Mos­kaus WHO-Maso­chis­mus: Russ­lands Auf­tritt auf der 76. Welt­ge­sund­heits­ver­samm­lung analysiert

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Am 22. Mai sprach der stell­ver­tre­ten­de rus­si­sche Gesund­heits­mi­nis­ter Ser­gej Gla­golew auf der 76. Welt­ge­sund­heits­ver­samm­lung in Genf im Namen von Mos­kau und Minsk. Sei­ne Rede war nicht sehr lang, daher habe ich beschlos­sen, sie Zei­le für Zei­le zu zitieren:

Im Namen des Uni­ons­staa­tes der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on und der Repu­blik Bela­rus habe ich die Ehre, den Mit­glieds­län­dern der Orga­ni­sa­ti­on und allen WHO-Mit­ar­bei­tern zum Jubi­lä­um unse­rer Orga­ni­sa­ti­on zu gra­tu­lie­ren und ihre Rol­le bei der Stär­kung der Gesund­heit der Welt­be­völ­ke­rung zu würdigen.

Die WHO »stärkt die Gesund­heit der Welt­be­völ­ke­rung«? Beleg drin­gend erforderlich.

Wir hof­fen, dass die­se Orga­ni­sa­ti­on und ihre Mit­glieds­staa­ten in der Lage sind, ihre Zie­le zu ent­wi­ckeln und zu errei­chen, vor allem die Zie­le für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung (»Sus­tainable Deve­lo­p­ment Goals«, SDGs), deren Ver­wirk­li­chung durch die Coro­na­vi­rus-Pan­de­mie ver­lang­samt wurde.

Zwei­ter Satz der Rede und schon pre­digt Mos­kau über die Zie­le für nach­hal­ti­ge Entwicklung.

Wir stel­len fest, dass die Pan­de­mie in den letz­ten drei Jah­ren eine bei­spiel­lo­se Her­aus­for­de­rung für die gan­ze Welt war und vie­le Pro­ble­me und Schwach­stel­len offen­bart hat. Lei­der haben es eini­ge Län­der vor­ge­zo­gen, bei der Bewäl­ti­gung der aktu­el­len Pan­de­mie nach Schul­di­gen zu suchen und die Situa­ti­on zu poli­ti­sie­ren, obwohl ein Höchst­maß an Zusam­men­halt, gegen­sei­ti­ger Unter­stüt­zung, kohä­ren­ten Maß­nah­men und die Ableh­nung ego­is­ti­scher Prak­ti­ken erfor­der­lich waren. Trotz aller Schwie­rig­kei­ten und Pro­ble­me, die auf­ge­deckt wur­den, ist es der Welt gelun­gen, die­sen schwe­ren Schlag zu bewäl­ti­gen und Mil­lio­nen von Men­schen­le­ben zu ret­ten, was nur dank der gegen­sei­ti­gen Unter­stüt­zung und Zusam­men­ar­beit mög­lich war.

Der natür­li­che Bevöl­ke­rungs­rück­gang in Russ­land wird 2021 mehr als eine Mil­li­on Men­schen betra­gen – eine Zahl, die es seit 1945 nicht mehr gege­ben hat. Die­ses beein­dru­cken­de Ver­bre­chen wur­de durch die Aus­set­zung der medi­zi­ni­schen Rou­tin­ever­sor­gung, die Auf­zwin­gung einer unbe­wie­se­nen gene­ti­schen Injek­ti­on für die Bevöl­ke­rung und durch eine anhal­ten­de Kam­pa­gne des sozio­öko­no­mi­schen Ter­ro­ris­mus (in Form von QR-Codes, will­kür­li­chen Ein­schrän­kun­gen für Unter­neh­men usw.) erreicht.

Es ist put­zig, dass Mos­kau jetzt dar­über pre­digt, wie die Welt die »Pan­de­mie« gera­de noch »bewäl­tigt« hat. Ja, wie hät­ten wir ohne die lebens­ret­ten­de Hil­fe der WHO über­le­ben können?

Wenn über­haupt, dann soll­te man dem rus­si­schen Volk dafür applau­die­ren, dass es die mör­de­ri­sche »Gesund­heits­po­li­tik« sei­ner Regie­rung hel­den­haft »bewäl­tigt« hat. Das Glei­che gilt natür­lich für alle Länder.

Was die »Poli­ti­sie­rung« von COVID betrifft – beschwert sich Mos­kau immer noch dar­über, dass es nicht genü­gend Impf­stof­fe, Beatmungs­ge­rä­te und Mas­ken für Afri­ka gab? Möglicherweise?

Wir begrü­ßen ins­be­son­de­re die Bemü­hun­gen der Volks­re­pu­blik Chi­na um eine recht­zei­ti­ge und wirk­sa­me Reak­ti­on auf die Pan­de­mie und um umfang­rei­che Hil­fe für Staa­ten in Not.

Schreck­lich.

Wir kön­nen nicht umhin, die Auf­merk­sam­keit auf die umfang­rei­chen Kor­rup­ti­ons­fäl­le zu len­ken, die im Umfeld der Phar­ma­rie­sen auf­ge­deckt wer­den und die unter ande­rem mit dem Bestre­ben zusam­men­hän­gen, den Arz­nei­mit­tel­markt zu begren­zen und ihn in einen ›Eli­te­club‹ zu ver­wan­deln, der der Bevöl­ke­rung der Län­der die Mög­lich­keit nimmt, Zugang zu den neu­es­ten Arz­nei­mit­teln zu erschwing­li­chen Prei­sen zu erhal­ten. Es wird auch auf die wach­sen­de Besorg­nis über die Sicher­heit prä­qua­li­fi­zier­ter Impf­stof­fe hin­ge­wie­sen, die eine genaue Unter­su­chung mit ent­spre­chen­den Schluss­fol­ge­run­gen und eine Ver­bes­se­rung der Markt­zu­las­sungs­ver­fah­ren erfordert.

Mos­kau deu­tet an, dass die beschleu­nig­ten gene­ti­schen Expe­ri­men­te Fol­gen haben könn­ten … 2,5 Jah­re nach­dem sie der Welt­be­völ­ke­rung auf­ge­zwun­gen wur­den – ein­schließ­lich der rus­si­schen Bevölkerung.

Hat­ten die all­mäch­ti­gen rus­si­schen Gesund­heits­be­hör­den eine Art tief­grei­fen­de Offen­ba­rung? Denn die über­stürz­te »Wis­sen­schaft«, die zur Her­stel­lung der COVID-»Impfstoffe« ver­wen­det wur­de, war 2020 genau­so ver­kom­men wie heute.

Damals, im Jahr 2020, schwärm­te Kirill Dmit­riew, WEF Young Glo­bal Lea­der und der Haupt­fi­nan­zier von Sput­nik V, von all den Big Pharma-Klumpenspritzen:

Kirill Dmit­riew, der Geschäfts­füh­rer von RDIF, erläu­ter­te in einem Inter­view mit CNN am 17. Dezem­ber 2020 die Ent­ste­hung der Part­ner­schaft zwi­schen Mos­kau und AstraZeneca.

Mos­kaus Part­ner­schaft mit Astra­Ze­ne­ca zur Ent­wick­lung eines »rus­si­schen« COVID-Impf­stoffs (zwei Mona­te vor der Ent­hül­lung von Sput­nik V) und sei­ne anschlie­ßen­de Poli­tik der Zusam­men­ar­beit mit Big Phar­ma zur Erpro­bung der Wirk­sam­keit von »Cock­tails« aus Blut­ge­rin­nungs­mit­teln sagt alles über sei­ne Beden­ken hin­sicht­lich der »Sicher­heit« und der »Markt­zu­las­sungs­ver­fah­ren« aus.

Wie auch immer, wenn die­se Beden­ken echt sind, war­um soll­te man nicht damit begin­nen, das nach­weis­lich unsi­che­re Sput­nik V vom Markt zu neh­men? Oder wie wäre es zumin­dest mit der Frei­ga­be der Daten der kli­ni­schen Pha­se-III-Stu­die für Sput­nik V – grund­le­gen­de Infor­ma­tio­nen, die bis heu­te nicht ver­öf­fent­licht wurden?

Dr. Alex­an­der Red­ko hat kürz­lich einen Brief an das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um geschickt, in dem er um die­se offen­sicht­lich äußerst sen­si­blen Daten bit­tet. War­um fällt es dem Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um so schwer, die eigent­lich harm­lo­sen (und beru­hi­gen­den!) Stu­di­en­ergeb­nis­se zu ver­öf­fent­li­chen? Das ist mir ein Rätsel!

Tut mir leid, aber ich glau­be nicht an Mos­kaus Per­len­klau­be­rei bezüg­lich der Zulas­sungs­pro­to­kol­le für Impf­stof­fe, vor allem weil Russ­land sei­ne eige­nen Pro­to­kol­le libe­ra­li­siert hat. Im Okto­ber geneh­mig­te das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um eine völ­lig unsin­ni­ge neue Vor­schrift, die es ermög­licht, »aktua­li­sier­te« gene­ti­sche COVID-»Impfstoffe« in nur 16 Tagen zu geneh­mi­gen und der Öffent­lich­keit zugäng­lich zu machen, fast ohne Tests.

Quel­le

Wir gehen weiter:

Jetzt, da wir die aku­te Pha­se der Kri­se über­wun­den haben, bleibt die Fra­ge des glo­ba­len sozio­öko­no­mi­schen Auf­schwungs nach dem COVID, in ers­ter Linie für die Ent­wick­lungs­län­der und nicht für die ›gol­de­ne Mil­li­ar­de‹, rele­vant. Dies erfor­dert einen noch stär­ke­ren Zusam­men­halt der Län­der und die Abkehr von den sek­to­ra­len Inter­es­sen ein­zel­ner Staa­ten­grup­pen, die die glo­ba­le Ungleich­heit fes­ti­gen wol­len. Heu­te ist vor allem ein gleich­be­rech­tig­ter Zugang zu Tech­no­lo­gien und For­schung erfor­der­lich, der vie­len Staa­ten auf­grund unan­ge­mes­se­ner Sank­tio­nen und Unter­neh­mens­lob­bys vor­ent­hal­ten wird.

Alle Eli­ten Russ­lands gehö­ren zu den »gol­de­nen Mil­li­ar­den«. Sie hin­ge­gen sind es nicht. Die­ses Meme der »gol­de­nen Mil­li­ar­de« wur­de von Mos­kau geschickt ein­ge­setzt, um die Pro­le­ten davon zu über­zeu­gen, dass die öst­li­che Olig­ar­chie selbst­los für den ein­fa­chen Mann gegen die west­li­che Olig­ar­chie kämpft. Wenn Sie glau­ben, dass die rus­si­schen Eli­ten (die über ein Land herr­schen, in dem 20 Pro­zent der Bevöl­ke­rung in Armut oder Bei­na­he-Armut leben) Sie vor den ame­ri­ka­ni­schen Eli­ten ret­ten wer­den (die zufäl­lig über ein Land herr­schen, in dem 20 Pro­zent der Bevöl­ke­rung unter­ernährt sind), dann wün­sche ich Ihnen viel Glück, mein Freund. Wie Iain Davis in »The Patrus­hev Over­sight« aus­führ­lich dar­ge­legt hat, sind sowohl Washing­ton als auch Mos­kau auf ehr­furcht­ge­bie­ten­de Pro­jek­tio­nen spezialisiert.

Wei­ter:

Die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on und die Repu­blik Bela­rus sind bereit, allen Län­dern auf der Grund­la­ge der Prin­zi­pi­en der Soli­da­ri­tät, der Gleich­heit und der Ach­tung des Völ­ker­rechts bei der Suche nach für bei­de Sei­ten akzep­ta­blen Lösun­gen zu hel­fen und mit ihnen zusam­men­zu­ar­bei­ten, um in die posi­ti­ve Dyna­mik der nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung ein­zu­tre­ten und die inter­na­tio­na­le Zusam­men­ar­beit im Bereich der glo­ba­len Gesund­heit aus­zu­bau­en, um künf­ti­ge Pan­de­mien zu verhindern.

Mehr »nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung«, gemischt mit mehr Wortsalat:

Bedau­er­li­cher­wei­se stel­len wir die beun­ru­hi­gen­den Anzei­chen für die fort­schrei­ten­de Poli­ti­sie­rung der Orga­ni­sa­ti­on fest. Ein Bei­spiel dafür ist, dass der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on wäh­rend der Son­der­sit­zung des Regio­nal­ko­mi­tees am 15. Mai die­ses Jah­res in ekla­tan­ter Wei­se das sou­ve­rä­ne Recht ent­zo­gen wur­de, als Sitz­land des geo­gra­fisch ent­fern­ten WHO-Büros für die Prä­ven­ti­on nicht­über­trag­ba­rer Krank­hei­ten zu fun­gie­ren. Das vor­ge­nann­te Büro für nicht­über­trag­ba­re Krank­hei­ten wur­de von der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on finan­ziert und leis­tet seit zehn Jah­ren erfolg­reich Unter­stüt­zung für Län­der, die die Belas­tung durch nicht­über­trag­ba­re Krank­hei­ten bewäl­ti­gen müs­sen. Die Ent­schei­dung der Son­der­ta­gung steht im Wider­spruch zum Geist der Zusam­men­ar­beit der Orga­ni­sa­ti­on und der Char­ta (Ver­fas­sung) der WHO. Es wur­de ein Prä­ze­denz­fall dafür geschaf­fen, dass Pro­jek­te allein auf­grund der poli­ti­schen Inter­es­sen einer klei­nen Grup­pe von Staa­ten ein­ge­stellt werden.

Ja, hier beschwert sich Russ­land, anstatt sich zu freu­en, dass die WHO eines ihrer Büros in Mos­kau geschlos­sen hat.

Ein eben­so wich­ti­ges The­ma ist die För­de­rung des Kon­zepts des »drit­ten Geschlechts« in WHO-Doku­men­ten durch das WHO-Sekre­ta­ri­at. Dies steht im Ein­klang mit der Agen­da des kol­lek­ti­ven Wes­tens, der Bevöl­ke­rung der Län­der Afri­kas, Asi­ens, Ost­eu­ro­pas und des Nahen Ostens Ver­hal­tens­mus­ter auf­zu­zwin­gen, die für die natio­na­len Grund­la­gen unty­pisch sind und loka­le Span­nungs­her­de bil­den. In der über­wie­gen­den Mehr­heit der WHO-Mit­glieds­län­der ist die Exis­tenz von nur zwei bio­lo­gisch aner­kann­ten Geschlech­tern, Män­nern und Frau­en, auf gesetz­li­cher Ebe­ne ver­an­kert. Es (das Kon­zept des »drit­ten Geschlechts«) ist auch nicht in den grund­le­gen­den inter­na­tio­na­len Doku­men­ten der Ver­ein­ten Natio­nen ver­an­kert, in denen das Kon­zept des Geschlechts in sei­nem tra­di­tio­nel­len Sin­ne – Mann und Frau – behan­delt wird. Das Kon­zept des »drit­ten Geschlechts« ist nicht all­ge­mein aner­kannt, wird von den Mit­glieds­län­dern nicht gebil­ligt und hat nicht die umfas­sen­de Unter­stüt­zung der Welt­ge­mein­schaft. Wir stel­len fer­ner fest, dass das Kon­zept des »drit­ten Geschlechts« der eth­nisch-kul­tu­rel­len Lebens­wei­se, der reli­giö­sen Ethik, den natio­na­len Tra­di­tio­nen und den sozia­len Nor­men der meis­ten WHO-Mit­glieds­län­der zuwi­der­läuft. Wir sind besorgt über den mög­li­chen Rück­gang der Bedeu­tung der Insti­tu­ti­on der Fami­lie und der tra­di­tio­nel­len Familienwerte«.

Ehre, wem Ehre gebührt: Wenigs­tens stellt sich Mos­kau gegen die west­li­che »Gender-Fluid«-Pronomenpolizei. Sicher, das ist eine nied­ri­ge Mess­lat­te, aber es ist immer­hin etwas. Und etwas ist bes­ser als nichts.

Und das war die Rede.

Sie wur­de von der Gemein­schaft der medi­zi­ni­schen Frei­heit in Russ­land nicht beson­ders gut auf­ge­nom­men. Der rus­si­sche Tele­gramm­ka­nal Stop Vac­cism ver­öf­fent­lich­te eine kur­ze Zusam­men­fas­sung von Gla­golews Auftritt:

In sei­ner Rede kroch der Stell­ver­tre­ter des faschis­ti­schen rus­si­schen Gesund­heits­mi­nis­ters, Michail Murasch­ko, in Ärsche, lob­te Chi­na, beklag­te die Schlie­ßung eines der WHO-Büros in Mos­kau, äußer­te sich besorgt über den Kurs der WHO in Rich­tung all­ge­mei­ner Päd­eras­tie und deu­te­te sogar an, dass bei der Sicher­heit »prä­qua­li­fi­zier­ter« Impf­stof­fe etwas schief gelau­fen sei, wobei er auf die Kor­rup­ti­on in Big Phar­ma (natür­lich im Wes­ten) hinwies. […]

Was die­ser hart­nä­cki­ge Die­ner der Glo­ba­lis­ten nicht erwähn­te, waren die Hun­dert­tau­sen­de, die allein in unse­rem Land durch gif­ti­ge »Impf­stof­fe« und Behand­lungs­pro­to­kol­le der WHO getö­tet wurden. […]

[Und] es ist bezeich­nend, dass Gla­golew den Pan­de­mie­ver­trag mit kei­nem Wort erwähnt hat.

Es ist in der Tat recht inter­es­sant, dass Mos­kau zu den ver­schie­de­nen, die Sou­ve­rä­ni­tät beschnei­den­den WHO-Ver­trä­gen und ‑Ver­ord­nun­gen, die der­zeit geprüft wer­den, über­haupt nichts zu sagen hat­te. Eine sehr gründ­li­che Ana­ly­se des Pan­de­mie­ver­trags wur­de kürz­lich von der rus­si­schen Web­site für alter­na­ti­ve Medi­en (und dem belieb­ten Tele­gram-Kanal) Ivan Tea ver­öf­fent­licht.

Die Sei­te kam zu einem ziem­lich düs­te­ren Schluss:

In naher Zukunft plant die WHO, die Arbei­ten zur Fest­le­gung der Kon­tu­ren des glo­ba­len Sys­tems für die Ver­wal­tung der natio­na­len Gesund­heits­sys­te­me abzu­schlie­ßen und einen Mecha­nis­mus für die supra­na­tio­na­le Kon­trol­le und Über­wa­chung im Bereich der Medi­zin sowie der wirt­schaft­li­chen und tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lung der Gesund­heits­ver­sor­gung zu schaffen. […]

Es ist nicht zu über­se­hen, dass die­se glo­ba­len Ent­schei­dun­gen im Inter­es­se der Welt­ak­teu­re im Gesund­heits­we­sen getrof­fen wer­den, zu denen neben ande­ren Akteu­ren auch west­li­che Regie­rungs- und Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen sowie trans­na­tio­na­le Kon­zer­ne gehören.

Es stimmt, dass Mos­kau in der Ver­gan­gen­heit signa­li­siert hat, dass ein neu­es WHO-Abkom­men nicht in die Sou­ve­rä­ni­tät der Mit­glieds­staa­ten ein­grei­fen soll­te. Aber es gibt immer mehr Bewei­se dafür, dass es sich dabei um lee­re Rhe­to­rik han­delt oder dass Mos­kau dazu über­re­det wur­de, sei­nen Stand­punkt zu ändern. Ich wer­de auf die­ses The­ma in einem der nächs­ten Bei­trä­ge näher eingehen.

Kei­ne Anzei­chen für einen Rück­zug Mos­kaus aus der WHO (aber zumin­dest ende­te Murash­kos Amts­zeit im Exekutivrat?)

In der Zwi­schen­zeit haben prak­tisch alle patrio­ti­schen rus­si­schen Medi­en über Mos­kaus selbst­zer­stö­re­ri­sche Ent­schei­dung, in der WHO zu blei­ben, geschrien. Kat­ju­scha hat einen guten Arti­kel dar­über ver­fasst, wie das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um trotz der ritu­el­len Demü­ti­gung Mos­kaus durch die WHO alles in sei­ner Macht ste­hen­de getan hat, um die glo­ba­len Gesund­heits­göt­ter zu besänf­ti­gen. Ähn­li­che Arti­kel sind in den rus­sisch­spra­chi­gen Medi­en zu finden.

Quel­le

Als die Spe­zi­el­le Mili­tär­ope­ra­ti­on im Febru­ar 2022 an den Start ging, lei­te­ten rus­si­sche Akti­vis­ten eine breit ange­leg­te Kam­pa­gne ein, um die WHO-Mit­glied­schaft Mos­kaus auf­zu­he­ben oder zumin­dest aus­zu­set­zen. Es wur­de jedoch schnell klar, dass die rus­si­sche Regie­rung dar­an nicht inter­es­siert war. Wie die­ser Blog immer wie­der doku­men­tiert hat, ist Mos­kau wei­ter­hin ein wil­li­ger Mit­spie­ler in allen glo­ba­len Biosicherheits-Theaterproduktionen.

Die ein­zi­ge gute Nach­richt ist wohl, dass die Amts­zeit des rus­si­schen Gesund­heits­mi­nis­ters Michail Murasch­ko im Exe­ku­tiv­rat der WHO abge­lau­fen ist. (Nein, das hat kei­ne tie­fe­re Bedeu­tung – auch der bri­ti­sche Viren­fres­ser Chris Whit­ty hat sei­nen Platz im Rah­men des übli­chen Rota­ti­ons­ver­fah­rens verloren).

Die Lis­te der WHO-Exe­ku­tiv­rats­mit­glie­der (Euro­pa) vom März (links); die aktu­el­le Lis­te der Mit­glie­der aus Euro­pa (rechts). Murash­ko und sein geschätz­ter Kol­le­ge aus dem Ver­ei­nig­ten König­reich, COVID-Unhold Chris Whit­ty, wur­den durch Dele­gier­te aus der Schweiz und der Ukrai­ne ersetzt

Daher wer­de ich Murasch­ko in Zukunft nicht mehr als Mit­glied des Exe­ku­tiv­rats der WHO bezeichnen.

Statt­des­sen wer­de ich ihn »den gesund­heits­be­wah­ren­den Hel­den, der QR-Codes mit einem tren­di­gen neu­en Klei­dungs­stil ver­gleicht« nennen.

Sehen Sie? Die Din­ge wer­den besser.

Lest die gan­ze Geschich­te hier

Zuerst in eng­lisch erschie­nen im Sub­stack von Edward Slavs­quat: https://​edwards​lavs​quat​.sub​stack​.com/
Bild: Mobi­les Impf­zen­trum in Tju­men, Russ­land (RG72)

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