Vom Sieg zur Niederlage: Chinas sozialistischer Weg und die kapitalistische Kehrtwende (Teil III)

Vorwort der Redaktion

Die Redaktion hat sich zur schrittweisen Übersetzung der als Antwort auf Fragen aus der Arbeiterbewegung konzipierten Abhandlung Pao‐​yu Chings über den Sieg und die Niederlage des Sozialismus in China entschieden, weil sie konzise und konzentriert auf wesentliche Fragen eingeht, die zur Beurteilung Chinas entscheidend sind. Die Abhandlung wurde 2019 beim maoistischen Verlag Foreign Languages Press veröffentlicht. Die Beteiligung Chinas an der 2020 einsetzenden Seucheninszenierung hat innerhalb der kritisch gebliebenen Linken für viele Diskussionen hinsichtlich der Einschätzung Chinas vor allem im linken antiimperialistischen Kontext gesorgt. Die Debatte setzt sich fort bezüglich der Frage zur Rolle der BRICS und dem Diskurs über die Entstehung einer »multipolaren Welt« oder der Rolle Chinas hinsichtlich Syriens oder des Genozids in Gaza. Dabei wird nicht selten die Ansicht vertreten, dass China nach wie vor ein sozialistisches Land sei. Mit der Veröffentlichung von Chings Abhandlung soll die Debatte sowohl angestoßen als auch vertieft werden, denn eine akkurate Einordnung Chinas erweist sich als zunehmend dringlicher, um angemessene Analysen, Taktiken und Strategien in aktuellen antiimperialistischen Kämpfen zu formulieren. Ergänzungen, Erwiderungen, übersetzte Studien oder eigene Beiträge sind daher gerne bei der Redaktion einzureichen, um diese nicht unwichtige Debatte zu befördern. Mit Jan Müllers und Wu Bus Broschüren und Artikeln liegen zudem bereits einige fundierte Analysen vor. Inzwischen liegt die Abhandlung Chings als Broschüre vor.

Inhalt

Einführung

Frage I: Karl Marx rechnete damit, dass die sozialistische Revolution zuerst in den Ländern stattfinden würde, in denen der Kapitalismus ein fortgeschritteneres Stadium erreicht hatte. Warum fand die sozialistische Revolution zuerst in Russland und dann in China statt, wo sich der Kapitalismus erst im Anfangsstadium der Entwicklung befand?

Frage II: Wie können wir feststellen, ob Chinas Entwicklung von 1956 bis 1978 sozialistisch war?

Frage II a: Wie haben sich die Produktionsverhältnisse im staatlichen Industriesektor verändert?

Frage II b: Wie haben sich die Produktionsverhältnisse im Kollektiveigentum befindlichen Agrarsektor verändert?

Frage III: Wie hat sich der Überbau von 1949 bis 1978 von feudal und kapitalistisch zu sozialistisch verändert und wie wichtig war die Kulturrevolution für diesen Wandel?

Frage IV: Was waren weitere Errungenschaften während der sozialistischen Entwicklung Chinas?

Frage V: Wie sah Chinas sozialistische Entwicklungsstrategie aus? Wie unterschied sich Chinas sozialistische Entwicklung von der kapitalistischen Entwicklung in kolonialen und halbkolonialen Ländern?

Frage VI: Mit welchen Herausforderungen und Schwierigkeiten war China während des sozialistischen Aufbaus konfrontiert?

Frage VII: Was ist mit China und dem chinesischen Volk nach der Machtübernahme durch die Konterrevolutionäre im Jahr 1976 geschehen?

Schlussfolgerung

Frage III: Wie hat sich der Überbau von 1949 bis 1978 von feudal und kapitalistisch zu sozialistisch verändert und wie wichtig war die Kulturrevolution für diesen Wandel?

Da Ausbeutung sowohl in feudalen als auch in kapitalistischen Gesellschaften existiert, muss es eine diese unterstützende politische Struktur geben sowie ein entsprechendes diese rechtfertigendes Kultur‐ und Wertesystem. China blickt auf eine sehr lange Geschichte des Feudalismus zurück, sodass die feudale Ideologie tief verwurzelt war und das Denken und Handeln der Menschen dominierte. Selbst heute noch sind Überreste der feudalen Ideologie vorhanden. Die Revolution von 1949 stellte die chinesische Gesellschaft auf den Kopf und erschütterte die feudale Ideologie in ihren Grundfesten. Die Landreform und die anschließende Kollektivierung der Landwirtschaft zerstörten nicht nur die feudale Wirtschaftsgrundlage, sondern stellten auch die feudale Ideologie grundlegend in Frage. Diese rechtfertigte, dass eine kleine privilegierte Gruppe gewaltsam die Früchte der Arbeit anderer Menschen an sich riss. Sie stellte auch die unterdrückerische patriarchalische Feudalkultur in Frage, die jedem Menschen seinen Platz in der Gesellschaft nach einer vorgegebenen Ordnung zuwies.

Wie in Frage II a dargelegt, strebte der Staat mit der Übernahme der Industrieunternehmen eine Veränderung der Produktionsverhältnisse an, indem er die Warenproduktion und die Arbeitskraft als Ware abschaffen wollte. Die Arbeiter in den staatlichen Unternehmen erhielten ihre Löhne und Sozialleistungen direkt vom Staat. Während die Industriearbeiter in den kapitalistischen Ländern hart für den Achtstundentag, Lohnerhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen kämpfen mussten, erhielten die Arbeiter in den staatlichen Unternehmen all dies sofort von der neuen Regierung. In einer Gesellschaft mit einer so langen feudalen Vergangenheit konnte das Verhältnis zwischen den Arbeitern und der Kommunistischen Partei Chinas nicht umhin, noch Überreste feudaler Ideologie aufzuweisen. Da die Arbeiter in staatlichen Unternehmen alle die oben genannten Rechte und Vergünstigungen erhielten, waren sie, wie andere Empfänger von Wohltaten, relativ zufrieden und passiv. Sie waren der Partei und dem Staat dankbar für das, was sie erhielten, und glaubten, dass harte Arbeit für den Aufbau ihres Landes ein Teil ihrer Dankbarkeit war. Dies galt insbesondere für ältere Arbeiter, die die unglaublichen Unterschiede zwischen der Fabrikarbeit vor und nach der Befreiung vergleichen konnten. Die Dankbarkeit der Arbeiter gegenüber der Partei und dem Staat erstreckte sich auch auf die für die Fabrikverwaltung zuständigen Kader, von denen die überwiegende Mehrheit, insbesondere auf den höheren Ebenen, Mitglieder der Kommunistischen Partei waren.

Revolutionierung der industriellen Organisation

Wie bereits erwähnt, wäre eine der grundlegenden Veränderungen in den Produktionsverhältnissen in staatlichen Industrieunternehmen, nämlich die Abschaffung der Arbeitskraft als Ware, nicht möglich gewesen, wenn sich nicht auch die Beziehungen zwischen den Kadern und den Arbeitern in den Fabriken grundlegend verändert hätten. Während der langen feudalen Geschichte Chinas hatten Regierungsbeamte immer absolute Autorität. Diese alte und überholte Ideologie hatte in der neuen Gesellschaft Bestand und konnte von den Machthabern leicht manipuliert werden, um ihre Kontrolle wiederherzustellen. Nach der Übertragung des Eigentums hatten die den Staat repräsentierenden Kader viel Macht und Autorität. Die Arbeiter stellten sie oft nicht in Frage oder forderten sie heraus. Die neuen Kader unterschieden sich zwar deutlich von den alten Managern vor der Befreiung; sie bemühten sich in vielerlei Hinsicht, die Interessen der Arbeiter zu wahren. Doch trotz der Tatsache, dass die Arbeiter (wie die Bauern und andere Massen) an den Massenbewegungen der Kommunistischen Partei Chinas in den 1950er und frühen 1960er Jahren teilnahmen, war ihr Klassenbewusstsein noch nicht voll entwickelt. Die Arbeiter waren sich weder bewusst, dass die Veränderungen in den Produktionsverhältnissen nach der rechtlichen Übertragung des Eigentums an den Staat nicht garantiert waren, noch waren sie sich bewusst, dass der politische Kampf auf den höchsten Ebenen der Partei weiterging – dessen Ausgang die Richtung des Übergangs bestimmen würde. Zwar ging die Demokratie am Arbeitsplatz schon vor der Kulturrevolution weit über die in westlichen Fabriken hinaus, da die Arbeiter durch ihre Festanstellung ihren Arbeitsplatz in den Fabriken sicher hatten, doch stellten die Arbeiter vor der Kulturrevolution die Autorität der Kader in den Fabriken nicht ernsthaft in Frage.

Mit dem Anstieg der industriellen Produktion und der Zahl der Industriearbeiter in den 1950er Jahren wurden die Arbeitsvorschriften und Produktionsprozesse in den Fabriken immer strenger. Die Arbeitsteilung innerhalb der Fabriken spiegelte die gesellschaftliche Arbeitsteilung wider. Absolventen von Universitäten und technischen Hochschulen entwarfen die Produkte, entwickelten die Technologie und legten die Arbeitsprozesse fest. Kader leiteten die Betriebe und trafen die meisten Entscheidungen. Diese wurden von den Arbeitern selten in Frage gestellt. Mao erkannte, dass sich bei einer Fortsetzung dieser Entwicklung allmählich eine Machtpyramide bilden würde, die die Arbeiter daran hindern würde, irgendwann die Leitung der Fabriken zu übernehmen. Wenn die Arbeiter nicht für die Fabriken verantwortlich sein konnten, wie sollte man dann von ihnen erwarten, dass sie den Staat leiteten?

Als Arbeiter des Anshaner Metallkombinats 1960 Veränderungen in ihrem Betrieb einleiteten, nutzte Mao die Gelegenheit, um alle Fabriken aufzufordern, deren neue Regeln als Leitlinien für den Betrieb staatlicher Unternehmen zu übernehmen. Am 22. März 1960 nannte er diese neuen Regeln »Angang‐​Verfassung«. (Angang ist die Abkürzung für Anshang Eisen und Stahl.)

Die Angang‐​Verfassung bestand aus fünf Grundsätzen: (1) Die Politik muss das Sagen haben; (2) die Führung der Partei muss gestärkt werden; (3) es müssen energische Massenbewegungen ins Leben gerufen werden; (4) die Beteiligung der Kader an der Produktion und der Arbeiter an der Verwaltung muss systematisch gefördert werden und (5) alle unvernünftigen Regeln müssen reformiert werden, eine enge Zusammenarbeit zwischen Arbeitern, Kadern und Technikern muss gewährleistet und technische Innovationen müssen energisch gefördert werden.

Vor der Kulturrevolution fanden diese Richtlinien keine begeisterte Unterstützung bei den Arbeitern. Die Arbeiter genossen zwar die vom Staat gewährten Vorteile, bekamen aber nichts von dem Kampf innerhalb der Partei mit. Während Mao sich für mehr Kontrolle der Arbeiter in den staatlichen Fabriken einsetzte, befürwortete Liu Shaoqi eine Arbeitsreform, um ihnen ihren Status als festangestellte Arbeiter zu nehmen. Bereits in den 1950er Jahren begann Liu Shaoqi für das Arbeitsvertragssystem zu werben. Ein Aufsatz aus dem kürzlich erschienenen Handbuch zum Arbeitsvertragssystem enthüllt die Geschichte von Lius Versuchen, befristete Arbeitsverträge in staatlichen Fabriken einzuführen. Der Aufsatz beschreibt, wie Liu 1956 ein Team in die Sowjetunion entsandte, um dort das Arbeitssystem zu studieren. Nach seiner Rückkehr schlug das Team die Einführung eines Arbeitsvertragssystems nach sowjetischem Vorbild vor. Als die Änderungen jedoch umgesetzt werden sollten, begann der Große Sprung nach vorn, wodurch die Einführung dieses Modells unterbrochen wurde. Anfang der 1960er Jahre unternahm Liu erneut den Versuch, den Status der Festanstellung zu ändern, indem er ein »zweigleisiges System« einführte: Unternehmen sollten mehr Zeitarbeitskräfte und weniger Festangestellte beschäftigen, in den Bergwerken sollten Bauern als Zeitarbeitskräfte eingesetzt werden. Im Jahr 1965 verkündete der Staatsrat eine neue Verordnung zur Beschäftigung von Zeitarbeitern, wonach anstelle von festangestellten Arbeitern mehr Zeitarbeiter eingestellt werden sollten. Die Verordnung gab einzelnen Unternehmen auch die Befugnis, zugewiesene Lohnmittel zu verwenden, um festangestellte Arbeiter durch Zeitarbeiter zu ersetzen. Diesmal unterbrach die Kulturrevolution Lius Bemühungen um eine Reform des Arbeitssystems. Schließlich erhielten 1971 zahlreiche Zeitarbeiter einen festen Status.1

Nach Beginn der Kulturrevolution im Jahr 1966, als sich die chinesische Bevölkerung für einen gesellschaftlichen Wandel einsetzte, wurden die Prinzipien von Angang weit verbreitet, intensiv diskutiert und tatsächlich in die Praxis umgesetzt. Bis heute gehören die Grundsätze der Angang‐​Verfassung zu den radikalsten Leitlinien für die Umgestaltung der industriellen Organisation und der Produktionsprozesse in Fabriken.2 Während der Kulturrevolution wurden weitere wichtige Themen diskutiert, darunter materielle Anreize und Stücklöhne. Durch Diskussionen und Debatten erkannten die Arbeiter, dass materielle Anreize, die den Wettbewerb unter den Arbeitern förderten, nur zu Spaltungen führten und die Einheit der Klasse untergruben. Als die Fabrikregeln und ‑vorschriften offen diskutiert und debattiert wurden, wurde den Arbeitern mehr denn je bewusst, dass es an ihnen lag, die Welt, in der sie lebten, zu verändern. Dieses hohe Maß an industrieller Demokratie war es, das Charles Bettelheim 1971 bei seinem Besuch in chinesischen Fabriken beobachtete. Ausgehend von seinen Beobachtungen in den Fabriken und in der Gesellschaft schrieb Bettelheim im Vorwort seines Buches: »Durch Diskussionen und Kämpfe, an denen Millionen von Arbeitern und weite Teile der Bevölkerung beteiligt waren, wurde ein neuer Weg im Kampf für den Sozialismus eröffnet.«3

Reform des Bildungssystems

Die Revolutionierung der industriellen Organisation in Fabriken war eine wichtige Errungenschaft der Kulturrevolution. Eine weitere war die Reform des Bildungssystems. Während der langen Geschichte des Feudalismus war Bildung nur wenigen Privilegierten vorbehalten. Aus dieser langen Geschichte entwickelte sich ein Prüfungssystem, das dazu diente, einige wenige »qualifizierte« Intellektuelle für die herrschende Klasse auszuwählen. Großgrundbesitzerfamilien bezahlten Privatlehrer, um ihre Söhne auszubilden. Die Söhne mussten fleißig lernen und dann eine schwierige Prüfung ablegen; wenn sie bestanden, konnten sie Beamte im kaiserlichen Dienst werden. Durch dieses Auswahlsystem war die Landbesitzerklasse mit der herrschenden Klasse verbunden. Bildung als Weg zum sozialen Aufstieg war tief in der jahrtausendealten Feudalherrschaft und im Bewusstsein der einfachen Bevölkerung verwurzelt. Ebenso tief verwurzelt war die Trennung zwischen geistiger und körperlicher Arbeit. Wie Mencius so treffend sagte: »Diejenigen, die mit ihrem Verstand arbeiten, herrschen, und diejenigen, die mit ihren Muskeln arbeiten, werden beherrscht.«

Die moderne westliche Bildung fand Mitte der 1880er Jahre durch Missionsschulen und später durch Studenten, die in den Vereinigten Staaten und anderen westlichen Ländern ausgebildet worden waren, ihren Weg nach China. Gegen Ende der Qing‐​Dynastie wurde die erste Universität gegründet und das Prüfungssystem abgeschafft. Nach der Revolution von 1911 übernahm die Regierung viele Aspekte der modernen Bildung aus dem Westen, darunter die Bildungsstufen und die Dauer der einzelnen Stufen: sechs Jahre Grundschule, drei Jahre Mittelstufe, drei Jahre Gymnasium und vier Jahre Hochschule. Der Lehrplan auf den verschiedenen Stufen wurde geändert und umfasste nun moderne Naturwissenschaften, moderne Sprachen, Sozialwissenschaften, Psychologie und andere Fächer. In den 1930er Jahren erhielten jedoch nur etwa 15 Prozent der chinesischen Kinder eine Grundschulbildung und noch weniger besuchten eine weiterführende Schule. Die Hochschulbildung stand nur der extrem kleinen herrschenden Klasse in den städtischen Gebieten offen und war ein wichtiges Mittel, um zu Reichtum, Ruhm und Macht zu gelangen.

Als die Volksrepublik 1949 gegründet wurde, lag die Alphabetisierungsrate bei etwa 20 Prozent.4 Der Schwerpunkt der Bildung in den ersten Jahren der neuen Regierung lag auf der schnellen Erhöhung der Alphabetisierungsrate der Bevölkerung durch formale Schulbildung sowie durch Alphabetisierungskampagnen und die Einrichtung informeller Schulen, in denen den Menschen Lesen und Schreiben beigebracht wurde. Zwischen 1949 bis 1965 stieg die Zahl der Grundschüler von 45 Millionen auf 160 Millionen, die Zahl der Sekundarschüler von 2,3 Millionen auf 19,7 Millionen und die Zahl der Hochschulstudenten von 230.000 auf 930.000.5 Die Lehrpläne auf den verschiedenen Ebenen wurden grundlegend überarbeitet: Der westliche Einfluss wurde weitgehend durch sowjetischen ersetzt. Die Bildung in städtischen Gebieten war grundsätzlich kostenlos. Studenten mussten keine Studiengebühren mehr zahlen und erhielten zusätzlich ein monatliches Stipendium zur Deckung ihrer Lebenshaltungskosten. In diesem Sinne war Bildung nicht mehr auf diejenigen beschränkt, die es sich leisten konnten, sondern wurde auf junge Menschen aus anderen Gesellschaftsschichten ausgeweitet.

Die grundlegende Bildungsphilosophie blieb jedoch weitgehend unverändert und folgte weiterhin der alten Tradition. Obwohl in den ersten 16 Jahren der neuen Republik alle Schulstufen ausgebaut wurden, gab es eine starke Bevorzugung der städtischen Bevölkerung zulasten der ländlichen. Selbst in städtischen Gebieten waren Kinder aus Arbeiterfamilien benachteiligt, obwohl die Kosten für den Schulbesuch für sie kein Hindernis mehr darstellten. In den 1950er bis 1960er Jahren wurden die Leistungen der Schüler in den verschiedenen Schulstufen anhand von Testergebnissen bewertet. Über die Zulassung zur weiterführenden Schule und zur Hochschule entschied die Höhe der Punktzahl in der Aufnahmeprüfung. Es wurden »Schlüsselschulen« eingerichtet, um die besten Schüler anzuziehen. Durch ein internes Leistungssystem – ähnlich dem in US‐​amerikanischen Schulen – wurde ihre Zukunft weiter differenziert: Die Platzierung in den oberen Leistungszweigen der »Schlüsselschulen« garantierte ihnen fast einen Platz an den besten Universitäten, da sie so bessere Ergebnisse in den Aufnahmeprüfungen erzielen konnten. Die »Schlüsselschulen« verfügten über mehr Ressourcen, besser ausgebildete Lehrer und bessere Einrichtungen.6 Dieses auf Buchwissen basierende Wettbewerbssystem begünstigte stark Studenten aus intellektuellen Familien. Diese hatten mehr Bücher und Eltern, die besser in der Lage waren, ihren Kindern zu helfen, ihre Prüfungsergebnisse zu verbessern. Während Kinder aus Arbeiterfamilien benachteiligt waren, hatten Kinder aus Bauernfamilien noch geringere Chancen, eine weiterführende Schule zu besuchen; alle Hindernisse für den Zugang zur Universität waren fast unüberwindbar. Sowohl der Feudalismus als auch der Kapitalismus nutzen den von Arbeitern und Bauern geschaffenen Überschuss, um Eliten auszubilden, die sie dann wieder beherrschen. Wenn der Sozialismus dieses bekannte Muster fortsetzen würde, woher kämen dann die zukünftigen Führer der Arbeiterklasse?

Das Zulassungsverfahren und die Zulassungsstandards entsprachen nicht mehr den Anforderungen der neuen Gesellschaft, gleiches galt für den Lehrplan. Es wurde zu viel aus Büchern gelernt, wodurch oft veraltetes und irrelevantes Wissen vermittelt wurde, das nicht den dringenden Bedürfnissen der raschen industriellen und landwirtschaftlichen Entwicklung Chinas entsprach. Obwohl Mao die alten Formen der chinesischen Sprache sehr gut beherrschte, war er immer der Meinung, dass die traditionelle Form der Bildung die Neugier und Fantasie junger Menschen hemmte und kein nützliches Wissen vermittelte. Er hatte in seiner Jugend mehrmals die Schule abgebrochen und sich autodidaktisch ein breites und tiefes Wissen angeeignet, das selbst bekannte Gelehrte nicht erreichen konnten. Daher hatte Mao eine Voreingenommenheit gegenüber der Art der formalen Bildung, die an regulären Bildungseinrichtungen vermittelt wurde. Er sah Bildungsreformen als Schlüssel zum Erfolg beim Aufbau einer neuen sozialistischen Gesellschaft – nicht nur, damit junge Menschen nützliches Wissen für die Entwicklung der Wirtschaft erwerben konnten, sondern auch, um die Kluft zwischen geistiger und körperlicher Arbeit zu überbrücken. In den Hochschulen betrachteten jedoch die Schulverwaltungen und Fakultäten die Gestaltung der Lehrpläne als ihr Vorrecht – eine Rolle, die von niemandem in Frage gestellt werden durfte.

Während der Kulturrevolution standen mehrere grundlegende Fragen zur Reform des Bildungswesens im Raum. Erstens: Wer sollte zu höheren Bildungseinrichtungen zugelassen werden? Zweitens: Was sollte an diesen Schulen unterrichtet werden und wie sollte das in Büchern Gelernte mit der Praxis verbunden werden? Und drittens: Wie konnte das Bildungsangebot ausgeweitet werden, um mehr junge Menschen auf dem Land zu erreichen? Außerdem stellte sich die Frage nach dem Lernen außerhalb des Klassenzimmers und danach, ob die Dauer der formalen Bildung auf den verschiedenen Ebenen verkürzt werden sollte.

Die Bildungsreform löste während der Kulturrevolution große Begeisterung unter den jungen Rotgardisten aus. Der Schulunterricht wurde ausgesetzt, damit die Jugendlichen eine entscheidende Rolle bei der Umgestaltung des Bildungssystems spielen konnten.7 Die Bildungsreform sorgte an den Hochschulen für Aufruhr. Nach drei Jahren intensiver Kämpfe wurden die Zulassungsverfahren und ‑standards geändert und schriftliche Aufnahmeprüfungen abgeschafft. Nach dem Abitur arbeiteten junge Menschen entweder in Fabriken oder auf Bauernhöfen. Ihre Arbeitseinheiten entschieden, wer zur Weiterbildung an eine Schule geschickt wurde. Darüber hinaus wurden zahlreiche Abiturienten aus den Städten aufs Land geschickt, um dort zu arbeiten und aus der Produktion zu lernen. Die Lehrpläne wurden überarbeitet, um sie besser an die Bedürfnisse der Gesellschaft anzupassen. Körperliche Arbeit wurde als integraler Bestandteil des Lernens in den Lehrplan aufgenommen. Die Lehrkräfte der naturwissenschaftlichen und technischen Fakultäten der Universitäten begannen, Fabriken zu besuchen, um zu sehen, wie sie eine bessere Verbindung zwischen dem, was sie lehrten, und dem, was für die industrielle Entwicklung benötigt wurde, herstellen konnten. Währenddessen gingen die Lehrkräfte der agrarwissenschaftlichen Fakultäten in die Kommunen, um den Bauern zu helfen, ihre Anbaumethoden und Bodenbedingungen zu verbessern, neues Saatgut zu entwickeln und Schädlinge zu bekämpfen.

Trotz der fortwährenden Lügen der kapitalistischen Reformer über den »zehnjährigen Verlust« in Chinas Hochschulwesen gab es sowohl in der Wissenschaft als auch in der Technologie sehr bedeutende Errungenschaften. Diese Errungenschaften legten den Grundstein für die weitere Entwicklung in den postsozialistischen Jahren. Noch wichtiger war, dass die Bildungsreform während der Kulturrevolution wissenschaftliches Wissen unter den breiten Massen der Bevölkerung – den Arbeitern und Bauern – verbreitete.

Die amerikanische Delegation für kleine ländliche Industriebetriebe, die 1972 Chinas kleine ländliche Industriebetriebe besuchte, wurde Zeugin des Selbstbewusstseins und Stolzes der Arbeiter, die in ihren Werkstätten die Technologie des Maschinenbaus beherrschten. In Kapitel X: »Erweiterung von Wissen und Einstellungen« enthält der Bericht der Delegation folgende Aussage über die Bedeutung, »rot und fachkundig« zu sein:

[Im Klischee] wollen die Experten groß angelegte städtische Unternehmen, voll ausgestattet mit modernster Technologie und importierten Maschinen. Das perfekte ›Rot‹ ist natürlich das Gegenteil davon: eines mit den Massen, das von seinen Fähigkeiten und Methoden überzeugt ist und sich nicht von der vermeintlichen Überlegenheit der Technokraten und ihrer ausländischen Mentoren einschüchtern lässt …

Im Mittelpunkt der Lösung dieses Widerspruchs stehen technologische Assimilation und Zugänglichkeit: Technologien, die als natürlicher Bestandteil der unmittelbaren Umgebung empfunden werden und nicht als wunderbare und exotische Phänomene, sowie Technologien, die von allen, die mit ihnen arbeiten, auf allen Ebenen vollständig verstanden und beherrscht werden können. »Die meisten Maschinen in diesem Werk wurden von uns selbst hergestellt und installiert.« »Unsere eigenen Mitarbeiter, in Teams aus alten Arbeitern, Kadern und Technikern, haben in den letzten sechs Monaten 104 Innovationen hervorgebracht.« Solche Sätze, die wir immer wieder hörten, zeugen von einer wichtigen Rolle der lokalen Kleinindustrie bei der Assimilation und Zugänglichkeit.8

Was diese Delegation in den Werkstätten der ländlichen Kleinindustrie erlebte, verdeutlicht das Wesen der Bildungsreform während der Kulturrevolution und ihren kurzlebigen Erfolg.

Verbreitung proletarischer Kunst und Kultur

Im Zusammenhang mit der Bildungsreform wurden auch Veränderungen in den Bereichen Kunst und Kultur vollzogen, darunter Literatur, Musik, Film und Theater. Vor der Kulturrevolution spiegelten Mainstream‐​Theater und ‑Kunst nur selten das Leben und die Arbeit der Arbeiter und Bauern wider. Die traditionelle chinesische Oper erzählte weiterhin Geschichten aus alten Kaiserdynastien, die für die neue Gesellschaft kaum noch relevant waren: ein beliebtes Motiv der traditionellen chinesischen Pinselmalerei war ein alter Mann, der untätig in einem Boot sitzt und die mystischen Berge bewundert. Auch Pinselmalereien von Blumen und Vögeln waren weit verbreitet. Es war offensichtlich, dass grundlegende Veränderungen in Kunst und Kultur notwendig waren, wenn Arbeiter, Bauern und revolutionäre Soldaten die Hauptakteure der neuen Gesellschaft waren. Während der Kulturrevolution fanden in allen Bereichen der Kunst und Kultur drastische Veränderungen statt. Eine neue Generation von Arbeiter‐ und Bauernkünstlern malte lebendige Bilder aus ihrem Leben – stolz bei der Arbeit mit glänzenden neuen Maschinen in Fabriken und glücklich mit ihren Familien bei der Ernte auf den Feldern. Die Freude in diesen Gemälden drückte sich in kühnen Pinselstrichen und leuchtenden Farben aus, im Gegensatz zu den alten Gemälden des einsamen alten Mannes, die mit zarten Pinselstrichen und gedämpften Farben geschaffen worden waren.

Viele Menschen kennen heute die acht berühmten Dramen der Kulturrevolution, die revolutionäre Helden und Heldinnen porträtieren. Jiang Qing war für die Inszenierung dieser Dramen auf der Bühne und im Film verantwortlich. Dabei setzte sie traditionelle und zeitgenössische Kunstformen wie die chinesische Oper und das westliche Ballett kreativ ein, um revolutionäre Geschichten zu erzählen. In dieser Zeit wurden auch viele verschiedene Musikformen erforscht und entwickelt. Eine der inspirierendsten Initiativen war die Ermutigung von Musik‐ und Kunststudenten, in Gebiete nationaler Minderheiten zu reisen, um deren Musik und Kunst aufzunehmen. Die Kommunistische Partei Chinas stand dem anhaltenden Han‐​Chauvinismus sehr kritisch gegenüber. Da die überwiegende Mehrheit der Dutzenden ethnischen Gruppen Chinas mit wenigen Ausnahmen Han waren (und sind), dominierten die Han historisch gesehen China politisch, wirtschaftlich und kulturell. Die Kommunistische Partei Chinas schloss während des Langen Marsches Freundschaften mit vielen nationalen Minderheiten. Nach der Befreiung war ihre Politik gegenüber nationalen Minderheiten die fortschrittlichste der Welt. Den nationalen Minderheiten wurden viele politische und wirtschaftliche Privilegien gewährt, die den Han nicht zustanden. Während der Kulturrevolution wurden viele Anstrengungen unternommen, um Sprachen, Kunst, Musik und andere kulturelle Aspekte der nationalen Minderheiten zu bewahren. Die Politik der Kommunistischen Partei Chinas gegenüber nationalen Minderheiten war der Grund für den Frieden zwischen den Han und anderen Minderheiten während der sozialistischen Periode.9

Förderung von Demokratie, Zusammenarbeit und Klasseneinheit

Eine weitere entscheidende Errungenschaft der Kulturrevolution war die Praxis der Basisdemokratie. Allein schon der Gedanke an Demokratie im Sozialismus in China kann Kontroversen auslösen. Viele Menschen fragen: »Wie konnte es in China Demokratie geben, wo doch die Kommunistische Partei allein herrschte?« Betrachtet man die Sache jedoch aus einem anderen Blickwinkel, ergibt sich ein ganz anderes Bild mit ganz anderen Fragen. Wie oben erläutert, gab es innerhalb der Kommunistischen Partei Chinas tatsächlich zwei Hauptquartiere – das bürgerliche Hauptquartier, das aktiv den Kapitalismus anstrebte, und das proletarische Hauptquartier, das aktiv den Sozialismus anstrebte. Die Trennung zwischen den beiden Hauptquartieren wurde nach den 1950er Jahren deutlicher. Mit der Zeit verschärfte sich der Kampf zwischen ihnen, als Mao erkannte, dass die Widersprüche nicht mehr als Widersprüche zwischen den Menschen behandelt werden konnten.

Die Spaltung zwischen den beiden Hauptquartieren konnte nicht durch ein Wahlsystem wie das der bürgerlichen Demokratie des modernen Kapitalismus gelöst werden, das ein Zwei‐ oder Mehrparteiensystem mit einer oder mehreren Parteien links der Mitte und einer oder mehreren Parteien rechts der Mitte vorsieht. Die Unterschiede zwischen diesen politischen Parteien im Westen sind sehr begrenzt, da sie alle das Ziel verfolgen, die bürgerliche Herrschaft aufrechtzuerhalten. Einige befürworten eine stärkere staatliche Einflussnahme auf die Binnenwirtschaft, andere bevorzugen weniger, aber ihre Klasseninteressen sind dieselben. Darüber hinaus ist das Spektrum der außenpolitischen Alternativen eher begrenzt und konzentriert sich hauptsächlich auf Optionen der herrschenden Klasse in imperialistischen Ländern.

Während der Kulturrevolution waren die Differenzen zwischen den beiden Hauptquartieren grundlegend: Es ging um Kapitalismus gegen Sozialismus. Das proletarische Hauptquartier stand für den Sozialismus und hatte keine Angst vor den Massen – es ermutigte sie sogar, sich an der Debatte zu beteiligen. Eine regierende Partei, die die Massen zur Diskussion solch grundlegender Fragen ermutigte, war historisch beispiellos. Während der Kulturrevolution praktizierten die Massen die vier »Da«: damin (große Stimme), dafang (große Offenheit), dabianlun (große Debatte) und dazibao (große Wandzeitungen), um Basisdemokratie zu üben. Die Regierung konnte nicht zensieren, was die Menschen sagen wollten, denn sie schrieben einfach Plakate mit großen Schriftzeichen und klebten sie an Wände in den Straßen oder hängten sie an Decken in Fabriken, Schulen oder Büros. Das Recht der Menschen, die vier Da zu praktizieren, sowie das Streikrecht der Arbeiter wurden 1975 in der Verfassung verankert (Artikel 13 und 28). Dies zeigte, wie fest die proletarische Zentrale auf der Seite der Arbeiter und Massen stand. Diese Rechte wurden 1978, kaum dass die kapitalistischen Reformer die Macht ergriffen hatten, schnell wieder abgeschafft und 1982 vollständig aus der Verfassung gestrichen. Dies zeigt, wie sehr die bürgerliche Zentrale die Arbeiter und Massen fürchtete, dass sie ihnen unmittelbar nach ihrer Machtübernahme ihre Grundrechte wieder entzog.

Die Kulturrevolution hat nicht nur die wesentlichen Unterschiede zwischen Sozialismus und Kapitalismus deutlich gemacht, sondern auch konkrete Schritte unternommen, um den Sozialismus in vielen Bereichen der chinesischen Gesellschaft voranzubringen. Sie hat gezeigt, warum das Proletariat die Macht übernehmen musste, um den Sozialismus voranzubringen. Als die Bourgeoisie 1977 die Macht ergriff, gelang es ihr, den Entwicklungsprozess umzukehren und die Errungenschaften der sozialistischen Periode zu zerstören. Sie verzerrte auch diese Periode der Geschichte – insbesondere die Kulturrevolution – und verteufelte Mao. Langfristig machte es die Kulturrevolution jedoch unmöglich für die Bourgeoisie, den Anschein zu wahren, dass sie tatsächlich den Sozialismus anstrebte. Die chinesischen Arbeiter und Bauern haben den Sozialismus und den Kapitalismus als zwei völlig unterschiedliche Gesellschaften erlebt und durchlebt. Ihre Kämpfe während der letzten 40 Jahre kapitalistischer Reformen haben ihnen ein besseres und tieferes Verständnis der Bedeutung des Zweilinienkampfs in vielen Bereichen der Gesellschaft und der entscheidenden Fragen vermittelt, die während der Kulturrevolution heiß diskutiert wurden.

Gegen Ende der Kulturrevolution erfasste der Geist von Dazhai und Daqing das ganze Land. Unter der Führung von Chen Yonggui arbeiteten die Bauern in Dazhai trotz bitterer Witterungsbedingungen ohne Pause und überwanden so die widrigen natürlichen Bedingungen, um sich selbst zu versorgen. Sie bewiesen, dass Männer und Frauen gemeinsam Berge versetzen können. Ihr Geist inspirierte das ganze Land. In den 1970er Jahren beteiligten sich jährlich bis zu 80 Millionen Bauern an der Arbeit zum »Aufbau des Agrarkapitals”, was insgesamt acht Milliarden Arbeitstagen in der Landwirtschaft entsprach. Infolgedessen veränderten die chinesischen Bauern das Landschaftsbild Chinas. Sie arbeiteten auch kooperativ an umfangreichen und intensiven wissenschaftlichen Experimenten, um Saatgut, Bodenbedingungen und andere Anbaumethoden zu verbessern.

Als die Arbeiter in Daqing erkannten, dass Öl eine wichtige Energiequelle für die Industrialisierung Chinas war, widmeten sie sich der Entwicklung von Innovationen zur Steigerung der Ölförderung, wobei viele ihr Leben bei der Bohrung von Ölquellen riskierten. Die Arbeiter und Bauern in China bewiesen sich selbst und der Welt ihre Fähigkeit, die Produktion zu organisieren und über ihre eigenen engen Interessen hinauszublicken. Was sie erreicht haben, hätte den Mythos, dass »das chinesische Volk nichts als ein Haufen loser Sandkörner« sei und dass »Arbeiter und Bauern dumm, unwissend und rückständig« seien, für immer zerstreuen müssen. Doch Deng und seine Anhänger beleidigten sie, indem sie sie als faul bezeichneten, weil sie »aus einem großen Topf aßen« und weil sie »eine eiserne Reisschüssel in der Hand hielten« – in Anspielung auf die garantierten wirtschaftlichen Vorteile für die Massen in der sozialistischen Wirtschaft.

Die konkreten Erfahrungen Chinas zeigten, dass sozialistische Werte in der sozialistischen Wirtschaftsbasis verankert sein müssen. Frage II a und II b erläuterten die Veränderungen in der Wirtschaftsbasis. In dieser Frage wurden die Veränderungen im Überbau erläutert. Grundlegende Veränderungen sowohl in der Wirtschaftsbasis als auch im Überbau machten China in der Zeit zwischen 1956 und 1978 zu einem sozialistischen Land.

Verweise

1 »The History of Our Contract Labor System«, in: Labor Contract System Handbook,

ed. Liu Chiang‐​tan, (Science Publisher, 1987), S. 1 – 18.

2 Eine kleine Gruppe von Menschen organisierte im März 2010 in Peking eine Gedenkfeier zum 50. Jahrestag der Angang‐Verfassung.

3 Charles Bettelheim, Cultural Revolution and Industrial Organization in China, Monthly Review Press, 1974.

4 Die Kriterien für die Alphabetisierung reichten vom Kennen von 1.500 chinesischen Schriftzeichen bis zum Kennen von über 3.000 oder mehr Schriftzeichen. Weitere Einzelheiten finden Sie bei Dwight Perkins und Shahid Yusuf, Rural Development in China, The John Hopkins University Press, 1984, Kapitel 8.

5 Staatliches Statistikamt, Statistisches Jahrbuch Chinas, 1981 (Hong Kong Economic Information Agency, 1982)

6 Perkins und Yusuf, ebenda.

7 Von 1966 bis 1968 wurde der Schulunterricht für drei Jahre ausgesetzt.

8 Perkins (ed.). Rural Small‐​scale Industry in the People’s Republic of China. By the American Rural Small‐​scale Industry Delegation University of California Press, 1977, S. 237 – 238.

9 Im Laufe der langen Geschichte Chinas unterdrückte die ethnische Mehrheit der Han‐​Chinesen die nationalen Minderheiten. Nach der Befreiung entschädigte die Zentralregierung die nationalen Minderheiten Chinas bewusst und erließ strenge Vorschriften, um die Han‐​Chinesen von ihren früheren ungerechten Praktiken abzuhalten.

Bild: Große Wandzeitungen 1967

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