Es ist an der Zeit, dass alle lebenden Autoren des Corman‐​Drosten‐​Review‐​Berichts sich mit der »Social‐​Media‐​Wissenschaft« auseinandersetzen

… denn die Virologen, die das PCR‐​Protokoll entworfen haben, werden dies mit ziemlicher Sicherheit nicht tun.

Die lebenden Autoren des »Corman‐​Drosten Review Report«1 – einer Kritik an der PCR‐​Studie von Corman et al. – müssen sich mit einer wichtigen, mittlerweile offensichtlichen Lücke in ihrer Analyse auseinandersetzen: dem Eingeständnis der Virologen, dass ihr RT‐​PCR‐​Protokoll auf Gerüchten über ein SARS‐​verwandtes Coronavirus beruhte, das den Ausbruch einer mysteriösen Lungenentzündung in Wuhan, China, verursacht haben soll.

Übersetzung des blau markierten Textes: Vor der Veröffentlichung der Virussequenzen aus Fällen von 2019‐​nCoV stützten wir uns auf Berichte in den sozialen Medien, in denen der Nachweis eines SARS‐​ähnlichen Virus bekannt gegeben wurde. Wir gingen daher davon aus, dass ein SARS‐​verwandtes CoV an dem Ausbruch beteiligt ist. Wir haben alle vollständigen und teilweisen (wenn > 400 nt) SARS‐​verwandten Virussequenzen heruntergeladen, die bis zum 1. Januar 2020 in GenBank verfügbar waren. Die Liste (n = 729 Einträge) wurde manuell überprüft und künstliche Sequenzen (aus Laboren stammende, synthetische usw.) sowie doppelte Sequenzen wurden entfernt, sodass eine endgültige Liste mit 375 Sequenzen entstand. https://​pmc​.ncbi​.nlm​.nih​.gov/​a​r​t​i​c​l​e​s​/​P​M​C​6​9​8​8​2​69/

Die 22 Wissenschaftler, die an der Erstellung der Kritik zum Eurosurveillance-Artikel beteiligt waren, wurden im Herbst 2020 von Pieter Borger und Bobby Malhotra zusammengebracht. Die Gruppe lud Ende November 2020 den Artikel »Externe Begutachtung des RTPCR‐​Tests zum Nachweis von SARS‐​CoV‑2 offenbart 10 wesentliche wissenschaftliche Mängel auf molekularer und methodischer Ebene: Konsequenzen für falsch positive Ergebnisse« auf ResearchGate hoch.

Bobby Malholtra berichtet Aya Velasquez in einem Interview vom Januar 2021, wie der Bericht entstanden ist:

»Du warst im Anfang 2020 bis Juni 2020 auch an der Covid‐​19‐​Forschung beteiligt. Wie kam es dazu?

Ich arbeitete als 3D‐​Künstler in einem Forschungszentrum für Molekularmedizin. Als es letztes Jahr im Januar mit Corona losgegangen ist, sind viele Labore in eine Art Wettlauf um die wissenschaftliche Vorherrschaft auf diesem Gebiet getreten. Ich wurde in meinem Forschungszentrum in einer SARS‐​Cov2‐ Taskforce eingesetzt. Meine Aufgabe war es, das sogenannte Spike‐​Protein des Corona‐​Virus zu visualisieren und unter die Lupe zu nehmen. Ich habe mit meinem 3D‐​Programm sogenannte Gaps, also Leerstellen in den Sequenzen aufgefüllt.

Wie kann man sich das vorstellen? 

Dazu vergleicht man sie mit anderen vorhandenen molekularen Daten aus der RCSB‐​Datenbasis, und dort, wo was fehlt, stückelt man das sozusagen zusammen und hat dadurch ein volleres Bild des Spike‐​Proteins. Zu diesem Zeitpunkt habe ich angefangen, den Labormitarbeitern kritische Fragen zur Methodik zu stellen. Die haben sich daraufhin sehr bedeckt gehalten. Im Nachhinein weiß ich, dass sie mir gegenüber einfach nicht zugeben wollten, dass es ihr täglich Brot ist, bei der In‐​Silico‐​Herstellung mit diesen Löchern im Code herumzuexperimentieren.

Was bedeutet das: ›In‐​Silico‐​Herstellung‹?

Das ist die theoretische Herstellung von Virenfragmenten und Proteinteilen. Mir kam das Ganze plötzlich spanisch vor. Hinzu gesellte sich das Problem der primären Patientenisolate. Das Labor war gerade damit beschäftigt, 1.000 österreichische Proben zu isolieren und zu sequenzieren. Dabei kamen immer mehr Mutationen heraus. Ich habe mich gefragt, wie in einem Länder‐​Cluster auf einmal derart viele Mutationen da sein können. Das war ziemlich unrealistisch. Wie hat Ihr Betrieb auf ihre kritischen Nachfragen reagiert? Es kam der Tag im vierten Quartal 2020, an dem mir eröffnet wurde, dass mein Arbeitsvertrag nicht mehr verlängert wird. Daraufhin habe ich an einem Tag auf Twitter einen großen Beitrag mit 124 Tweets verfasst. Zuvor hatte Prof. Ulrike Kämmerer im Corona‐​Ausschuss Nummer 22 die Problematik der Drosten‐​PCR Tests erklärt. Ich habe das mit meinem Wissen verknüpft und versucht, das für den Anfänger auf Twitter zu er‐ klären – eine Mischung aus Korruption, Bioinformatik und den allgemeinen Problemen mit dem PCR‐​Verfahren. Dieser Thread ist ziemlich eingeschlagen. Auf diese Weise bin ich an Dr. Pieter Borger gestoßen, der zur gleichen Zeit bereits auf Research Gate (Wissenschaftsplattform, Anm. Red.) kritisch unterwegs war.

Was ist aus diesem Kontakt entstanden? 

Irgendwann hat er mich gefragt, ob ich mich ihm anschließen möchte, um mit ihm ein Rückzugsgesuch für das Drosten‐​Paper zu schreiben. Nach einem Treffen mit Pieter Borger und Ulrike Kämmerer war eigentlich alles relativ schnell klar. Wir haben unsere wissenschaftlichen Kreise gefragt und 22 WissenschaftlerInnen zusammengebracht. Nachdem wir das Rückzugsgesuch bei Eurosurveillance eingereicht hatten, kam die Frage: Was machen wir jetzt? Wollen wir abwarten und das Ganze verschwindet damit unauffällig im Nirgend‐ wo? Ich habe mich dazu entschieden, eine Internetseite daraus zu machen, die Seite cormandrostenreview​.com.«

Die von Malhotra beschriebene »theoretische Herstellung von Virusfragmenten und Proteinteilen« und das »Füllen von Lücken« ähneln den Prozessen, die bei der fotografischen Hochskalierung zum Einsatz kommen. Die Ergebnisse erscheinen recht überzeugend, sind jedoch in Wirklichkeit als Wahrheit präsentierte Schlussfolgerungen.

Malhotras »Mega‐​Thread« vom Oktober 2020 (im Wesentlichen ein Rohentwurf der einen Monat später folgenden Kritik) wies auf die »Social‐​Media‐​Quellen« hin und zitierte einen Artikel in Science, in dem es hieß, dass der Hauptautor Victor Corman unmittelbar nach dem Auftauchen »der ersten Gerüchte über ein Coronavirus in China im Internet« damit begonnen habe, Coronavirus‐​Sequenzen von Fledermäusen nach gemeinsamen Regionen zu durchsuchen.2

Nachdem Jessica Malhotras Thread entdeckt hatte, fragte sie ihn, warum diese Beobachtung nicht in die formelle Kritik aufgenommen worden war:3

@bobby_network Hallo. Ich habe erst letzte Woche von diesem Thread erfahren und habe ein paar Fragen zu dem oben genannten Beitrag (65/​124).

Jonathan Engler und ich haben über die ›Social-Media‹-Aussage geschrieben und kürzlich den Artikel mit Informationen aktualisiert, die für uns neu waren.

Sie haben in Ihrem Tweet vom 27. Oktober 2020 richtig beobachtet, dass in dem C‑D‐​Artikel steht, dass ›Social‐​Media‐​Berichte, die den Nachweis eines SARS‐​ähnlichen Virus ankündigen‹ als Grundlage für die Suche in einer Datenbank dienten.

Der Artikel vom März [Korrektur: April] 2020 in Science* (Ihr linkes Bild) besagt, dass Corman mit der Suche begann, »nachdem er online die ersten Gerüchte über ein Coronavirus in China gesehen hatte«, und versuchte, »zu erraten, wie ein neues SARS‐​ähnliches Coronavirus aussehen könnte, um einen Test zu entwickeln«.

›Gerüchte über ein Coronavirus‹ und »Berichte in sozialen Medien, die den Nachweis eines SARS‐​ähnlichen Virus ankündigen« sind nicht ganz dasselbe … Letzteres ist spezifischer. Das Wort ›Nachweis‹ deutet auch darauf hin, dass eine Art von Test durchgeführt worden war und dass sie davon Kenntnis hatten, als sie am 1. Januar 2020 ›recherchierten‹ (Bild unten links).4

Fragen:

1) Wie lesen Sie diese Aussagen im Jahr 2025?

2) Im Gegensatz zu Ihrem Thread – der im Wesentlichen ein Entwurf der C‑D‐​Kritik ist – enthält die veröffentlichte Kritik keine Aussagen oder Bedenken darüber, dass die C‑D‐​Autoren eine Suche auf der Grundlage von Social‐​Media‐​Berichten durchgeführt haben. Gab es unter den Autoren der Kritik Diskussionen darüber, ob dies angesprochen werden sollte?

Malholtra antwortete nicht.

Pieter Borger, leitender und korrespondierender Autor der Kritik, ist ebenfalls auf X. Jessica stellte ihm ähnliche Fragen:

»Hallo @BorgerPieter. Darf ich Ihnen eine Frage zur Corman‐​Drosten‐​Studie stellen? Mir ist aufgefallen, dass in der Kritik nicht erwähnt wurde, dass Corman et al. aufgrund von Berichten in den sozialen Medien davon ausgingen, dass es sich um ein SARS‐​Virus handelte.

Dies ist in jedem Fall ein bemerkenswertes Versäumnis, insbesondere aber, weil Herr Malhotra in seinem Thread darauf hingewiesen hat. https://x.com/Bobby_Network/status/1321188173913927680

Erinnern Sie sich, ob Sie untereinander darüber diskutiert haben, ob Sie dies in der Kritik ansprechen sollten?«

Borger antwortete:

Wir haben nur über die Gestaltung der Methode und den unwissenschaftlichen Überprüfungsprozess diskutiert, nicht über Annahmen zu Medienberichten.

Jessica dankte Borger für seine Antwort und hakte nach:

»Obwohl die Autoren von C‑D im Abschnitt ›Ergebnisse‹ ihrer Veröffentlichung erwähnten, dass sie sich auf Berichte in den sozialen Medien stützten, basierte der gesamte Prozess auf der Annahme, dass ein SARS‐​bezogenes Coronavirus an einem Ausbruch beteiligt war.

Die Methoden wären anders gewesen, wenn es sich nicht um SARS‐​CoV gehandelt hätte, richtig? Das trifft sicherlich auf die Sequenzierung zu.

Was wäre, wenn das Gerücht besagt hätte, dass es sich um einen neuen/​pandemischen Influenzastamm handelte?

[Kollegen] und ich haben einige Artikel darüber geschrieben [hier und hier].

Ich wäre Ihnen für Ihr Feedback/​Ihre Reaktion dankbar – schon allein aus Gründen der historischen Kontextualisierung und Dokumentation, selbst wenn Sie unserer Meinung überhaupt nicht zustimmen.

Siehe auch die Fragen, die ich Drosten heute gestellt habe … mit Material zu Aussagen von Marion Koopmans und Ron Fouchier. Ich finde, die Bibliotheksmetapher passt gut. Was meinen Sie dazu? 🙂 https://x.com/Wood_House76/status/1958858039831736767«

Borger hat nicht mehr geantwortet.

Anfang dieses Jahres reagierte Michael Yeadon, ein weiterer Wissenschaftler, der an der Kritik beteiligt war, auf Fragen, ob er die Hinweise in Bezug auf soziale Medien bemerkt habe und was er nun davon halte.

Yeadon sagte, es sei ihm »peinlich, zugeben zu müssen«, dass er sich an diesen Teil des Artikels nicht erinnern könne, und fragte sich, ob diese Bemühungen anderen Zwecken dienten:

»Soweit ich mich erinnern kann, habe ich mich intensiv mit den Abschnitten über Methoden und Ergebnisse befasst, um zu entscheiden, ob ich mit der vorgebrachten Kritik einverstanden war, und somit zuzustimmen, dass mein Name auf dem Artikel erscheint, der den ursprünglichen Methodenartikel widerlegt. Aus der Distanz von Jahren bin ich mir nicht sicher, ob ich manipuliert worden bin.«

Yeadon räumte später ein, dass die Konzentration auf die technischen Aspekte die angeblich neuartigen SARS‐​Sequenzen legitimierte:

»… indem wir die Methode kritisierten, bestätigten wir indirekt, dass nicht nur etwas Neues im Umlauf sein könnte, sondern dass die Methode, wenn sie richtig entwickelt worden wäre, auch klinisch nützlich sein könnte. Nichts davon ist wahr.«

In Jessicas Austausch mit zwei weiteren Mitwirkenden – Clare Craig (hier) und Lidiya Angelova (hier) – wurden diese nicht direkt um ihre Meinung zu dem Ausschluss gebeten.

Warum es immer noch wichtig ist

Wir haben beide »spät« bemerkt, dass Corman et al. in ihrem Artikel die sozialen Medien erwähnen. Da wir uns während der COVID‐​Pandemie intensiv mit den technischen und praktischen Aspekten von PCR‐ und anderen Tests beschäftigt haben (jeder von uns auf unterschiedliche Weise), erinnern wir uns an die mühsamen Kämpfe. Im Jahr 2020 konzentrierten sich die Erfolge der Gegenbewegung zu Recht und notwendigerweise darauf, Mängel im ersten von der WHO abgesegneten PCR‐​Protokoll aufzudecken, anstatt die Frage zu stellen, ob es überhaupt etwas Neues gab.

Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass »Halo‐​Effekte« berechtigte Kritik abwehren und wichtige Untersuchungen behindern können. Bobby Malhotras Twitter‐​Thread zeigt, dass mindestens ein Review‐​Autor die Quellen aus den sozialen Medien bemerkt und berechtigte Anmerkungen gemacht hat, die hätten berücksichtigt werden müssen. Manche mögen die Begründung des Hauptautors Pieter Borger für das Weglassen akzeptieren, wir jedoch nicht. Wir sind jedoch weit weniger besorgt über eine Vergangenheit, die nicht geändert werden kann, als über den Widerstand, sich jetzt, fünf Jahre später, mit unangenehmen Fragen auseinanderzusetzen. Die Relevanz des Verweises auf die Quellen aus sozialen Medien in der Corman‐​Drosten‐​Review ist nicht nur wegen der Aussage, die das Weglassen dieser Erwähnung über die Kritik macht, von Bedeutung, sondern auch wegen dem, was sie über das Protokoll selbst verrät.

Corman et al. gaben offen zu, dass ihre Entwicklung mit Berichten in den sozialen Medien über einen SARS‐​Ausbruch in Wuhan begann. Diese Berichte (was auch immer sie tatsächlich waren5) führten die Mitarbeiter der Charité zu einem bestimmten »Abschnitt« eines bestehenden Katalogs. Mit anderen Worten: Die Ausgangsannahme prägte das Design.

Hätte sich das Gerücht auf einen Influenzastamm bezogen, wären die Methoden und Ergebnisse anders ausgefallen.

Hypothetisch hätte die WHO eine andere Gruppe von Virologen »zusammengetrommelt«, um einen anderen »Entwurf« zu veröffentlichen. Tatsächlich beruhte das Corman‐​Drosten‐​Protokoll jedoch nicht auf bestätigten biologischen Beweisen, sondern auf unbestätigten Online‐​Gerüchten. Eines der folgenreichsten wissenschaftlichen Protokolle im Zusammenhang mit COVID‐​19 wurde ausdrücklich von Vermutungen und Annahmen geleitet.

Ja, es gab zahlreiche technische Mängel. Aber ist nicht der erste und beunruhigendste Mangel, dass ein deutscher Virologe (Victor Corman) Berichten zufolge auf einen Beitrag in den »sozialen Medien« – wahrscheinlich einen »Tweet« – reagiert hat? Die PCR‐​Architekten gingen von einem SARS‐​ähnlichen Virus aus, entwickelten eine Methode, um ein solches Virus zu »finden«, und präsentierten dann diese Ergebnisse als Bestätigung. Das ist, wenn schon nichts anderes, zumindest ein Zirkelschlussproblem.6

Und woher sollten Corman, seine Kollegen von der Charité oder Marion Koopmans vom Erasmus (die ebenfalls angab, über soziale Medien von dem Ausbruch erfahren zu haben7) wissen, dass sie sich irrten? Woher sollten sie wissen, dass sie sich nicht selbst getäuscht hatten oder absichtlich in die Irre geführt worden waren?

Erforderlich: Ein frischer Blick

Borger et al. haben die Chance verpasst, die »Social‐​Media‐​Wissenschaft« zu entlarven, die zur Schaffung der Illusion eines sich plötzlich ausbreitenden Erregers beigetragen hat. Bei Betrachtung der Liste der Mitwirkenden stellt sich die Frage, ob einige von ihnen erkannt haben, dass die Quellenangaben eine Herausforderung für die offizielle Darstellung darstellten, dies jedoch aufgrund beruflicher oder finanzieller Interessen ignoriert haben.

Eine wohlwollende Auslegung besagt, dass zum damaligen Zeitpunkt der Glaube an ein neuartiges SARS‐​ähnliches Virus, das von Mensch zu Mensch oder über die Luft übertragen wurde, weit verbreitet war, sodass nicht erkannt wurde, dass eine derartige unsichere Grundlage einem weltbewegenden Ereignis zugrunde liegen könnte.

Das Vertreten dieser Ansicht und damit das Übersehen der Auswirkungen der Quellenangaben in den sozialen Medien Ende 2020 könnte als Fehler aufgrund der »Nebel des Krieges« angesehen werden. Ein Ignorieren dieser Zusammenhänge Mitte 2025 bedeutet das Übersehen des Verflechtungsprozesses von Wissenschaft, Politik und Spekulationen, wodurch katastrophale Folgen nahezu garantiert waren.

Bei einer Fragilität und »Schießwütigkeit« der Krankheitsüberwachungssysteme, die bereits durch (buchstäbliche) Stille Post zur Aktivierung führen, bleibt die Nachwelt der Gefahr einer Wiederholung ausgesetzt. Aus diesem Grund sollten alle Autoren des Corman‐​Drosten‐​Reviews den Eurosurveillance‐​Artikel sowie alle seit der Ablehnung des Rücknahmeantrags gewonnenen Erkenntnisse mit neuen Augen betrachten.8

Verweise

1 Laut der Website des Berichts: Dieser umfassende Überprüfungsbericht wurde am 27. November 2020 über das Einreichungsportal offiziell bei der Eurosurveillance‐​Redaktion eingereicht. Diesem Überprüfungsbericht liegt ein Rücknahmeantrag bei, der von allen Hauptautoren und Mitautoren unterzeichnet wurde. Der erste und letzte Name in der Liste sind die ersten beiden Hauptautoren. Alle dazwischen aufgeführten Namen sind Mitautoren. Daher könnte diese Antwort auf das, was oft als »Corman‐​Drosten‐​Protokoll« bezeichnet wird, als »Borger‐​Kämmerer‐​Antwort« betrachtet werden.

2 Wir sprechen kein Deutsch, aber soweit wir den Folien entnehmen können, hat Dr. Kämmerer in ihrer Präsentation vom Juli 2020 vor dem Corona‐​Ausschuss nicht auf die Quellen aus den sozialen Medien eingegangen; daher schreiben wir diese Beobachtung Malhotra zu.

3 X hat den Beitrag mit einer Warnung wegen »sensibler Inhalte« versehen.

4 Jessica irrte sich hier in der Annahme, dass »Nachweis« zwangsläufig »getestet und positiv befunden« bedeuten würde.

5 Kandidaten werden vorgestellt in Hockett, J., & Engler, J. (19. Februar 2025). »Hat sich das Corman‐​Drosten‐​Protokoll auf Berichte in sozialen Medien gestützt, um SARS‐​CoV‑2 zu suchen (und dann zu finden)?« Wood House 76.

6 Beschrieben in Engler, J., & Hockett, J. (12. März 2025). »Neuartigkeit und Immunität: Warum waren wir so blind für das Offensichtliche?« Sanity Unleashed.

7 In diesem Videoprogramm vom 27. März 2020 sagt Koopmans: »Der Anfang war so ungewöhnlich wie alles, was folgte: Ich habe davon über soziale Medien und eine Zeitung erfahren.«

https://​www​.woodhouse76​.com/

https://​sanityunleashed​.substack​.com/

13 thoughts on “Es ist an der Zeit, dass alle lebenden Autoren des Corman‐​Drosten‐​Review‐​Berichts sich mit der »Social‐​Media‐​Wissenschaft« auseinandersetzen

  1. Schade, dass die Autorin die Möglichkeit unerwähnt lässt, dass es sich bei der Formulierung »aus den Sozialen Medien« (oder wie lautete das eigentlich bei Drosten? sowas wie: »durch gute Vebindungen zu den Kollegen in China« osä) um SCHUTZBEHAUPTUNGEN handelt – während der ganzen Szene in Wahrheit klarwar, dass es sich um eine (wie sie auf ihren Grundlagen befürchten mussten; ob zurecht, ist eine andre Frage) irgendwie aus Biowaffen‐​Laboren entkommene oder freigesetzte, ja womöglich sogar experimentell oder gleich zu Wirkzwecken incl. (vermeintliche) Schuld‐​Vertuschungsmotiven (»China Virus«) verbreitete »Erreger‐​Sorte« der Marke SarsCov‑1, virulentere Variante, handeln musste. Woher denn sonst auch das Vorwissen bei der quasi notfallmässig angesetzten Übung Event101? Woher die Ankündigung von Türcel Sahin schon im Dezember? Die Preisfrage der Biowaffenpanscher war doch von Anfang an: Finde ein Virus mit der (angeblichen) Tödlichkeit von Sars – und der Infektiosität von Influenza. Und bitte, bitte auch noch mit einer möglichst langen Inkubation und derweil »asymptomatischer Ausbreitung« (das Ideal einer gain‐​of‐​function…). Natürlich BLOSS, um dem selbst erfundenen Übel zu wehren. (Militärisch: Defensivmassnahmen entwickeln, um bei Offensiven, eignen wie denen der Gegner, sofort reagieren zu können – zur Not: ganze Bevölkerungen in 2 Wochen durchimpfen zu können).
    Und wie immer auch bei dieser Vermutung ganz gross zu schreiben:
    VERMEINTLICH.
    ANGEBLICH.
    usw
    Und das alles INTERN gerüchteweis rumgetratscht bzw schlicht professionell gewusst, aber öffentlich um Gottes Willen zu vertuschen und untern Teppich zu kehren.

  2. »Tatsächlich beruhte das Corman‐​Drosten‐​Protokoll jedoch nicht auf bestätigten biologischen Beweisen, sondern auf unbestätigten Online‐Gerüchten.«

    Mir scheint, der Artikel wird diesen Ungeheuerlichkeiten nicht wirklich gerecht. 3D‐​Künstler, Computerspezialisten, Simulanten und Modellierer erzeugen eine künstliche »Realität«, ein angebliches Virus, um dies zu etwas REALEM erklären zu lassen. Und ein ungeheuerlicher, globaler, administrativer Apparat reagiert darauf. Auf virtuelle Erzeugungen! Wo sind wir denn hier eigentlich? In was für einem Irrenhaus leben wir hier?

    Und zu »Anonym« gibt es nur zu sagen: »Die Viren sind nicht das Problem!« Es gibt keine funktionierenden Biowaffen auf Virus‐​Basis – und es kann auch keine geben! Das Schüren von Viren‐​Angst, seien es angebliche Zoonosen, angebliche Mutationen, angebliche GOF‐​Forschungsprodukte, oder vielleicht demnächst welche »Bioterroristen«, dient einzig und alleine um Bill Gates »pandemic preparedness«-Programm zu bedienen. Sie sind, ob sie wollen oder nicht, ein Büttel von Gates mit Ihrer Biowaffen‐Geschichte.

  3. Wie der CO2‐​Klimawandel ein physikalisches Märchen, ist das SARS‐​CoV‑2 ein medizinisch‐​biologisches Märchen. Märchen haben das Problem, dass sie von innen heraus nicht widerlegt werden können, denn in sich logisch sind sie ja. Man muss sich also ersteinmal von allen scheinbar gesicherten Informationen und Annahmen befreien und rein empirisch die Sache analysieren. Dann kommt man zu dem Ergebnis, dass es das SARS‐​CoV‑2 nie real gegeben hat.
    In der Zahnmedizin gibt es eine Planungsmethode, die sich Backward Planing nennt. Man schafft also ersteinmal virtuell das Endergebnis und schaut dann, wie man das real herstellen kann. Wenn man das Endergebnis der Coronapandemie als die massenhafte Verspritzung der mRNA‐​Brühe annimmt und dann rückwärts schaut, wie man das hinbekommen hat, dann wird die Sache plötzlich logisch.
    Das eigentliche Problem ist, dass sich die meisten Menschen ein Verbrechen dieses Ausmaßes nicht vorstellen können oder wollen. Dabei hat der deutsche Faschismus doch bewiesen, dass die Ermordung von Millionen Menschen weder ein moralisches, noch ein logistisches Problem darstellt
    China hat versucht, die Veröffentlichung des Genoms des Coronavirus zu verhindern, weil die Chinesen wussten, dass das ein Fake war. Auch wollten sie einen anderen Namen. Aber die WHO hatte ihren Plan und der wurde konsequent umgesetzt. Selbst wenn China oder Russland dagegen angegangen wären, hätte es im Westen nichts genutzt.

  4. »Es gibt keine funktionierenden Biowaffen auf Virus‐​Basis.« Das wurde nicht behauptet. Sondern dass interessierte Akteure mit Autorität, Geld, Entscheidungsmacht sich über diese Tatsache TÄUSCHEN können. Täuschen KÖNNEN. Aber vielleicht ist auch das noch zu hoch gegriffen, hier von »sich täuschen« zu sprechen. Vielleicht ist ihnen die Wahrheit oder Falschheit sogar egal. Hauptsache, sie sind legitimiert (durch DIE WISSENSCHAFT, die sie bezahlen), ihre Projekte zu verfolgen. Hauptsache, der GLAUBE an die Behauptungen, von denen die Zweckmässigkeit der Projekte abhängt, wird als GÜLTIG durchgesetzt. Anders geht es ja nicht, wenn nicht mehr – wie in den klassischen Naturwissenschaften, bis heute – technisch nutzbare (und durch Benutzung unmittelbar von allen überprüfbare) Effekte, sondern (wie in den auf diesen klasssichen aufbauenden Wissenschaften der Natursysteme: Biologie, Geophysik) Prognosen, Risiken und Chancen ihrer Behebung behauptet werden, und die Begründungen und empirischen Beweise immer komplizierter werden, sodass schliesslich EXPERTEN geglaubt und »gefolgt« werden muss. Wo das gefordert wird, sind wir freilich zurück in vor‐​aufgeklärten, sogar vor‐​reformatorischen Zeiten. Und das ist ein Problem, das die gesamten modernen Gesellschaften heimsucht – ganz gleich, was anschliessend durch die Funktions-»Eliten« der ein oder anderen Art daraus gemacht wird.

    1. Der Teil

      »dass es sich um eine (wie sie auf ihren Grundlagen befürchten mussten; ob zurecht, ist eine andre Frage) irgendwie aus Biowaffen‐​Laboren entkommene oder freigesetzte, ja womöglich sogar experimentell oder gleich zu Wirkzwecken incl. (vermeintliche) Schuld‐​Vertuschungsmotiven („China Virus“) verbreitete „Erreger‐​Sorte“ der Marke SarsCov‑1, virulentere Variante, handeln musste. Woher denn sonst auch das Vorwissen bei der quasi notfallmässig angesetzten Übung Event101? Woher die Ankündigung von Türcel Sahin schon im Dezember? « 

      ist als Ganzes nicht anders zu verstehen als die Tatsachenbehauptung eines »aus einem Biowaffen‐​Labor entkommene virulente Variante«, also Virus.

      Warum behauptet franziska, dass das nicht behauptet wurde?

      Wo ich zustimme: wir sollen darauf getrimmt werden irgendwelchen medial‐​künstlich aufgebauten »Experten« blind zu glauben und zu folgen. Bis hin zur Aufgabe von Grund‐ und Menschenrechten. Bis hin zu Verfemung, Verfolgung, Denunziantentum, Diskriminierung, Rufmord. Bis in Sozialbindungen, Familien, Partnerschaften hinein. Wie wir es zu Corona‐​Zeiten erleben mussten.

      Der Technofaschismus lässt grüßen.

      1. Ich hatte den ersten Beitrag ganz oben zu früh abgeschickt, und vergessen meinen Nick anzugeben, aber er war natürlich von mir, und entspricht der Linie, die ich in der MAGMA seit langem vertrete, dass massgebliche Akteure, ob fahrlässig, »interessiert« oder subjektiv aufrichtig und aus strukturellen Gründen unfähig zu Korrekturen, sich über die Natur ihrer virologischen Disziplin und deren Gegenstand unklar sind bzw sich täuschen. Ich sage: sie täuschen SICH – und dann, wenn sie, von Sponsoren aus Militär, Pharma‐​Business und Behörden, in die Rolle von »Experten« gehievt werden, notgedrungen, durch ihre »Expertise«, auch ihre Geldgeber, schliesslcih die von ihnen beratenen Regierungen und Öffentlichkeiten. Zu den »strukturellen« Defiziten gehört, dass bürgerlich‐​modern fortgeschrittene Industriegesellschaften offenbar kein Format finden, um mögliche Irrtümer ihrer sog DIE WISSENSCHAFT überprüfen und zur Not korrigieren zu können – dann, wenn die Resultate dieser Wissenschaft nicht daherkommen als zuverlässig nutzbare Verfahren Geräte Materialien, sondern als Behauptungen über das Bestehen von Dispositionen und Prognosen von Verläufen mit Risikopotential (aber auch Potential für Chancen zu deren Unterbindung) – wie eben bei biologischen und geophysikalischen System‐Zusammenhängen.

        1. Sie verharmlosen. Da täuscht nicht jemand sich – sondern eine Gruppe von verschworenen Menschen täuschen gezielt und mit böser Absicht die ganze Welt.

          Die »pandemic preparedness« ist der Hebel, mit dem die Welt vollends unterjocht werden soll – und die Virenangst – egal welcher Herkunft und behaupteter Grundlage – ist der Schlüssel dazu.

          Wer Virenangst verbreitet, welcher Art auch immer, mit welchem Dreh auch immer, arbeitet im Sinne von Gates und Co.!

          (Ebenso: wer für die ausgesprochenen Ziele des WEF arbeitet – Migrationsförderung, »open border«, Digitalisierung, Globalisierung, »Klimagerechtigkeit«, Weltgouvernance, Bevölkerungsreduktion, Technisierung, Überwachung und Kontrolle, Bevölkerungsmeinungssteuerung, Genderwahn, Virenwahn, … – arbeitet im Sinne, und damit FÜR den Superreichen‐​Club – und wenn er sich noch so sehr als »Linker«, Progressiver, Marxist, Kommunist ausgibt – oder sogar so sieht.)

  5. …nachdem die Bündnisdemos zum 3.Oktober vorbeigegangen sind, ohne großen Eindruck zu hinterlassen und eine Vortragsveranstaltung der Neutralitätskampagne, deren Eintrittspreis ca die Hälfte dessen betrug, was für einen Vortrag des Ganser zu blechen wäre, die Gärtnerböcke der zweiten und dritten Reihe aus NRW und Hessen versammelte, ohne dass es zu einer zündenden Synergie mit anderen lahmen Ereignissen der athritischen Friedens‐​und Bürgerrechtsbewegung gekommen wäre, schreiben wir diesen Kommentar, um diesen Thread wieder an die Spitze der Kommentarleiste zu rücken.

    Die KA stimmt den Formulierungen »Franziskas« zu, weil sie uns am besten geeignet erscheinen, um zu einem common sense in der coronadissidenten Bewegung beizutragen, der in letzter Zeit droht, den sachfremdem Interessen von Bündniskampagnen untergeordnet und sektiererischen Spaltern zum Opfer gebracht zu werden.

    Gleichzeitig möchten wir herausstellen, dass wir Franziskas eigentlichen theoretischen Ansatz nicht teilen. Für die politische Diskussion spielt der aber eine untergeordnete Rolle. Was zunächst zählt, ist, dass die Befunde in soweit übereinstimmen, dass eine gemeinsame Debatte zumindest nicht ausgeschlossen erscheint.

    Franziska – übernehmen Sie!

    1. Es gibt einen Artikel vom Januar 22 von mir in der Magma:
      https://​magma​-magazin​.su/​2​0​2​2​/​0​1​/​f​r​a​n​z​i​s​k​a​/​b​e​g​r​u​e​n​d​u​n​g​-​d​e​r​-​c​o​r​o​n​a​-​m​a​s​s​n​a​h​m​e​n​k​r​i​t​ik/
      der freilich nichts als die »Pandemie«-Thematik auf damaligem Wissensstand behandelt. Mir ist nun nicht klar, weder, welcher »eigentliche theoretische Ansatz« mir da gerade zugeschrieben wird, noch, inwiefern meine derzeit von nicht allzu vielen geteilte Hypothese einer im bürgerlichen Wissenschafts‑, Wirtschafts‑, politisch(incl militärisch)en und schliesslich generell Mentalitätssystem angelegten Disposition zu (auf dieser Grundlage) unkorrigierbar falschen Überzeugungen Ausgangspunkt für Corona‐​Dissidenz‐ oder sonstige Bündnis‐​Plattformen werden könnte.
      Nur in einer Hinsicht bin ich womöglich die richtige Adresse, wenn und wo immer nämlich Bedarf nach »gemeinsamer Debatte« unter MATERIALISTISCH orientierten Menschen besteht.
      Die Debatte könnte schon mit der Frage beginnen, was genau darunter sinnvollerweise zu verstehen wäre. (Vielleicht merkt man, dass ich den Ausdruck LINKS (nicht‐​reformistisch usw) vermeide, und mit meinem Verlegenheitsausdruck »materialistisch« versuche, eine Position ausserhalb traditioneller Kontroversen zu benennen. Was damit gemeint ist, wird deutlicher, wenn man sich auf das zugehörige Gegenteil besinnt, Idealismus: die Kritik des Bestehenden anhand von Wunsch‐​Vorstellungen, wie es sein soll, aber nicht ist. Materialisten stellen da gleich anschliessend die Frage: Warum (nicht)? und beantworten sie möglichst vollständig. Dann weiss man meist, was mit wem (nicht) zu tun ist. Oder sein könnte.)

      1. Na, nun geraten Sie mal nicht aus dem Häuschen, wenn wir ihre »Formulierungen« (die weiter oben…) nützlich für die Bildung eines »common sense« halten, was ohnehin ein fragwürdiges Konzept wäre und selbst ersteinmal hinterfragt werden sollte. 

        Die »Hypothese«, die Sie zu Schlußfolgerungen über die Scheinseuche veranlasst, ist uns, wie gesagt, nicht wichtig und als »Ausgangspunkt« für eine »Bündnisplattform« wäre sie unseres Erachtens auch ungeeignet: 

        Die Annahme eines »generellen Mentalitätssystems«, das »unkorrigierbar falsche Überzeugungen« hervorbrächte, wäre vielleicht geeignet, um Meinungsbildung innerhalb von gerade politischen Bündnissen zu untersuchen – aber sagen sie das besser nicht ihren potentiellen Bündnispartnern. Die kämen sich vor, wie Gegenstände einer ethnologischen Untersuchung. 

        Also nein, unabhängig von Ihrem eigentlichen theoretischen Ansatz, geht die KA ohnehin kein Bündnis mit Privatpersonen ein – derzeit praktizieren wir überhaupt keine Bündnispolitik.

        Sie können unseren Kommentar so verstehen:

        Wenn einige ihrer Aussagen in einer gemeinsamen Debatte der Coronadissidenz eingang fänden, hielten wir das für die Aufklärung über die »Königsgrippe«(Der Erreger) nützlich.

        Mehr nicht.

        Ob Sie eine »richtige Adresse« für materialistische Kritiker – oder wen auch immer – wären, verzeihen Sie, spielt dabei keine Rolle.

        1. Dann übernehmen sie doch, was in dem von mir Veröffentlichten Ihnen »nützlich« erscheint, wofür auch immer – sie müssen mich noch nicht mal als Quelle angeben. Viel Glück beim gemeinsamen Debattieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert