Die Bombardierung von Dresden: Mythos und Wirklichkeit

Dresden wurde nicht nur bombardiert, nicht einmal nur schwer bombardiert, sondern ausgelöscht – praktisch von der Erde getilgt –, um die Sowjets mit der Demonstration der enormen Feuerkraft einzuschüchtern, die es den Bombern der RAF und der USAAF ermöglichte, viele hundert Kilometer von ihren Stützpunkten entfernt Tod und Zerstörung zu verbreiten. Die Bombardierung Dresdens war eine Machtdemonstration, die zeigen sollte, dass die westlichen Alliierten mit ihrer Luftwaffe über eine Waffe verfügten, mit der die Rote Armee, so stark und erfolgreich sie auch gegen die Deutschen war, nicht mithalten konnte und gegen die sie keine angemessenen Verteidigungsmöglichkeiten hatte.

Die Inokulation: Die erste »Wunderheilmethode«, die alles andere als das war

Die wichtigste Schlussfolgerung aus diesen historischen Aufzeichnungen ist, dass es ein schwerwiegender Fehler ist, den Tod ausschließlich auf einen Erreger wie Pocken zurückzuführen; tödliche Folgen wurden – und werden – maßgeblich durch den Gesundheitszustand, die sozioökonomischen Bedingungen und iatrogene (durch die Behandlung verursachte) Schäden bestimmt. 

Bucharins betrügerische Rehabilitierung

Damit die Regierung Gorbatschow ein »bucharinistisches« Wirtschaftsprogramm verabschieden konnte, das sowohl wegen des unvermeidlichen Rückgangs des Lebensstandards der Arbeiter als auch wegen seiner Verbindung mit dem Verrat an den Faschisten unpopulär war, musste es von den Verurteilungen im Moskauer Prozess abgekoppelt werden. Bucharin musste für »nicht schuldig« befunden werden, für ein Opfer einer Verschwörung, damit die Wirtschaftspolitik Gorbatschows akzeptabel werden konnte.