­ger aus deutsch-nordost

ein ehe­ma­li­ger mensch der ehe­ma­li­gen DDR

Bis­her lie­gen vor (nicht alle ursprüng­lich als Video­pod­cast ver­fass­ten Lek­tio­nen eig­nen sich zur schrift­li­chen Ver­öf­fent­li­chung, woher die Lücken in der Num­me­rie­rung herrühren):

Lek­ti­on 9: Arbeit­ge­ber – Arbeitnehmer

Lek­ti­on 10: Rät­sel­haf­te Herzinfarkte

Lek­ti­on 11: Alt­kanz­ler, Alt­bun­des­prä­si­dent, Alt­ei­gen­tü­mer & Diktatur

Lektion 5: Nazisprech

Einführung in das Thema Falschsprech

Zu einem wesent­li­chen Kern­be­reich des heu­ti­gen deut­schen Herr­schafts­sprech gehört der staats­of­fi­zi­el­le NAZI­SPRECH. Ein Merk­mal, das die deut­sche Herr­schaft wesent­lich nega­tiv von der eng­li­schen und fran­zö­si­schen usw. unter­schei­det und also ins­be­son­de­re den Gege­ben­hei­ten der DDR qua­si tota­li­tär ent­ge­gen­ge­setzt ist. Und das die brd-ari­schen Herr­schaft und ihren Sprech so effek­tiv unter­drü­cke­risch macht. Auch hier gilt, was wir frü­her zu der Sprach­kri­tik Der Geni­tiv ist dem Dativ sein Tod und ande­ren sag­ten, näm­lich daß der­glei­chen dort nicht ein­mal erwähnt, geschwei­ge denn dis­ku­tiert wer­den darf.

Im Jahr 2007 erschien das Wör­ter­buch der »Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung« - Die NS-Ver­gan­gen­heit im öffent­li­chen Sprach­ge­brauch. Ein Pro­jekt der Hei­ne-Uni­ver­si­tät, co-finan­ziert durch die DFG (d.i. die Deut­sche For­schungs­ge­sell­schaft) – also staat­lich geför­dert. Vor­der­grün­dig wird dem Leser und Nut­zer des Buches mit­ge­teilt, wel­cher Nazi-Sprach­ge­brauch in der Brd, zum Teil auch in der DDR wie tra­diert wur­de. Nur komisch: Die haupt­säch­lich und brd-staats­of­fi­zi­ell gebrauch­ten Nazi-Wör­ter kom­men in dem Werk als Lem­ma­ta gar nicht vor, wie: »DER Füh­rer«, »Reichs­füh­rer SS«, »Arbeit­ge­ber – Arbeit­neh­mer«, »Rechts­be­ra­tungs­miß­brauchs­ver­hü­tungs­ge­setz vom 13.12.1935« und ande­re mehr, vor allem ande­ren aber der berüch­tig­te angeb­li­che »Natio­nal­so­zia­lis­mus«. Und das auch nicht ver­se­hent­lich, denn die Autoren Eitz und Stöt­zel wur­den lan­ge vor der Fer­tig­stel­lung des Buches auf die­ses Man­ko auf­merk­sam gemacht. Aber wie unter Adolf der Kom­mu­nist und der Jude, ins­be­son­de­re aber der kom­mu­nis­ti­sche Jude, so ist der authen­ti­sche, nicht-auf­gen­or­de­te DDR-Bür­ger total-exkom­mu­ni­ziert. Wor­aus sich die Erkennt­nis ergibt, es geht gar nicht um Nazi­wör­ter, wie ja auch die angeb­li­che Aus­län­der­feind­lich­keit gar kei­ne ist, son­dern eine sehr spe­zi­el­le, und daß nega­ti­ve Ein­stel­lun­gen und Ver­hal­ten gegen Aus­län­der sehr selek­tiv vor­kom­men. Noch kein Brd-Nazi hat seit 1990 gegen einen US- oder fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten irgend eine mie­se Kam­pa­gne gerit­ten oder gegen wei­ße US-Super­mo­dels. Und schon gar nicht wur­de der­glei­chen von BLÖD pro­mo­tet wie die Atta­cken gegen Mus­li­me oder Schwar­ze oder Russen.

Aber wel­chen Sinn hat es, ein Buch über Nazi-Wör­ter nach 1945 zu ver­öf­fent­li­chen, in dem vor allem neben­säch­li­che vor­kom­men, aber die am meis­ten gebrauch­ten nicht? Die­se Fra­ge darf öffent­lich nicht ein­mal gestellt wer­den, also ver­mißt auch nie­mand die Ant­wort. Wie ja auch die Fra­ge danach nicht gestellt wer­den darf, wozu Straf-Pro­zes­se, die angeb­lich und theo­re­tisch über­haupt nur zur Urteils­fin­dung ver­an­stal­tet wer­den, die­nen, da die Urtei­le vor­her schon fest­ste­hen, ob es nun 1933 gegen Dimitroff ging, 1992 gegen Hon­ecker oder 2009 gegen DEMM­LER. In der Buch­ver­öf­fent­li­chung ging es offen­bar dar­um, uner­wünsch­te Nazi­wor­ter zu indi­zie­ren, um die erwünsch­ten, offi­zi­el­len um so unge­stör­ter und effi­zi­en­ter zu benut­zen und wir­ken zu las­sen. Tat­säch­lich ist es also so, daß der offi­zi­el­le Brd-Sprach­ge­brauch gewollt vol­ler Nazi­wör­ter ist, womit wir eben nicht mei­nen, daß der eine oder ande­re hohe oder Klein-Nazi mal »Guten Mor­gen« gesagt habe.

Adolf Hit­ler ist der pro­mi­nen­tes­te Mann im deut­schen TV. Und wäh­rend es den ari­schen Welt- und Geschichts­er­klä­rern höchst wich­tig ist, die nazio­f­fi­zi­el­len Titel mög­lichst voll­stän­dig und feh­ler­frei selbst über die Lip­pen und also in die Köp­fe der Volks­ge­nos­sen ein­ge­häm­mert zu bekom­men, benen­nen sie DDR-Per­so­nal von vor dem 19.3.1990 fast nie kor­rekt und schon gar nicht voll­stän­dig. Wal­ter Ulb­richt wird gern, oft und übri­gens auch rechts­wid­rig »Der Spitz­bart« und ein Lüg­ner gehei­ßen, da er VOR der Ent­schei­dung der Grenz­schlie­ßung 1961 wahr­heits­ge­mäß behaup­te­te, daß die Ber­li­ner Bau­ar­bei­ter das nicht vor­hät­ten. Sie­he u. a. die §§ 188, 189 StGB. Die Brd-Pro­pa­gan­da-Schmier­fin­ken müs­sen nicht ein­mal wis­sen, daß er nie Gene­ral­se­kre­tär war. Daß schon die schein­ob­jek­ti­ve Kon­zen­tra­ti­on von ARD und ZDF auf Hit­ler und sei­ne schwerst­kri­mi­nel­len Kum­pa­ne eine Lüge ist – die hal­be Wahr­heit ist in der Regel eine gan­ze Lüge –, indem die für ihren Gröfaz ver­brauch­te Sen­de­zeit eben nicht für die Nicht-Wehr­machts- und Nicht-Adels-Oppo­nen­ten der Nazis zu Ver­fü­gung steht, ins­be­son­de­re nicht für kom­mu­nis­ti­sche, die den Haupt­an­teil des Anti-Nazis-Kamp­fes inner­halb Deutsch­lands tru­gen und nicht erst ab der soge­nann­ten Macht­er­grei­fung und auch den größ­ten Blut­zoll zahl­ten, nicht für Anti-Nazi-Kämp­fer der Arbei­ter­be­we­gung, nicht für lin­ke Intel­lek­tu­el­le wie Tuchol­sky und Ossietz­ky, und indem die knopp­schen Zeu­gen­aus­sa­gen über Hit­ler & Co. vor allem von SS‑, SA- und Wehr­machts-Ange­hö­ri­gen kom­men und nicht von Nazi-Geg­nern, lügt die Herr­schafts­pro­pan­gan­da auch hier im Sin­ne Hit­lers und Goebbels‹.

Bei der Fra­ge, wel­che von den Nazis ver­wen­de­ten Wör­ter und Wen­dun­gen zu unter­drü­cken sind und also der Zen­sur zu unter­lie­gen haben, ver­wen­den WIR fol­gen­de Regel:

Alle Wör­ter und Wen­dun­gen, die anti­auf­klä­re­risch die Wirk­lich­keit falsch dar­stel­len, nazi­ver­herr­li­chend und ‑lügend, die eige­ne Supe­rio­ri­tät behaup­ten oder wenigs­tens zu sug­ge­ri­en sich bemü­hen, die Infe­rio­ri­tät der ande­ren bedeu­tend, ver­lo­gen, volks­ver­het­zend, dem­ago­gisch, men­schen­ver­ach­tend denun­zie­rend gemeint sind und wir­ken, sind zu unter­drü­cken und ist der Kon­sens her­zu­stel­len, daß die­se Ter­mi­ni zu äch­ten sind. 

Also Wör­ter wie Sau-Jude, aber auch Rela­ti­vi­täts-Jude – für Albert Ein­stein –, fal­sche Namen per Falsch­be­nen­nungs­ge­setz wie die Zwangs­vor­na­men Isra­el und Sarah für Juden unter Adolf wie die Zwangs-Falsch­be­nen­nung per Gesetz »Sta­si« für MfS unter Hel­mut, Ger­hard und Ange­la. Oder aber auch Falsch­be­nen­nun­gen per über­ge­setz­li­cher Norm oder frei Schnau­ze wie Arbeit­ge­ber – Arbeit­neh­mer, DER Füh­rer, Reichs­füh­rer SS. Die letz­ten bei­den dürf­ten eigent­lich nur und also nur gele­gent­lich ver­wen­det wer­den, um zu erklä­ren, daß die Ori­gi­nal-Nazis sich so genannt haben und sich so haben nen­nen lassen.

In der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Repu­blik hat man Hit­ler Hit­ler genannt und Himm­ler Himm­ler, also bei ihren bür­ger­lich-gesetz­li­chen Namen und also nicht bei ihren Nazi-Titeln, wie das in der Brd in Nazi-Tra­di­ti­on üblich ist. Prak­ti­ziert 30 Jah­re lang vor allem von dem ZDF-Knopp, der für der­glei­chen Nazi­pro­pa­gan­da dann grim­me-preis-deko­riert wur­de, und all den ande­ren, die auch belohnt wer­den wol­len. Wie man in der DDR übri­gens Bezeich­ner wie SA und SS ver­wen­det hat, da die­se Namen nicht schon eine Lüge oder Ver­herr­li­chung oder Auf­wer­tung enthielten.

Bei der staat­li­chen Umer­zie­hung der DDR-Bür­ger ab 1990, ins­be­son­de­re der Töch­ter und Söh­ne von Kom­mu­nis­ten, Sozia­lis­ten, Gewerk­schaf­ter usw. ana­log der Umer­zie­hung ab 1933 wird bis in die Uni­ver­si­tä­ten hin­ein erklärt, die Nazis sei­en »Natio­nal­so­zia­lis­ten« zu nen­nen, da schon Ador­no gesagt habe, daß der deut­sche »Natio­nal­so­zia­lis­mus« so anders sei als der ita­lie­ni­sche und spa­ni­sche Faschis­mus, daß er eines beson­de­ren, eige­nen Namens bedür­fe. Und – wie der Zufall so spiel­te – Ador­no hielt die ver­lo­ge­ne Selb­steti­ket­tie­rung der Nazis für DEN ange­mes­se­nen Bezeich­ner. Die Ori­gi­nal-Nazis waren und agier­ten weder natio­nal noch sozia­lis­tisch. Kom­mu­nis­ten zu erschie­ßen, Gewerk­schaf­ten mit den Kapi­ta­lis­ten gleich­zu­schal­ten, Juden zu ver­ga­sen, sys­te­ma­tisch Krie­ge anzu­zet­teln war nicht und ist nicht sozia­lis­tisch. Und natio­nal auch nicht, son­dern natio­na­lis­tisch-chau­vi­nis­tisch. Hier müs­sen wir wie immer bei ari­scher Pro­pa­gan­da zwi­schen Grund und Begrün­dung unter­schei­den: Die BEHAUP­TE­TEN Grün­de sind in der Regel ledig­lich Begrün­dun­gen, die tat­säch­li­chen Grün­de sind ganz ande­re als die behaupteten.

Der Grund liegt, wie eigent­lich leicht, aber für den Volks­ge­nos­sen auf Grund sei­ner Gleich­schal­tungs­ver­blö­dung ohne Hil­fe schwers­tens zu ein­zu­se­hen ist, auch hier wie zumeist ganz woan­ders. Ganz ein­fach: Den vie­len hohen Nazis im Nazi­staat Brd ab 1949 war es nicht zuzu­mu­ten, zu sich selbst und zu dem Regime, dem sie lebens­lan­ge Treue geschwo­ren hat­ten und dem sie auch lebens­lang anhan­gen, etwas ande­res zu sagen, als sie selbst sagen woll­ten. Sie konn­ten zu sich selbst schlecht Nazis sagen, denn das war die Titu­lie­rung, die Kom­mu­nis­ten, lin­ke Intel­lek­tu­el­le, die sieg­rei­chen US- und ande­re west­li­chen Befrei­er ver­wen­de­ten, um hier nur die­se weni­gen zu nen­nen. So muß­ten sie für die gele­gent­li­chen poli­ti­schen Sonn­tags­re­den, in denen sie auf die jüngs­te Ver­gan­gen­heit zu spre­chen kamen, sich nur von »WIR Natio­nal­so­zia­lis­ten« umge­wöh­nen zu »DIE Natio­nal­so­zia­lis­ten«. Das war gera­de noch mach­bar. Kom­mu­nis­ten und Sozia­lis­ten in Ost und West hat­ten die­ses Pro­blem nicht und sag­ten wie schon zuvor Faschis­ten oder Nazis. Und wur­den dafür ab 1949 in der Brd zuneh­mend aus­ge­grenzt und ver­folgt und schließ­lich ver­bo­ten und weg­ge­sperrt. Unter wel­chem Vor­wand auch immer und völ­lig frei­heit­lich, ver­steht sich.

Auch der Ver­brei­tungs­raum inklu­si­ve Chro­no­lo­gie des Wor­tes »Natio­nal­so­zia­lis­mus« zeigt dies: Nur die Deutsch-Nazis selbst und ihre engs­ten ver­bün­de­ten, ins­be­son­de­re in Öster­reich und in der deutsch­spra­chi­gen Schweiz, ihre ver­gleichs­wei­se weni­gen, aber immer vor­han­de­nen Nazi-Kopis­ten und Anhän­ger in Eng­land, in den USA, Süd­ame­ri­ka usw. ver­wen­de­ten und ver­wen­den, inbe­son­de­re bis 1990, die­ses Nazi-Wort. Alle ande­ren sag­ten und schrie­ben Nazis, Faschis­ten, Hit­le­ro­wy, Hit­le­ris­ten, Braun­hem­den usw., ver­mie­den jeden­falls groß­kol­lek­tiv die Selb­steti­ket­tie­rung der Nazis zu verwenden.

Kom­mu­nis­ten, Sozia­lis­ten, die US-Befrei­er, die sowje­ti­schen Kämp­fer und Poli­ti­ker und die vie­len ande­ren Kämp­fer und Ter­ror-Kriegs-Opfer sag­ten »Faschis­ten« oder »Nazis« oder »die Deut­schen«, je lin­ker, des­to eher das ers­te­re. Gemes­sen an dem Ador­no-Zitat hat­ten also gera­de die Anti­na­zis kei­ne Ahnung, wie man die­je­ni­gen, gegen die sie ihr Leben ein­setz­ten und gegen sie letzt­lich erfolg­reich anschrie­ben und ‑arbei­te­ten und ‑kämpf­ten, rich­tig zu benen­nen habe, wäh­rend allein die Nazis selbst, jeden­falls nach der heu­te in den Brd-Unis mul­ti­pli­zier­ten Ador­no-Leh­re, die­je­ni­gen waren, die es immer rich­tig gewußt hat­ten und also auch all die Nazis in Wirt­schaft, Regie­rung, Beam­ten­schaft der Brd ab 1949. Und nun wur­den auch die Aka­de­mi­ker nicht zuletzt durch Ador­no auf die­sen Nazi-Stan­dard fest­ge­legt. Wenn sie es nicht – wie Joa­chim Gauck und Kon­sor­ten nicht sowie­so schon von ihren Nazi-Eltern so gelernt hat­ten. Sehr wit­zig! Von Nazis ler­nen – spre­chen ler­nen. Und also auch den­ken. Denn: Wenn die Nazis schon die ein­zi­gen waren, die schon immer gewußt haben, daß Nazis rich­tig als Natio­nal­so­zia­lis­ten zu benen­nen sei­en, wor­in noch hat­ten sie schon immer recht?

Bis in die Gerichts­sä­le hin­ein mach­ten und machen die Schwarz­kut­ten Nazi­pro­pa­gan­da, wie z. B. im Pro­zeß gegen Egon Krenz, dem letz­ten ori­gi­nä­ren Staats­ober­haupt, der nicht von der Brd und also nicht von Nazis fern­ge­steu­er­ten DDR, dem Brd-Ober­staats­an­walt Jahn­tz 1997 in der Haupt­ver­hand­lung vor­warf, das Wort Natio­nal­so­zia­lis­mus zu ver­mei­den, um ihm, Krenz, unan­ge­neh­me Asso­zia­tio­nen mit dem real­exis­tie­ren­den Sozia­lis­mus der DDR nicht auf­kom­men zu lassen.

Man beden­ke hier fol­gen­des: Ein Staats­an­walt darf einem Ange­klag­ten im Gerichts­saal nur vor­wer­fen, was straf­bar ist oder mit einer Straf­tat irgend­wie in Zusam­men­hang steht, also kei­ner­lei pri­va­te Ani­mo­si­tä­ten oder sei­ne eige­ne kru­de Welt­an­schau­ung: Da das Wort »Natio­nal­so­zia­lis­mus« aber, wie hier gezeigt, ori­gi­nal Nazi­pro­pa­gan­da ist, wird also in der Brd die Nicht­ver­wen­dung von Nazi­pro­pa­gan­da straf­ver­folgt. Wie im Fall Krenz und am Bei­spiel des Schwarz­kut­ten-Kri­mi­nel­len Jahn­tz hier zu erken­nen. Pas­send zur Nicht­straf­ver­fol­gung von Nazi-Mör­der-Ban­den, Ari­seu­ren und ande­rem Nazi-Pack. Egal ob in Sprin­ger­stie­feln, Nadel­strei­fen, pri­vat oder in Regierungspositionen.

Es ist also ein­mal mehr genau umge­kehrt als Jahn­tz und die Pro­pa­gan­da-Medi­en behaup­ten: Wie die Ori­gi­nal-Nazis die­ses Wort erst benutz­ten, um sozia­lis­ti­sche Zie­le vor­zu­täu­schen und in den Wäh­ler­mi­lieus von Kom­mu­nis­ten und Sozen zu fischen, wie nicht zuletzt aus den hit­ler­schen Geheim­re­den vor Kapi­tal­ver­tre­tern und aus den Goe­b­bel­schen Tage­bü­chern zu ler­nen ist, so lag es nach 1949 in der Absicht der Regie­rungs- und Pro­pa­gan­da-Nazis der Brd von US-Gna­den, Kom­mu­nis­ten und Sozia­lis­ten mit­tels die­ses Wort­ge­brauchs zu denun­zie­ren und sie haft­bar zu machen für die Ver­bre­chen der Ori­gi­nal-Nazis, also für ihre eigenen.

Wir wol­len die­se Lek­ti­on mit einem klei­nen Quiz abschlie­ßen. Neh­men wir ein­mal an, ein gewähl­ter soge­nann­ter Bun­des­prä­si­dent der Brd wür­de öffent­lich zwei­er­lei behaup­tet haben:

  1. Er sei in der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Repu­blik in einem wohl­be­grün­de­ten Anti­kom­mu­nis­mus auf­ge­wach­sen. Wo es aller­dings in Schu­len, Medi­en und in der sons­ti­gen Öffent­lich­keit der­glei­chen nicht gab, näm­lich Anti­kom­mu­nis­mus und woh­le Begrün­dun­gen desselben.
  2. Sein Vater sei 1950 völ­lig grund­los von »DEN RUS­SEN« abge­holt worden.

Bei­des wur­de durch die Kom­merz­me­di­en ver­brei­tet. Im Inter­net kann man das in Ver­bin­dung mit sei­nem Urhe­ber fin­den. Dazu bie­ten wir hier fol­gen­de Zusatz­in­for­ma­tio­nen an und ver­wei­sen dazu auf die all­ge­mein zugäng­li­chen Inform­ta­tio­nen z. B. von Wiki­pe­dia:

Der »VÖL­LIG GRUND­LOS« abge­hol­te Papa war seit 1934 Nsdap-Mit­glied, wie übri­gens Gen­scher, der ach so frei­heit­li­che 1989er Bal­kon-Red­ner von Prag, dann ein paar Jah­re spä­ter auch. Und als recht hoher Nazi-See-Offi­zier war er an der Pro­duk­ti­on von 50 – 60 Mio Toten euro­pa­weit füh­rend betei­ligt. Für Nazis kein Grund, zur Rechen­schaft gezo­gen zu wer­den, wie man schon von Hit­ler und Goe­b­bels selbst ler­nen konn­te. Komi­scher­wei­se ist die Akte des Gauck-Papa angeb­lich ver­schwun­den. Klein-Achim wuchs also in der Obhut der Mama auf, die ihm – eben anti­kom­mu­nis­tisch – begrün­de­te, das und war­um Papa Gauck »VÖL­LIG GRUND­LOS« abge­holt wor­den sei. Wäh­rend der Groß­in­qui­si­tor Gauck kei­ne öffent­li­che Gele­gen­heit aus­läßt, sich von der DDR und ihrem Anti­fa­schis­mus zu distan­zie­ren bzw. letz­te­ren zu denun­zie­ren, hat man der­glei­chen nie ver­nom­men, sei­ne NAZI-Eltern betref­fend. Dabei war sei­ne Mama, also die­je­ni­ge, die ihm in sei­nen prä­gen­den Jah­ren die Grün­de sei­nes Anti­kom­mu­nis­mus vor allem bei­brach­te, da Papa Gauck in Sibie­ren einen Teil sei­ner Schuld abar­bei­ten durf­te, schon seit 1932 Mit­glied der Nsdap, also zwei Jah­re län­ger als Papa Gauck. Hier wie­der für weni­ger Bedarf­te fol­gen­de Ergänzung:

Nach 1945 rede­ten sich mehr oder weni­ger alle West­zo­nen- und spä­te­ren Brd-Nazis her­aus, sie wären gezwun­ge­ner­ma­ßen Par­tei-Mit­glie­der gewe­sen, um den Pos­ten behal­ten und um Schlim­me­res ver­hin­dern zu kön­nen. Frau­en muß­ten prin­zi­pi­ell nicht Par­tei­mit­glie­der sein und soll­ten es eigent­lich auch gar nicht, die Nsdap war eigent­lich ein Män­ner­ver­ein – nur die fana­tischs­ten Adolf-Tus­sen tra­ten da rein, wur­den Mit­glied und waren allen Nicht-Nazis regel­mä­ßig uner­träg­lich, pene­trant und ins­be­son­de­re für patrio­ti­sche Deut­sche eine Lebens­ge­fahr, da sie denun­zier­ten, was das Zeug hielt. Und schon gar nicht muß­te irgend wer schon 1932 da rein. Das behaup­te­ten nicht ein­mal die här­test­ge­sot­te­nen Brd-Nazis. Klein-Achims Mama war also eine Begrün­de­rin, die vor allem eines konn­te: Die Mein-Kampf-Begrün­dun­gen für den Adolf-Hit­ler-Anti­kom­mu­nis­mus schon mit der Mut­ter­milch an Klein-Achim wei­ter­rei­chen. Und ihn also zum NAZI machen.

Die sel­be Grund­lo­sig­keit, mit der Achim-Bums­prä­sers Papa abge­holt wur­de, kön­nen wir nach­le­sen bei der Bericht­erstat­tung über die angeb­li­chen Aus­schrei­tun­gen der staats­treu­en Öster­rei­cher gegen die legal-ille­ga­le Nsdap in Öster­reich und der Tsche­chen gegen die Sude­ten­deut­schen, wobei die­je­ni­gen, die angeb­lich grund­los atta­ckiert wur­den, von Ber­lin aus orga­ni­siert, gesteu­ert, finan­ziert wur­den, um den jewei­li­gen Staat zu unter­mi­nie­ren im Sin­ne der Welt­herr­schafts­an­sprü­che der Hitleristen.

Die Fra­ge lau­tet nun: Wel­cher Gesin­nung ist der Bums­prä­ser Gauck? Wel­cher Ideo­lo­gie gehört der an? Wel­che Wör­ter signa­li­sie­ren was? Und wer hat ihn war­um zum Bums­prä­ser unbe­dingt gewollt und vor­ge­schla­gen? Z. B. ein gewis­ser Trit­tin, frü­her mal K‑Grup­pen-Mit­glied. Und war­um ist öffent­lich immer und immer wie­der nur von V‑Leuten des RSHA, Abtei­lung angeb­li­cher Ver­fas­sungs­schutz, bei der NPD die Rede. Als hat­ten und haben die nur dort wel­che? Und wel­chen Cha­rak­ters ist ein Staat, in dem ein sol­cher Nazi­sprech domi­niert und indem sol­che Leu­te Prä­ser werden?

Prin­zi­pi­ell sagen wir: Wer Nazi-Pro­pa­gan­da macht, ist Nazi. Man erkennt Nazis sicher an Nazi-Pro­pa­gan­da und kaum an ihrer Klei­dung oder sozia­len oder geo­gra­phi­schen Her­kunft, das gilt nur für eine Min­der­heit und war auch schon vor 1933 so. Die Spra­che macht sie kennt­lich unab­hän­gig davon, ob sie sich selbst als Nazis eti­ket­tie­ren oder nicht. Heu­te wie damals.

Bild: Gui­do Knopp (Stuart Men­ti­ply, Wolfs­bur­g/G­NU-Lizenz für freie Dokumentation)


Lektion 6 – Einführung in das Thema Falschsprech: einige Lemmata

Der Autor hat die Sprach­kri­tik der ers­ten fünf Lek­tio­nen im Lexi­kon der Macht- und Ohn­machts­wör­ter, der Phra­sen und Begriff­lich­kei­ten für und in Deutsch-Nord­ost, frü­her Deut­sche Demo­kra­ti­sche Repu­blik gehei­ßen fort­ge­führt. Dort wer­den vor allem Ter­mi­ni gelis­tet, die ins­be­son­de­re für die Kolo­nia­li­sie­rung der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Repu­blik gebraucht wur­den und wer­den, als Falsch­sprech oder Weg­las­sung, als Prin­zip, als umin­ter­pre­tier­ter Ohn­machts­re­flex, als Indi­ka­tor wie als Werk­zeug. Dar­un­ter befin­den sich unter ande­rem fol­gen­de Ein­trä­ge, die als Lem­ma­ta Lekt­ti­on 6 darstellen:

§ 153a StPO

2. Ver­mö­gens­rechts­än­de­rungs­ge­setz vom 14.7.1992

Abtrei­bung

Abwick­lung

Also, so haben wir uns das nicht vorgestellt 

Alt­ei­gen­tü­mer

Alt­last

Anschluss

anti­fa­schis­ti­scher Schutzwall 

Arbeit­ge­ber

Arbeit­neh­mer

Ari­er

Ari­sie­rung

Arsch­loch

Asbest

Auf­bau­hel­fer

Auf­bau Ost 

Auf­schwung Ost 

auto­ri­tä­rer Führungsstil 

Belei­di­gung

Bel­li­zist

Berufs­söh­ne & ‑töch­ter

Berufs­ver­bot

Bier­mann

birth­lern

blü­hen­de Landschaften 

Boden­re­form

BRA­GO (Bun­des­rechts­an­walts­ge­büh­ren­ord­nung)

Brü­der und Schwes­tern aus dem Osten 

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt

Bun­des­Volks­Ge­richts­hof (BVG)

Busch­geld (auch Buschzulage) 

Buß­geld

Chef­sa­che

Christ

christ­lich

christ­lich-abend­län­disch

Come­dy

das ehe­ma­li­ge Ostberlin 

Das kann man nicht vergleichen!

Demm­ler, Kurt

demo­kra­ti­sche Bodenreform 

demo­kra­ti­scher Sozialismus 

Demut

Der Schoß ist frucht­bar noch, aus dem die Sta­si kroch 

Der Füh­rer

der ers­te Deut­sche im All 

Der west­deut­sche Mann riecht besser

Deut­sche Demo­kra­ti­sche Republik

Die alte DDR nicht wie­der­ha­ben wollen

die ehe­ma­li­ge (aus­nahms­wei­se auch die alte, frü­he­re etc.) DDR

die Mau­er (10m höher) wie­der­ha­ben wollen 

Die bei­den Volksparteien

Die bes­te Ver­fas­sung, die die Deut­schen je hatten

Die ers­ten frei­en Wahlen 

Die Ost­deut­schen füh­len sich als Deut­sche zwei­ter Klasse 

Die zwei deut­schen Diktaturen 

Diktatur(envergleich)

Du bist Deutschland 

Edel, Peter

Eggers, Heinz

ehe­ma­li­ge DDR 

Ehren­wort

Eigentümer(verhalten)

Eini­gungs­ver­trag

Ein­zel­fall­prü­fung

Eli­te

Ent­schul­di­gung

Es saßen dort auch Schuldige… 

Es war nicht alles schlecht 

Fackel­zug

feind­li­che Übernahme 

Feind­bild

Feind­bild­na­me

FKK – Freikörperkultur

For­mu­lie­rungs­hil­fe

Föten in Was­ser-/ bzw. Abfall- Eimern entsorgt 

freie Arbeit

freie Wah­len

Frei­heit

frei­wil­li­ge Stasi-Überprüfung 

fried­li­che Revolution 

Friedman(n), Michel
(Der Pro­pa­gan­da-Hof­ju­de und TV-Ober­mo­ral­apos­tel scheint sei­nen Nach­na­men ame­ri­ka­ni­siert zu haben: frü­her fand man ihn mit Doppel‑n geschrie­ben, jetzt ist es eines.) 

Frie­dens­staat

Fron­tal­un­ter­richt

fünf neue Länder 

Für die Rus­sen war er ein Kriegsverbrecher 

Für­sor­ge­dik­ta­tur

gau­cken

Gebär­streik

Gefühls­stau

gefühl­te Ausbeutung 

Gerech­tig­keit

Geruchs­pro­ben

Gesetz über die Unter­la­gen des Staats­si­cher­heits­diens­tes der ehe­ma­li­gen Deut­schen Demo­kra­ti­schen Repu­blik (Sta­si-Unter­la­gen-Gesetz – StUG) vom 29. Dezem­ber 1991 

gesetz­li­cher Richter 

Gewalt-Tei­lung

Gewal­ten­tei­lung

geziel­te Sprengung 

Ghet­to­me­di­en

Glaub­haft­ma­chung

Gleich­heits­ver­spre­chen

Gleich­schal­tung

Grenz­wer­te

Guef­f­roy, Chris / Mamma

Gut­ach­ten

Händ­chen­fal­ten

Hanus­sen-Prin­zip

HdjT (Haus der jun­gen Talente) 

Heim ins Reich 

Hel­mut-Kohl-Spen­de

Holo­caust-Denk­mal

Hon­ecker-Pro­zess

Horst-Wes­sel-Prin­zip

Hubert F.

Hys­te­ri­sie­rung

Ich kann alles sagen, was ich denke 

Ihr habt nicht auf uns geschos­sen – wir haben euch nicht aufgehängt 

inner­deut­sche Grenze 

Jagd­ver­bot

Jam­me­ros­si

Jam­mer­wes­si

jeman­dem (nie­man­dem) gescha­det haben 

Jesus-Fun­da­men­ta­lis­mus

Jesus-Nost­al­gi­ker/-Nost­al­gie

Jesus pro­duct placement 

Jude

Juden­bu­ße

Juden­sta­tus

Jugend­wei­he

Jus­tiz-Kom­man­de­u­se

Kalt­walz­werk Oranienburg 

Kachel­mann, Jörg

Kaha­ne, Anetta

Kan­z­el­flucht

Kauf­de­mo­kra­tie

KdF-Wagen

Kil­ler­kom­man­dos

Klas­se

Kol­lek­ti­vie­rung

kos­ten­pflich­ti­ge Enteignung 

ladungs­fä­hi­ge Adresse 

Lan­do-Ban­de

lila Hexe

Luxem­burg-Stif­tung

Macht­er­grei­fung

maro­de

Mau­er­fall

Mau­er­op­fer

Mau­er­schüt­ze

Mehrklassen-Senderecht(e)

Mein Kampf

Mei­nungs-Füh­rungs­of­fi­zier

Men­schen­rech­te

Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen, wo immer sie auftreten/​geschehen, in Asi­en, Chi­na oder Afri­ka, Ein­halt gebieten… 

Mit­tel­deut­scher Rund­funk (mdr)

Nach­fol­ge­par­tei

Nacht­topf-Pfeif­fer

Natio­nal­preis

natür­li­cher Tod 

Nazis wur­den in der DDR zu hart bestraft 

neutrale(r) Schweiz(er)

nicht mehr zeitgemäß 

nicht sub­stan­ti­iert

Nost­al­gie

öffent­li­che Ausschreibung 

Opfer

oppo­si­tio­nel­ler Sender 

orga­ni­sier­te Verantwortungslosigkeit 

Ost­block

Ost­mu­sik spie­len wir nicht 

Ost­star

Ost­zo­ne

Palast der Republik 

Pao­lo Pinkel 

poli­ti­sche Klasse 

Prä­am­bel GG 

Prenz­lau­er-Berg-Sze­ne

Pro­le­ta­ri­sie­rung

Rache­jus­tiz

Rad­bruch­sche Formel 

Ras­sen­leh­re

Ras­sen­theo­rie

rät­sel­haf­te Herzinfarkte 

Recht der per­sön­li­chen Ehre 

Rechts­an­walts­ver­gü­tungs­ge­setz (RVG) vom 5.5.2004, gül­tig seit 1.7.2004

Rechts­be­ra­tungs (ver­hü­tungs­miß­brauchs) gesetz (RBerG) vom 13.12.1935

Rechts­mit­tel

Reform/​Reformer

Regime­kri­ti­ker

Reichs­kris­tall­nacht (-Prin­zip )

reichs­te Par­tei Europas 

Rekon­struk­ti­on

Reli­gi­on und Wis­sen­schaft gehö­ren zuein­an­der. Die eine gibt der ande­ren Ori­en­tie­rung, wie mit der Schöp­fung umzu­ge­hen sei. 

Resti­tu­ti­on

Revo­lu­ti­on

rot = braun 

rote Baro­ne

rote Hexe

rote Socken

Rück­for­de­rung

Rück­for­de­rungs­be­scheid

Rück­ga­be vor Entschädigung 

Rück­wir­kungs­ver­bot

Rus­sen­ma­fia

Schieß­be­fehl

Schmeiß­flie­gen

Schmutz-Zula­ge

Schöp­fung

SED-Mil­lio­nen

SED-Unrecht

Seil­schaft

selbst­tra­gen­der Aufschwung 

So wahr mir Gott helfe! 

soge­nann­te Bodenreform 

sozia­le Hängematte 

sozia­lis­ti­sche Mißwirtschaft 

sozia­lis­ti­sche Wärmestuben 

Sozi­al­neid

Spit­zel

Sta­si

Sta­si-Major

Stasi-Akte(n)

Sta­si­un­ter­la­gen­ge­setz

Stra­ßen­bahn

Sug­ges­tiv­de­men­ti

Sui­zi­de

Täter­ak­te

Ten­denz­be­trieb

Theo­lo­gie der Verblödung 

Theo­lo­gie der Verstellung 

Theorie/“Theorie“

Tit­ten­ma­ga­zi­ne

Tit­t­i­tain­ment

Todes­strei­fen

Töpf­chen-Pfeif­fer (→ Nachtopf-Pfeiffer)

totale­li­tär

Tota­li­ta­ris­mus (-theorie)/totalitär

Tren­nungs­geld

Treu­hand

Umsied­ler

unan­ge­mes­se­ner Vergleich 

uner­träg­lich machen 

unre­flek­tier­tes Kinderkriegen 

unse­re Demokratie 

Unse­re Ehre heißt Treue 

Vergleich(stabu)

Ver­jäh­rungs­hem­mung

(ari­sche) Verlustbesteuerung 

Ver­mö­gens­rechts­än­de­rungs­ge­setz vom 14 Juli 1992 

ver­ord­ne­ter Anti(anti)faschismus

Ver­schwö­rungs­theo­rie

Vertreibung(en)

Ver­ur­tei­lungs­quo­te

Video­über­wa­chung

Vier­zig Jah­re haben die uns belogen

vir­tu­el­les Ghetto 

Volks­auf­stand

Warm­sa­nie­rung

Wäh­rungs­um­stel­lungs­fol­gen­ge­setz (WUFG) vom 24. August 1993 

Wen­de­hals

Wie­der­ver­ei­ni­gung

Wir hat­ten immer Angst. Wir haben’s nur nicht gemerkt. 

Wir krie­gen euch alle!

Zahn­gold- und Bodenreformland-Hehlerei 

Zitier-Tabu

Zwangs-Adop­tio­nen

Zwangs-Kir­chen­ein­tritt

Zwangs-Ver­ei­ni­gung

Die­se Voka­beln und wei­te­re wer­den erklärt unter: http://​www​.fair​-tra​de​-usa​.com/​f​r​e​e​s​p​e​e​c​h​/​g​e​r​m​a​n​y​/​r​e​s​i​s​t​a​n​z​/​l​e​x​i​kon

Nach­trag, Juli 2022: Wahr­lich, nur eine klit­ze­klei­ne Aus­wahl der Herr­schafts-Pro­pa­gan­da-Voka­beln, die tag­täg­lich auf die Deutsch-Unter­ta­nen ein­ge­dro­schen wur­den und wer­den. Die zei­gen sol­len: Die­se Herr­schaft hat sich eine sehr kom­ple­xe Pro­gram­mier­spra­che zuge­legt, mit denen die Unte­ren nach Belie­ben und Herr­schafts­er­for­der­nis wei­test­ge­hend frei – vor allem frei von Fak­ten­wahr­heit und frei von Durch­schau­bar­keit der Her­kunft der Wör­ter und der Inter­es­sen -, die mit die­ser Spra­che durch­ge­setzt wer­den sol­len. Und noch­ma­li­ger Hin­weis: Man kann mit die­ser Spra­che nicht gegen die­ses Regime anstin­ken. Man muß sich wirk­lich frei­ma­chen. Von den Wör­tern, von den Aus­sa­ge­sät­zen. Der Herr­schaft. Man muß die­se über­haupt erst ein­mal erken­nen (kön­nen).

Die­se klei­ne Auf­zäh­lung müß­te eigent­lich drin­gendst ergänzt wer­den, aktu­ell durch das C‑Vokabular seit Ende 2019 und das Voka­bu­lar der »mili­tä­ri­schen Sonder-OP«.

Ich will sie so ste­hen las­sen, daß der Leser bes­ser die Zeit- und Inter­es­sens­ab­hän­gig­keit, die Halb­wert­zei­ten der Pro­pa­gan­da­wör­ter erken­ne. Zudem domi­nie­ren die Anti-DDR-Wör­ter und Reak­ti­ons­wör­ter. So daß hof­fent­lich auch bes­ser zu erken­nen ist, wie wich­tig die Anti-DDR-Pro­pa­gan­da der 1990er für die heu­ti­ge Ver­blö­dung und poli­ti­sche Steue­rung der Mas­sen ist.

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