Eine materialistische Widerlegung des Schwindels vom menschengemachten Klimawandel

»Zukünftige Generationen werden sich verwundert fragen, warum die Industrieländer zu Beginn des 21. Jahrhunderts wegen eines globalen Temperaturanstiegs von wenigen Zehntelgrad in hysterische Panik gerieten und auf der Grundlage grober Übertreibungen höchst unsicherer Computerprognosen, die zu unplausiblen Ketten von Einflussfaktoren kombiniert wurden, sogar den Rückbau des Industriezeitalters in Erwägung zogen.«

Professor Richard Lindzen

Zunächst muss ich klarstellen, was ich nicht behaupte. Das Klima verändert sich; dies ist eine beobachtbare Tatsache und steht nicht ernsthaft zur Debatte. Auf geologischen Zeitskalen betrachtet war das Klima der Erde noch nie stabil. Es ist dynamisch, zyklisch und wird von einer Vielzahl natürlicher Kräfte beeinflusst. Es ist auch unbestritten, dass die globalen Durchschnittstemperaturen und die CO₂‐​Konzentrationen in der Atmosphäre seit etwa 1850 allmählich ansteigen, ein Zeitpunkt, der mit dem Ende der Kleinen Eiszeit zusammenfällt. Ich behaupte auch nicht, dass menschliche Aktivitäten viele Aspekte der Umwelt nicht schädigen, das tun sie ganz offensichtlich. Bemerkenswerte Beispiele hierfür sind die Zerstörung tropischer Regenwälder und die Verschmutzung der Ozeane durch Plastikmüll.

Die wahre Bedrohung für die Zivilisation geht nicht von der Atmosphäre aus, sondern vom globalen Kapitalismus selbst. Wir müssen Behauptungen hinterfragen, wonach anthropogene CO₂‐​Emissionen eine unmittelbar bevorstehende Klimakatastrophe von zivilisatorischem Ausmaß verursachen, die eine dringende weltweite Dekarbonisierung erforderlich macht. Die Zivilisation wird angegriffen, nicht von der Natur, sondern durch akkumuliertes Kapital. Dies ist ein Klassenkonflikt: Netzwerke der Superreichen nutzen ihren institutionellen und finanziellen Einfluss über das Weltwirtschaftsforum, die Vereinten Nationen sowie finanzierte Thinktanks und NGOs, um wissenschaftliche Narrative und Wirtschaftspolitik so zu gestalten, dass ihre Macht und Kontrolle geschützt werden, nicht um den Planeten zu retten, wobei die logische Konsequenz ein kontrollierter Abbau der industriellen Zivilisation ist. Ich werde darlegen, dass diese Agenda scheitern muss, da die durch die Dekarbonisierung bedingte Schrumpfung der Produktivkräfte in den beteiligten Ländern mit den wachstumsorientierten Imperativen der BRICS‐​Staaten und des Globalen Südens kollidieren wird, was den imperialen Kern in einen geopolitisch unhaltbaren materiellen Nachteil versetzt und eine politische Kehrtwende erzwingt. Der Kampf gegen diese Agenda ist Teil des umfassenderen Kampfes gegen den Imperialismus selbst.

Der Betrug der CO₂‐​Klimapanikmacher lässt sich anhand von drei miteinander verknüpften Themen entlarven:

  1. Der Missbrauch der wissenschaftlichen Methode, durch den eine Krise konstruiert wird, die nur durch drastische Einschnitte beim Verbrauch fossiler Brennstoffe »gelöst« werden kann.
  2. Die wahre Krise, die schlimmste systemische Überproduktionskrise aller Zeiten, die dem Kapitalismus innewohnt, eine existenzielle Bedrohung für den Imperialismus darstellt und innerhalb der Logik des Kapitalismus selbst nicht gelöst werden kann.
  3. Wer profitiert davon, was wollen sie erreichen und warum wird die klimapolitische Panikmache vorangetrieben? Dies wird deutlich, wenn man anerkennt, dass der bürgerliche Staat nicht neutral ist, dass die Macht konzentriert ist und die Politik von elitären Netzwerken der Inhaber von akkumuliertem Monopolkapital bestimmt wird.

Missbrauch der wissenschaftlichen Methode

Als Marxisten gründen wir unsere Sichtweise auf die materielle Realität und lehnen Idealismus und spekulative Annahmen ab. Alarmistische Behauptungen über den CO₂‐​bedingten Klimawandel müssen streng nach der wissenschaftlichen Methode bewertet werden. Diese Methode folgt einer klaren Abfolge: Beobachtung → Hypothese → Vorhersage → Verifizierung oder Falsifizierung. Einfach ausgedrückt bedeutet dies, die reale Welt zu beobachten, eine Erklärung vorzuschlagen und zu prüfen, ob diese zu genauen Vorhersagen führt. Wenn die Vorhersagen wiederholt mit der Realität übereinstimmen, wird die Erklärung bestätigt; wenn sie versagen, muss sie neu bewertet oder verworfen werden, ganz gleich, wie überzeugt oder maßgeblich ihre Befürworter erscheinen mögen.

Die Wissenschaft schreitet durch falsifizierbare Beweise und reproduzierbare Ergebnisse voran, nicht durch den Appell an Konsens, Ideologie oder Modellannahmen, die immer wieder daran scheitern, mit der beobachtbaren Realität übereinzustimmen. Der erste Punkt meiner Argumentation ist, dass die wissenschaftliche Methode missbraucht wird: Alarmistische Hypothesen haben wiederholt die Überprüfung nicht bestanden. Jahrzehntelang vorhergesagte Katastrophen sind nicht eingetreten, dennoch wird von uns nun verlangt, an die Hypothese einer Katastrophe bei Erreichen der willkürlich festgelegten 1,5 °C‑Grenze zu glauben.

Der Fehlschluss der willkürlichen 1,5 °C‑Obergrenze

Klimapessimisten stellen eine Erwärmung um 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau häufig als eine unüberwindbare »rote Linie« dar, deren Überschreitung die Menschheit unter keinen Umständen zulassen darf. Doch dieser Schwellenwert ist völlig willkürlich: Er leitet sich nicht aus empirischen Belegen ab, die einen plötzlichen, katastrophalen Wendepunkt genau bei dieser Temperatur belegen. Historische und paläoklimatische Aufzeichnungen zeigen, dass die menschliche Zivilisation natürliche Temperaturschwankungen, die weit über diese Grenze hinausgingen, überstanden und sogar davon profitiert hat.

Die Fixierung auf 1,5 °C dient einem ideologischen und politischen Zweck: Sie wird genutzt, um dringende wirtschaftliche Eingriffe auf globaler Ebene im Rahmen der Netto‐​Null‐​Agenda zu rechtfertigen. Indem sie eine Zahl so darstellen, als sei sie wissenschaftlich unantastbar, erwecken Alarmisten den Eindruck präziser wissenschaftlicher Autorität, während sie die dem Klimasystem innewohnende Unsicherheit und Komplexität verschleiern. Ein richtiger wissenschaftlich‐​materialistischer Ansatz muss anerkennen, dass kein einzelnes, willkürliches Temperaturziel eine rationale Politik diktieren kann, insbesondere wenn es die zukünftige Möglichkeit der Aufrechterhaltung einer industriellen Wirtschaft bedroht. Die Beweise vor Ort und aus dem Weltraum betrachtet erzählen eine ganz andere Geschichte.

Eine empirische Widerlegung

Der schwedische Wissenschaftler Svante Arrhenius veröffentlichte 1896 eine Abhandlung, in der er voraussagte, dass eine Verdopplung des CO₂‐​Gehalts in der Atmosphäre die globalen Durchschnittstemperaturen um 4 – 6 °C ansteigen lassen könnte. Im Gegensatz zu heutigen Klimaalarmisten sah Arrhenius diese Erwärmung als potenziell vorteilhaft an, da sie die Ernteerträge steigern und ein blühendes Pflanzenleben sowie die Vitalität der Ökosysteme fördern würde. Seine Vorhersage hat sich seitdem empirisch bestätigt.

Wenn steigende CO₂‐​Konzentrationen und Temperaturen der Biosphäre tatsächlich schaden würden, müssten wir mit einer weitreichenden Verschlechterung der ökologischen Verhältnisse rechnen. Stattdessen zeigen Satellitenaufnahmen, dass die Vegetation weltweit von 1980 bis 2023 stetig zugenommen hat und sich der Planet im Laufe der Zeit immer stärker begrünt hat. Höhere CO₂‐​Konzentrationen haben die Photosynthese direkt angeregt, was zu einem messbaren Anstieg der pflanzlichen Biomasse geführt hat. Der Anstieg des CO₂‐​Gehalts ist keineswegs schädlich, sondern stellt einen wesentlichen Vorteil für die Biosphäre dar, da er die Ernteerträge, die landwirtschaftliche Produktivität und die Ernährungssicherheit fördert. Die moderate Erwärmung und die höheren CO₂‐​Werte, die wir heute beobachten, stärken die menschliche Zivilisation und die ökologische Gesundheit, anstatt sie zu bedrohen.

Die folgende Grafik zeigt die CO₂‐​Konzentration und die Temperaturwerte auf einer geologischen Zeitskala; die CO₂‐​Konzentration im Jahr 1850 ist markiert. Hierbei ist zu beachten, dass der Wert von 280 ppm die niedrigste Konzentration seit 570 Millionen Jahren darstellte. Sollte die CO₂‐​Konzentration in der Atmosphäre jemals auf etwa 150 ppm sinken, würde der Prozess der Photosynthese versagen. Dadurch würde die biologische Grundlage untergraben, auf der komplexes Leben auf der Erde einschließlich der menschlichen Zivilisation beruht.

Diese Grafik verdeutlicht die Komplexität des Erdklimas und dessen ungewisse Beziehung sowohl zu den CO₂‐​Werten als auch zu den Temperaturen. Beachten Sie, dass Eiszeiten bei CO₂‐​Werten von über 5000 ppm auftraten. Beachten Sie auch, dass die Erde über gut 200 Millionen Jahre hinweg keine arktische Eiskappe hatte. Wie können Befürworter der Klimapaniemacherei die Phasen erklären, in denen eine negative Korrelation zwischen steigenden CO₂‐​Werten und sinkenden Temperaturen bestand?

Kleine linke Klimaserie (I): Wissenschaftliche Aussagen im Unterschied zu allgemeinverständlichen Aussagen

Der wahre Charakter der CO₂‐​Alarmisten lässt sich nicht an ihrer Rhetorik, sondern an ihrem Verhalten ablesen. Immer wieder stehen ihre Taten im Widerspruch zu ihren erklärten Grundsätzen und entlarven so die Heuchelei hinter dem Schlagwort »gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse«. Im Jahr 2025, im Vorfeld der COP 30 in Belém, Brasilien, wurde ein 13 km langer Abschnitt des geschützten Amazonas‐​Regenwaldes gerodet, um Platz für eine Autobahn zu schaffen, während die Delegationen in Privatjets eintrafen. Die Eliten ignorieren die Regeln, die sie allen anderen auferlegen wollen. Dies sind keine bloßen Unstimmigkeiten oder Ausnahmen, sondern verräterische Verhaltensweisen. Sind das die Handlungen von Menschen, die wirklich an ihre eigene Erzählung glauben?

Zack Polanski, Vorsitzender der Grünen Partei von England und Wales, sprach sich kürzlich gegen den geplanten Bau eines Kernkraftwerks in Hartlepool aus. Warum also lehnen die Grünen CO₂‐​freie Energie ab? Weil man eine Industriegesellschaft nicht mit erneuerbaren Energien betreiben kann, die nur in geringer Dichte verfügbar und wetterabhängig sind, wohl aber mit Kernkraft. Die Wahrheit ist, dass sowohl Wind‐ als auch Solarparks ohne massive, fortlaufende staatliche Subventionen wirtschaftlich nicht rentabel wären. Diese »Small is beautiful«-Mentalität wurde perfekt in einem Zitat von Karl Kraus eingefangen: »Der Fortschritt feiert Pyrrhussiege über die Natur.« Die Grünen tun so, als wäre dies wörtlich wahr, indem sie industrielle und technologische Errungenschaften behandeln, als wären sie Verbrechen, die rückgängig gemacht werden müssen. Tatsächlich fungiert der Klimapanikmache als säkulare Bewegung, die den bevorstehenden Zusammenbruch der modernen Zivilisation verkündet – eine pseudowissenschaftliche Form des millenaristischen Denkens.

Krise der Überproduktion

Die wissenschaftliche Argumentation rund um CO₂ stellt einen Missbrauch der wissenschaftlichen Methode dar, mit dem eine kontrollierte Zerstörung der Produktionskapazitäten in der Wirtschaft gerechtfertigt wird. Damit wird eine Krise verschleiert, die aufgrund der inneren Logik des Kapitalismus unüberwindbar ist: das Problem der Überproduktion. Das imperialistische Wirtschaftssystem steht heute vor seiner schlimmsten Überproduktionskrise aller Zeiten. Sie wird durch die digitale Revolution und die Automatisierung beschleunigt und ist noch gravierender als die Krise während der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre.

Ein Gespräch aus den 1930er Jahren in einer Bergarbeiterhütte, zitiert in Political Economy – A Beginner’s Course (Politische Ökonomie – Ein Kurs für Anfänger) von A. Leontiew, verdeutlicht die Absurdität der Überproduktion im realen Leben:

»Der Sohn eines Bergarbeiters fragte seine Mutter: ›Warum machst du kein Feuer? Es ist so kalt.‹

›Weil wir keine Kohle haben. Dein Vater ist arbeitslos, und wir haben kein Geld, um Kohle zu kaufen.‹

›Aber warum hat er keine Arbeit, Mutter?‹

›Weil es zu viel Kohle gibt.‹ «

Dies veranschaulicht die Irrationalität des Kapitalismus. Es gibt einen Überfluss an Kohle, den der Markt nicht gewinnbringend aufnehmen kann, also wird die Produktion eingestellt und die Arbeiter bleiben ohne Arbeit, ohne Lohn und ohne Heizung. Überproduktion ist Armut inmitten des Überflusses, ein wesensmäßiges Merkmal des Kapitalismus, ein Phänomen, das unter keiner anderen Produktionsweise bekannt ist.

Der Kapitalismus sprengt ständig seine eigenen Grenzen. Es werden mehr Waren produziert, als verkauft werden können. Die Arbeiter schaffen mehr Wert, als sie an Lohn erhalten, können also nicht alles zurückkaufen, was sie produzieren. Ein Teil des Mehrwerts, der aus ihrer unbezahlten Arbeitszeit gewonnen wird, wird als Profit einbehalten; ein Teil dieses Profits wird nicht wieder in die Wirtschaft zurückgeführt, was schließlich zu einer Überproduktion führt: Lagerhäuser quellen über, die Produktion wird eingestellt und Arbeiter werden entlassen. Dies ist der dem Kapitalismus innewohnende Widerspruch, die Ursache für wiederkehrende Überproduktionskrisen.

Ein Klassenprojekt

Wer profitiert von der Dekarbonisierungsagenda? Die Erklärung der CO₂‐​Alarmisten ist keine objektive wissenschaftliche Hypothese; es handelt sich um eine auf Angst basierende Erzählung, die dazu dient, ein Klassenprojekt zu rechtfertigen. Hier geht es im Grunde genommen um Machtverhältnisse, denn der Kapitalismus als Produktionsweise basiert auf Machtverhältnissen. Die Dekarbonisierung wird als kontrollierter Abbau der Produktivkräfte fungieren, der darauf abzielt, die industriellen und landwirtschaftlichen Kapazitäten zu verringern. Netzwerke elitärer Institutionen treiben diese Agenda voran – ultrareiche Akteure, die kein Wirtschaftswachstum oder Gewinne benötigen, sondern lediglich ihre Kontrolle behalten wollen. Wirtschaftlicher Rückgang ist für sie keine Bedrohung, sondern das Ziel.

Die Umweltbewegung entstand nicht in Isolation. Das Rockefeller‐​Netzwerk (umfassend beschrieben von Jacob Nordangard in Rockefeller – Controlling the Game) spielte eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der frühen Umweltpolitik, indem es den Bericht Die Grenzen des Wachstums des Club of Rome finanzierte und die Trilaterale Kommission gründete. Die Agenda zu planetarischen Grenzen, Ressourcenknappheit, Bevölkerungsdruck und globaler Governance wurde in elitären politischen Kreisen entwickelt und vorangetrieben, lange bevor sie in die Mainstream‐​Politik Einzug hielt. Ab Mitte der 1980er Jahre begann der Rockefeller Brothers Fund »offen, Organisationen und Wissenschaftler zu finanzieren, die daran arbeiteten, den Klimawandel zu einem politischen Thema zu machen (Nordangard, S. 137 – 138).« Dies verdeutlicht, dass die Sprache der planetarischen Krise nicht organisch von unten entstanden ist; sie wurde von Eliten formuliert und als allgemein anerkannte Weisheit weitergegeben, durch die Mainstream‐​Medien verbreitet und von großen Umwelt‐​NGOs, insbesondere Greenpeace und Friends of the Earth, verstärkt. Dies ist ein Klassenprojekt.

Diese transnationalen Elitenetzwerke sind nicht verschwunden; sie haben sich weiterentwickelt. Die Geschichte der Rockefellers zeugt von einem dokumentierten, über Generationen hinweg bestehenden Bekenntnis zu malthusianischen Ideen, zur Überbevölkerung und zur Steuerung der Menschheit im Rahmen vermeintlicher planetarischer Grenzen. Diese Sichtweise endete nicht mit dem Club of Rome. Sie setzt sich in heutigen Foren fort, in denen Milliardäre, Unternehmenschefs und politische Entscheidungsträger die Richtung vorgeben. Das Weltwirtschaftsforum bringt sie zusammen, um die Dekarbonisierungsagenda zu koordinieren, während die Vereinten Nationen über Gremien wie den Weltklimarat globale Rahmenbedingungen schaffen, die dann von den Regierungen übernommen werden. Sie finanzieren Forschung, legen wissenschaftliche Prioritäten fest und lenken die politische Kommunikation, die von ihren nützlichen Idioten in der grünen Bewegung begeistert propagiert wird. Abweichende Stimmen werden beiseitegeschoben, und der Slogan »Die Wissenschaft ist sich einig« wird wie ein Mantra wiederholt. Das Ergebnis ist eine weitere Deindustrialisierung, eine Degrowth‐​Agenda, die einer Logik folgt, die nur in eine menschenfeindliche malthusianische Richtung führen kann.

Die alarmistische Agenda steht im Einklang mit einem der Ziele des Imperialismus, nämlich die unabhängige wirtschaftliche Entwicklung im gesamten Globalen Süden zu bremsen, wie Präsident Obama in einer Rede in Afrika im Juni 2013 zweifelsfrei deutlich machte: »Letztendlich wird der Planet überkochen, wenn jeder seinen Lebensstandard so weit anhebt, dass jeder ein Auto, eine Klimaanlage und ein großes Haus besitzt.«

Eine politische Kehrtwende wird unvermeidlich sein

Es gibt zwei Gründe, warum die Klimapolitik entweder aufgegeben oder drastisch zurückgefahren werden muss.

Der erste Grund sind die Spaltungen innerhalb der herrschenden Klasse, die erklären, warum es unter den Kapitalisten der unteren Ebenen wachsenden Widerstand gegen die Netto‐​Null‐​Agenda gibt. Dieser Teil der herrschenden Klasse ist für sein Überleben auf Gewinne und Wirtschaftswachstum angewiesen und findet seinen politischen Ausdruck in Persönlichkeiten wie Donald Trump in den Vereinigten Staaten und Nigel Farage in Großbritannien. Sie können keine Politik unterstützen, die bewusst industrielle Kapazitäten abbaut und die Energiekosten in die Höhe treibt. Dieser Widerstand findet wachsende Unterstützung innerhalb einer Arbeiterklasse, die mit steigenden Rechnungen und sinkendem Lebensstandard zu kämpfen hat. Wenn sie beginnen, die Zusammenhänge zu erkennen – Stahlwerksschließungen, die Erschöpfung der Nordseeölvorkommen –, entpuppen sich die Netto‐​Null‐​Agenda der Dekarbonisierung und die erneuerbaren Energien als gesteuerter Niedergang, als der grüne Weg zum Degrowth.

Der zweite Grund ist geopolitischer Natur. China, Russland, die BRICS‐​Staaten und der Großteil des Globalen Südens werden ihr Wirtschaftswachstum nicht opfern, um einen imperialistischen Kern zu beschwichtigen, der für den Großteil der historischen CO₂‐​Emissionen weltweit verantwortlich ist. Sie werden ihre industrielle Basis weiter ausbauen und ihre wirtschaftliche Souveränität behaupten, ungeachtet empirisch unbewiesener Vorhersagen einer Klimakatastrophe. Der imperialistische Kern kann sich eine einseitige Schrumpfung nicht leisten, während nicht‐​imperialistische Länder – Rivalen in einem sich verschärfenden hybriden Krieg – ihre Produktionskapazitäten weiter ausbauen. Strategische Industrien – Stahl, Chemie, Düngemittel und Rüstungsproduktion – dürfen nicht verkümmern, ohne dass dadurch ernsthafte Risiken für die nationale Sicherheit entstehen. Die Fortsetzung der Netto‐​Null‐​Agenda wird das wirtschaftliche Gravitationszentrum weiter nach Osten verlagern und damit die strategischen Interessen der Imperialisten untergraben. Die geopolitische Realität wird sich letztendlich durchsetzen und die Imperialisten zwingen, sich den Grenzen der Dekarbonisierung zu stellen. Dies wird eine politische Kehrtwende unvermeidlich machen.

Zugzwang

Seit 2008 stagniert die imperialistische Wirtschaft. Die koordinierte Defizitfinanzierung durch die Zentralbanken hat den Zusammenbruch lediglich hinausgezögert. Traditionelle Maßnahmen – kleine regionale Kriege, militärische Interventionen, die Verschärfung von Plünderung und Ausbeutung – haben die Krise zwar hinausgezögert, können sie aber nicht lösen. Angesichts der letzten großen Überproduktionskrise bestand die Lösung in der massiven Zerstörung der Produktivkräfte während des Zweiten Weltkriegs. Während der Kriegstrieb der Imperialisten so stark ist wie eh und je, ist die Existenz von Atomraketen das Einzige, was einen heißen Dritten Weltkrieg verhindert.

Heute befindet sich das imperialistische Wirtschaftssystem im Zugzwang, einem Begriff aus dem Schach, der bedeutet, dass alle möglichen Züge zum Scheitern führen. Jeder mögliche Ausweg aus der Überproduktionskrise ist blockiert oder zum Scheitern verurteilt – Weltkrieg, klimapolitische Dekarbonisierung. Das imperialistische Drehbuch weiterzuverfolgen hieße, nichts zur Bewältigung der Krise zu unternehmen und in eine noch tiefere Krise abzurutschen, was den wirtschaftlichen Niedergang beschleunigen würde. Sie haben keinen Ausweg; das imperialistische Wirtschaftssystem ist in einem Zugzwang gefangen.

Es gibt eine rationale, das Wachstum fördernde Alternative: den Sozialismus

Es gibt eine Alternative, die alle oben untersuchten Probleme überwindet: den Sozialismus. Eine rational geplante sozialistische Wirtschaft würde den Ausbau der Produktivkräfte priorisieren, das Wirtschaftswachstum fördern, frei von den Zwängen der Anarchie der kapitalistischen Produktion. Dabei würde sie die idealistischen Spekulationen des pseudowissenschaftlichen Klimaalarmismus zurückweisen und dessen Dekarbonisierungsagenda ablehnen, die mit ihrem Angriff auf die industriellen und landwirtschaftlichen Kapazitäten zu Degrowth und zur Logik des Malthusianismus führt.

Die Logik der Zerstörung der Produktivkräfte in Zeiten einer systemischen Krise ist nicht neu. Folgende Passage, die 1934 im Zuge des aufkommenden Faschismus veröffentlicht wurde, ist auch heute noch von frappierender Aktualität. Sie legt die Folgen des Produktionsrückgangs inmitten der sich verschärfenden Überproduktionskrise und des imperialistischen Drangs zum Krieg offen. Wenn das imperialistische Wirtschaftssystem schließlich zusammenbricht, stehen wir vor einer unerbittlichen Wahl: Sozialismus oder Barbarei. In diesem Zusammenhang hat R. Palme Dutt die beständige Logik des Imperialismus in der Krise auf den Punkt gebracht:

»Zwei Alternativen, nur zwei, stehen der heutigen Gesellschaft im gegenwärtigen Entwicklungsstadium der Produktivkräfte und der gesellschaftlichen Organisation gegenüber. Die eine besteht darin, die Entwicklung der Produktivkräfte zu ersticken, um die Klassengesellschaft zu retten, den materiellen Reichtum zu vernichten, Millionen von „überflüssigen“ Menschen im langsamen Verfall des Hungers und im schnellen Feuer des Krieges zu vernichten, die Arbeiterbewegung mit grenzenloser Gewalt niederzuschlagen, die Entwicklung von Wissenschaft, Kultur, Bildung und Technik aufzuhalten, zu primitiveren Formen begrenzter, isolierter Gesellschaften zurückzukehren und so für eine Weile die Herrschaft der besitzenden Klassen auf Kosten einer Rückkehr zur Barbarei und des sich ausbreitenden Verfalls zu retten.«

R. Palme Dutt – Fascism and Social Revolution, S. 44

Das englische Original erschien bei Class Consciousness Project, Titel hier leicht verändert

Bild: Von Deutsche Fotothek‎, CC BY‐​SA 3.0 de, https://​commons​.wikimedia​.org/​w​/​i​n​d​e​x​.​p​h​p​?​c​u​r​i​d​=​6​4​7​0​282

4 thoughts on “Eine materialistische Widerlegung des Schwindels vom menschengemachten Klimawandel

  1. Das religiöse Projekt des menschengemachten CO2‐​Klimawandels ist echt faszinierend.
    So bringt man die bildungsneutrale Bevölkerung im Westen dazu, den eigenen Niedergang auch noch zu feiern, weil man sich als Sieger auf diesem Kreuzzug zur Rettung des Klimas fühlt. Dass noch niemand das Klima gesehen hat, stört dabei keinen.

  2. Weil ich das hier an einen PR‐​Troll auf Overton verschwendet habe gebe ich es hier noch als Anregungen für Interessierte wieder:

    CO2 hat nichts aber auch gar nichts mit einer Erderwärmung zu tun. Denn Wassermoleküle sind tausendfach mehr in der Atmosphäre vorhanden als CO2‐​Moleküle und Wassermoleküle haben MEHR Absorptionsbande als CO2 und Wasser deckt die CO2‐​Bande weitgehendst ab.

    Wasser ist der Elefant in der Atmosphäre, und CO2 ist höchstens der Floh. Und nein, der Floh bringt den Elefanten nicht zum tanzen. Es juckt den Elefanten nicht einmal, dass da ein Floh ist.

    Hier schön zu sehen:

    h#ttps://fe-lexikon.info/lexikon/absorptionsbande

    Für die einzige CO2‐​Bande[*], die nicht mit Wasser‐​Banden zusammenfällt gilt:

    „Kohlendioxid absorbiert langwellige elektromagnetischen Strahlung in unterschiedlichen Wellenlängenbereichen. Es gibt zwei relevante CO2‐​Absorptionsbanden (bei 4,3[*] und 14,7 Mikrometer (µm)), wovon eine im Zentralbereich – im Wellenlängenbereich in der Mitte der Bande – tatsächlich schon weitgehend gesättigt ist. Dies gilt aber nicht für die Flankenbereiche, also für die Wellenlängen an den Flanken der Bande. Um dies zu erkennen, sind allerdings äußerst genaue Messungen notwendig, die nur von entsprechend eingerichteten Instituten mit der erforderlichen Präzision durchgeführt werden können. “

    Also die CO2‐​Bande, die nicht vom Wasser abgedeckt wird, nämlich die bei 4,3 Mikrometer (µm) ist schon weitgehend gesättigt, das heißt, weitere Konzentrationsznahmen sind fast unmerklich. Und um dort Unterschiede überhaupt feststellen zu können sind „äußerst genaue Messungen notwendig“ was soviel heißt wie: der Effekt ist so gut wie fast nicht nachweisbar. Und das heißt automatisch: der Effekt hat so gut wie keinen, also nur marginalen, Einfluss auf irgendwas, sowohl auf Messgeräte – als auch auf das Klima.

    Übrigens kann man an der Wikiblödia‐​Grafik auf

    h#ttps://fe-lexikon.info/lexikon/absorptionsbande

    sehr gut sehen, dass da was nicht stimmt.

    Es ist völlig klar, dass der Energiehaushalt der Erde – eingehende Strahlungsenergie, ausgehende Strahlungsenergie – weitgehend ein Nullsummenspiel sein muss. Sonst würde sich die Erde ständig erwärmen oder abkühlen, aber wir beobachten ein dynamische Fließgleichgewicht der Energieströme. Wenn es Ungleichheiten gibt, dann sind sie minimal und nur über lange Zeiträume wirksam.

    Wenn man aber das Digaramm »Radiation Transmitted by the Atmosphere« und darin das oberste Diagramm »Incoming solar radiation« und »Outgoing thermal radiation« anschaut, erkennt man auf den ersten Blick, dass das Integral der »Spectral intensity« der »Outgoing thermal radiation« nicht dem Integral von »Incoming solar radiation« entspricht. (das Integral ist in dem Fall einfach die Fläche der Einfärbungen, die rote Fläche ist offensichtlich größer als die violette Fläche).

    Nun ist die »spectral intensity« nicht gleichbedeutend mit dem damit verbundenen Wärmetransport. Klar. Aber eigentlich müsste der dargestellt werden. ZB transportiert Rot und das nahe Infrarot viel intensiver Wärme als alle anderen Spektralbereiche. (Kennt jeder von den roten Wärmelampen die oft über dem Fleischkäse aufgehängt sind, zB)

    Damit die Grafik etwas über die Verhältnisse aussagen würde müssten die Frequenzbereiche nach ihrer Wärmetransport‐​Fähigkeit gewichtet werden.
    (UV transportiert zB so gut wie gar keine Wärme, fernes IR wohl auch kaum bis garnicht)

    Das bedeutet aber, dass diese sehr häufig verwendete »Standardbild« im Zusammenhang mit »Treibhauseffekt« eben gar nicht die Verhältnisse der Wärmeströme darstellt, sondern verzerrt. Und wie man das ja kennt: mit Absicht.

    Also so, dass die Verzerrung der Darstellung die Agenda unterstützt.

    Wir werden sowas von verarscht!

    1. Man kann es sogar auf der Seite des DWD im Lexikon lesen, warum die Troposphäre eben genau so heisst. Weil eben IR‐​Strahlungsvorgänge nicht den signifikanten Energietransport darstellen, sondern die Luftbewegungen. Die IR‐​Strahlung kommt nur beim Strahlungsnebel mal zur Geltung.

  3. Nachtrag: Die Theorie von Arrhenius jat sich empirisch nicht bestätigt. Er hatte eine CO2‐​Schicht in 5km Höhe postuliert, die IR reflektieren soll. Zur Zeit der Aufstellung dieser Theorie war noch nie ein Mensch in dieser Höhe gewesen und der Verlauf des Luftdruckes mit der Höhe war wohl auch noch nicht bekannt.

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