Alternative Linkslibertäre Tendenz

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Über die Alternative Linkslibertäre Tendenz

Die Alter­na­ti­ve Links­li­ber­tä­re Ten­denz ist ein Zusam­men­schluss von Aktivist:innen aus dem anar­chis­ti­schen, kom­mu­nis­ti­schen und sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Spek­trum. Wir haben uns in Reak­ti­on auf das ohren­be­täu­ben­de Schwei­gen der eta­blier­ten Lin­ken auf der einen und die behaup­te­te wie rea­le Unter­wan­de­rung der Pro­test­be­we­gung gegen den pan­de­mi­schen Aus­nah­me­zu­stand von rechts auf der ande­ren Sei­te zusam­men­ge­tan, um mit demo­kra­ti­schen Mit­teln und Auf­klä­rung u. a. die akut wich­ti­ge Debat­te um die unbe­ab­sich­tig­ten Fol­gen der Pan­de­mie­po­li­tik anzustoßen.

Tat­säch­lich waren bereits die Jah­re vor der Pan­de­mie von zwei Meta­t­rends des Spät­ka­pi­ta­lis­mus geprägt, die in der Pan­de­mie eine bis­her unge­kann­te Qua­li­tät ent­fal­ten konn­ten. Unab­hän­gig von der Bewer­tung des tat­säch­li­chen Risi­kos durch die Pan­de­mie sehen wir:

  1. Eine zuneh­men­de wirt­schaft­li­che Ungleich­heit durch die Umver­tei­lung von unten nach oben, die mit dem neo­li­be­ra­len Para­dig­ma in einen neue Pha­se ein­trat und sich durch die wirt­schaft­li­chen Fol­gen des pan­de­mi­schen Aus­nah­me­zu­stands zuneh­mend ver­schärft. Die Exis­tenz der arbei­ten­den Men­schen wird pre­kä­rer, die Kapi­tal­ver­mö­gen stei­gen rasant an und das Kapi­tal wird zuneh­mend in immer weni­ger Hän­den kon­zen­triert, was sich in einem noch stär­ker dis­pro­por­tio­na­len poli­ti­schen Ein­fluss der Kapi­tal­be­sit­zer nie­der­schla­gen dürfte.
  2. Die zuneh­mend anlass­lo­se prä­ven­ti­ve, kon­zer­tier­te Über­wa­chung der Men­schen durch staat­li­che und pri­va­te Akteue­re für Repres­si­on und Pro­fit wird vor­an­ge­trie­ben, wäh­rend das Gesund­heits­thea­ter der Pan­de­mie­be­kämp­fung als Recht­fer­ti­gungs­grund und Ablen­kung bemüht wird. Befeu­ert wird der Trend durch bestehen­de staat­li­che Begehr­lich­kei­ten im Rah­men der Ver­si­cher­heit­li­chung, des »Kriegs gegen den Ter­ror« und den Griff nach tota­ler Infor­ma­ti­ons­si­cher­heit. Zugleich begehrt eine oli­go­po­lis­tisch und/​oder olig­ar­chisch kon­sti­tu­ier­te Tech­no­lo­gie­bran­che nach der glä­ser­nen Nutzer:in und Konsument:in, deren Ver­hal­ten gewinn­brin­gend vor­be­rech­net und auf Pro­gno­se­märk­ten gehan­delt wer­den kann (»Über­wa­chungs­ka­pi­ta­lis­mus«). Die Ent­wick­lung der Impf­kam­pa­gne gibt trotz oder gera­de wegen ihres durch­wach­se­nen Erfolgs zudem zur Befürch­tung Anlass, dass sich ana­log dazu mäch­ti­ge Phar­main­ter­es­sen mit­tels einer Schock-Stra­te­gie die Koope­ra­ti­on des Staa­tes zur Durch­set­zung einer peri­odi­schen Zwangs­imp­fung und damit eine dau­er­haf­te Sub­ven­ti­on auf Kos­ten der All­ge­mein­heit sichern wol­len, deren Umset­zung wie­der­um der „Lösun­gen“ des Tech­no­lo­gie­sek­tors bedarf (»digi­ta­ler Impf­nach­weis«, »digi­ta­le Identität«).

Vor die­sem Hin­ter­grund war abzu­se­hen, dass die bestehen­den wirt­schaft­li­chen und poli­ti­schen Ungleich­ge­wich­te und Wider­sprü­che in der Pan­de­mie dras­tisch zuta­ge tre­ten muss­ten. Fer­ner ist es nicht unver­nünf­tig, anzu­neh­men, dass die vor­geb­lich gegen die Pan­de­mie gerich­te­ten Maß­nah­men sowie die im Fol­gen­den genann­ten Mit­nah­me­ef­fek­te und nicht zuletzt die undurch­sich­ti­ge Neu­re­ge­lung des Infek­ti­ons­schut­zes auf eine wei­te­re Eska­la­ti­on des Über­wa­chungs­staa­tes, eine wei­te­re Beschnei­dung der Bür­ger­rech­te (im Namen einer »prä­ven­ti­ven Auf­stands­be­kämp­fung«) und den rück­sichts­lo­sen Rück­bau sozia­ler Errun­gen­schaf­ten hin­aus­lau­fen. Dies wäre im Sin­ne des anzu­neh­men­den neo­feu­dal-tech­no­kra­ti­schen und bio­po­li­ti­schen Gesell­schafts­um­baus im Schat­ten des Pan­de­mie­schocks nur fol­ge­rich­tig, wenn man die­sen als Hypo­the­se akzep­tiert. Wel­che Schlüs­se über die lau­fen­de Ent­wick­lung Ein­zel­ne auch immer zie­hen mögen, die immer wei­ter aus­ge­dehn­te Selbst­er­mäch­ti­gung der Exe­ku­ti­ve und deren Über­füh­rung in den neu­en Nor­mal­zu­stand sowie die in ihrem Gefol­ge zuneh­men­den Kor­rup­ti­ons­skan­da­le soll­ten allen demo­kra­tisch den­ken­den Men­schen zu den­ken geben.

Daher hat sich die ALT zum Ziel gesetzt, jen­seits alter­na­tiv­me­di­zi­ni­scher Dis­kur­se vor allem auf poli­ti­scher, juris­ti­scher und gesell­schafts­wis­sen­schaft­li­cher Basis einen brei­ten und ergeb­nis­of­fe­nen Dia­log über die wah­ren kurz‑, mit­tel- und lang­fris­ti­gen Kos­ten der so cha­rak­te­ri­sier­ten, von öko­no­mi­schen, poli­ti­schen und Tei­len der wis­sen­schaft­li­chen Eli­ten als alter­na­tiv­los pro­pa­gier­ten und ein­sei­tig inter­es­sen­ge­lei­te­ten Kri­sen­po­li­tik anzu­sto­ßen. Wir leug­nen das Virus oder all­ge­mei­ne natur­wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se nicht, glau­ben aber, dass es auch eine alter­na­tiv­lo­se mono­li­thi­sche »Wahr­heit« kaum in der von Regie­rung und Medi­en pro­pa­gier­ten Form geben kann. Im Inter­es­se einer lebens­wer­ten Gesell­schaft müs­sen die frag­li­chen Güter neu abge­wo­gen wer­den. Auf der ande­ren Sei­te leh­nen wir auch häu­fig reak­tio­när und anti­se­mi­tisch kon­no­tier­te Nar­ra­ti­ve einer »all­mäch­ti­gen« Ver­schwö­rung ab, die neben Men­schen­feind­lich­keit vor allem zu Pas­si­vi­tät und Defä­tis­mus füh­ren müs­sen. Die Zivil­ge­sell­schaft kann sich weh­ren, wenn sie ihre Inter­es­sen erkennt und wahrnimmt.

Neben einer gerech­te­ren Steu­er- und Sozi­al­po­li­tik im Sin­ne der arbei­ten­den Men­schen for­dern wir spe­zi­ell im Hin­blick auf die gegen­wär­ti­ge Lage:

  • Einen ande­ren Umgang mit der mitt­ler­wei­le längst ende­mi­schen COV-Erkrankung: 
    • Die Auf­he­bung aller Maß­nah­men, die nicht durch medi­zi­ni­sche Evi­denz gedeckt sind
    • Eine mas­si­ve Beschrän­kung des Ein­flus­ses von Phar­ma­kon­zer­nen auf Medi­ka­men­ten­for­schung an Hoch­schu­len oder Hochschuleinrichtungen
    • Die aus­ge­gli­che­ne Beset­zung der bis­her über­wie­gend mit Indus­trie­ver­tre­tern besetz­ten Gre­mi­en im öffent­li­chen Bereich, die über die For­schungs­in­hal­te entscheiden
    • Die Zulas­sung exis­tie­ren­der Tot­impf­stof­fe ande­rer Län­der bzw. deren Neu­ent­wick­lung, freie Wahl des Impf­stoffs für Impf­wil­li­ge und die unbe­ding­te und bedeu­tungs­vol­le Frei­wil­lig­keit der Impfentscheidung
    • Unbe­ding­te Ver­ge­sell­schaf­tung aller Paten­te für gen­the­ra­peu­ti­sche Medi­ka­men­te (MRNA- und Vektor-»Impfstoffe«) zu deren unab­hän­gi­gen wis­sen­schaft­li­chen Prüfung
    • Ver­le­gung des Schwer­punkts der Pan­de­mie­be­kämp­fung weg von der geschei­ter­ten Prä­ven­ti­on hin zur Behand­lung, etwa mit Phy­to­phar­ma­ka und Kom­bi­na­tio­nen von Gene­ri­ka, gelei­tet von Zweck­mä­ßig­keits­über­le­gun­gen anstatt von Profitinteressen
    • End­lich ein ange­mes­se­ner Umgang mit den Gene­se­nen, der wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se zur Wirk­sam­keit und Dau­er der natür­lich erwor­be­nen Immu­ni­tät ent­spre­chend berücksichtigt
  • In Hin­blick auf den media­len Diskurs: 
    • Kei­ne staat­li­che und gesell­schaft­li­che Dul­dung der De-Fac­to-Zen­sur uner­wünsch­ter wis­sen­schaft­li­cher Erkennt­nis­se und pri­va­ter Mei­nungs­äu­ße­run­gen durch Tech-Konzerne
    • Die Wie­der­her­stel­lung gesell­schaft­li­cher Nor­men zu einem fai­ren und frei­en Dis­kurs über alle Aspek­te des öffent­li­chen Lebens
    • Ein Ende von Selbst­zen­sur und vor­aus­ei­len­dem Gehor­sam sei­tens Medienvertreter:innen
  • Eine demo­kra­ti­sche Auf­ar­bei­tung der Poli­tik der ver­gan­ge­nen 18+ Monate: 
    • Ein­set­zung eines Unter­su­chungs­aus­schus­ses hin­sicht­lich der Kri­sen­po­li­tik, scho­nungs­lo­se Offen­le­gung des Regie­rungs­han­delns, inklu­si­ve sämt­li­cher exis­tie­ren­der Doku­men­te, durch unab­hän­gi­ge Gre­mi­en der Zivilgesellschaft
    • Bedeu­tungs­vol­le Regu­lie­rung des Lob­by­is­mus und wirk­sa­me Korruptionsbekämpfung
  • Hin­sicht­lich der infor­ma­tio­nel­len Selbst­be­stim­mung und des Schut­zes vor staat­li­cher Willkür: 
    • Gesetz­li­che Regle­men­tie­rung von Metho­den der Ver­hal­tens­öko­no­mik (»Nud­ging«)
    • Rück­nah­me und mas­si­ve Revi­si­on des IfSG
    • Die Rück­nah­me beson­ders gra­vie­ren­der Bür­ger­rechts­ein­grif­fe durch im Nebel der Pan­de­mie durch­ge­peitsch­te Geset­zes­vor­ha­ben auf allen Ebe­nen, etwa: 
      • von *G‑Regeln, die auf der still­schwei­gen­den Durch­set­zung einer ver­fas­sungs­wid­ri­gen Impf­pflicht durch die Pri­vat­wirt­schaft hin­aus­lau­fen und nur durch die Zwangs­ein­füh­rung digi­ta­ler Iden­ti­täts­nach­wei­se über­haupt denk­bar sind,
      • der unver­hält­nis­mä­ßi­gen und repres­si­ven Lan­des­po­li­zei- und Ver­samm­lungs­ge­set­ze, beson­ders in Bay­ern und Nordrhein-Westphalen,
      • des ver­fas­sungs­wid­ri­gen Bundespolizeigesetzes,
      • der EU-Urhe­ber­rechts­re­form (»Upload­fil­ter«) und der damit ein­her­ge­hen­den Durch­set­zung von Kapi­tal­in­ter­es­sen durch eine pri­va­te Parallelgerichtsbarkeit,
      • der anlass­lo­sen Durch­leuch­tung pri­va­ter Gerä­te durch die EU durch die sog. Chatkontrolle,
      • des Regis­ter­mo­der­ni­sie­rungs­ge­set­zes, das auf die ver­fas­sungs­wid­ri­ge Ver­knüp­fung aller staat­li­chen Daten­be­stän­de hinausläuft,
      • der anlass­lo­sen erken­nungs­dienst­li­chen Behand­lung durch den bio­me­tri­schen Personalausweis.
      • Fer­ner for­dern wir eine all­ge­mei­ne Äch­tung des »Gefährder«-Begriffs in allen poli­ti­schen Dis­kur­sen und Gesetzestexten.

Wir set­zen uns für einen ratio­na­len Wider­stand ein, der klar zwi­schen bio­me­di­zi­ni­scher Basis und poli­ti­schem Über­bau unter­schei­det. Wir dul­den die von den Medi­en geschür­te Spal­tung der Gesell­schaft und die Aus­gren­zung der sog. »Unge­impf­ten« (in Wirk­lich­keit der der­zeit oder zukünf­tig Gene­se­nen!), die längst den Tat­be­stand der grup­pen­be­zo­ge­nen Men­schen­feind­lich­keit erfüllt, in kei­ner Form. Wir wei­sen das Framing jeg­li­cher Maß­nah­men­kri­tik als anti­se­mi­tisch und rechts­ex­trem als unlau­ter und unbe­grün­det zurück und wol­len ihm durch unser prak­ti­sches Bei­spiel ent­ge­gen­tre­ten – auf der Stra­ße und im Internet.

Unse­re Ana­ly­sen, unser Pro­gramm und unse­re Struk­tu­ren befin­den sich der­zeit im Auf­bau. Der­zeit ist Bay­ern das Zen­trum unse­rer Akti­vi­tä­ten, wir begrü­ßen jedoch Mitstreiter:innen von über­all her, die sich ger­ne an ihren Wohn­or­ten lokal orga­ni­sie­ren kön­nen. Für eine men­schen­wür­di­ge, selbst­be­stimm­te und sozi­al gerech­te Zukunft für uns und unse­re Kinder!

Wir freu­en uns, mit neu­en Genoss:innen auf Tele­gram zu dis­ku­tie­ren. Oder schreibt eure Anfra­gen per E‑Mail an alt@​netzwerk-​linker-​widerstand.​ru.

Hoch die inter­na­tio­na­le Solidarität!