Der Untergang Weimars – Bürgerliche Mythen und die Realität

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Ein jeder, der in der BRD zur Schu­le gegan­gen ist, kennt geläu­fi­ge Mythen zum Unter­gang der Wei­ma­rer Repu­blik. Die­se wur­den und wer­den gestreut, um die BRD his­to­risch zu legi­ti­mie­ren, obwohl die­se genau­so ein bür­ger­li­cher Staat ist, wie die Wei­ma­rer Repu­blik es auch war und mit den Ame­ri­ka­nern koope­rie­ren­de Alt­na­zis ihren Appa­rat auf­bau­ten. Letzt­end­lich wer­den die­se Mythen auch gestreut, um mehr demo­kra­ti­sche Betei­li­gung des Vol­kes als »rechts« abtun zu kön­nen, denn vie­le Behaup­tun­gen dre­hen sich um den Gene­ral­ver­dacht, dass das deut­sche Volk per se rechts­ex­trem sei, sozu­sa­gen »von Natur aus«. Es ist des­halb auch wenig ver­wun­der­lich, wenn Ralf Dah­ren­dorf, ein ordo­li­be­ra­les jahr­zehn­te­lan­ges FDP-Mit­glied, 1967 die The­se auf­stell­te, dass Nicht­be­tei­li­gung an demo­kra­ti­schen Pro­zes­sen »nicht nur trag­bar, son­dern gera­de­zu wün­schens­wert« sei1.

»Weimar ist an einem Mangel an Demokraten gescheitert!«

Die­se Behaup­tung stammt zumeist von jenen, die die Behaup­tung ver­tre­ten, dass die NSDAP mehr­heit­lich gewählt wor­den wäre. Das stimmt aber nicht. Die NSDAP erhielt bei den Reichs­tags­wah­len vom März 1933 43,9% der Stim­men2. Sie konn­te über­haupt nur des­halb regie­ren, indem sie eine Koali­ti­on mit der DNVP ein­ging3. Zusätz­lich ist zu beden­ken, dass die NSDAP in den Wah­len zuvor an Stim­men ver­lo­ren hat­te4 und dass die Reichs­tags­wahl vom März 1933 bereits unter Ter­ror­be­din­gun­gen statt­fand, seit­dem die Reichs­tags­brand­ver­ord­nung die Grund­rech­te fak­tisch außer Kraft gesetzt hat. Das heißt, dass selbst unter vor­ge­hal­te­ner Waf­fe das deut­sche Volk der NSDAP kei­ne abso­lu­te Mehr­heit bescherte.

Statt­des­sen muss man sagen, dass die soge­nann­te »bür­ger­li­che Mit­te« auf­grund ihrer Kapi­tal­hö­rig­keit die NSDAP unter­stütz­te, weil die­se die Kapi­tal­in­ter­es­sen ver­trat. Das erken­nen selbst sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Geschichts­schrei­ber an. Hol­ger Gorr ver­wies dar­auf, dass Hit­ler am 27. Janu­ar 1932 vor den Groß­ka­pi­ta­lis­ten in Düs­sel­dorf signa­li­siert habe, dass er deren Macht­po­si­tio­nen nicht antas­ten wol­le5. Ent­spre­chend die­ser Kapi­tal­hö­rig­keit der NSDAP, wie auch der ande­ren bür­ger­li­chen Par­tei­en, erhielt die NSDAP eine Zwei­drit­tel­mehr­heit von allen Par­tei­en der soge­nann­ten »bür­ger­li­chen Mit­te«; dar­un­ter auch der spä­te­re Bun­des­prä­si­dent Theo­dor Heuß, der für die libe­ra­le Deut­sche Staats­par­tei (vor­mals: Deut­sche Demo­kra­ti­sche Par­tei) im Reichs­tag saß. Ledig­lich die SPD stimm­te dage­gen. Die KPD konn­te nicht dage­gen stim­men, weil sie auf­grund ihrer Ver­fol­gung durch die Hit­ler­fa­schis­ten nicht ein­mal Par­la­ments­sit­ze zuge­teilt bekam. Es lag nicht an einem »Man­gel an Demo­kra­ten«, son­dern dar­an, dass bür­ger­li­che Par­tei­en die Inter­es­sen des Kapi­tals ver­tre­ten, auch wenn dies die Ein­füh­rung des Faschis­mus bedeutet.

Auf­grund der Ableh­nung des Ermäch­ti­gungs­ge­set­zes gilt die SPD als heroi­sche Par­tei kurz vor der Eta­blie­rung eines faschis­ti­schen Ein-Par­tei-Sys­tems in Deutsch­land. Was all­zu ger­ne von bür­ger­li­cher Sei­te ver­schwie­gen wird, ist, dass die SPD am 17. Mai 1933 für die NS-Außen­po­li­tik stimm­te6. Also war selbst die SPD kei­ne klar anti­fa­schis­tisch-demo­kra­ti­sche Par­tei. Dies war ein­zig und allein die KPD, die von den Nazis vom ers­ten Tag ihrer Macht­über­nah­me ver­folgt wor­den war. Mit die­ser Akti­on wur­de das Ver­spre­chen Schei­de­manns wahr: »Mei­ne Par­tei wird dafür sor­gen, daß Deutsch­land vom Bol­sche­wis­mus ver­schont bleibt.»7 Und genau das war das größ­te Übel der SPD aus der Sicht von Rudolf Breit­scheid8.

»Weimar ist an einer mangelnden 5%-Hürde zugrunde gegangen!« 

Die­se Behaup­tung ist zumeist damit ver­bun­den, dass der Reichs­tag arbeits­un­fä­hig gewor­den sei durch die vie­len ver­tre­te­nen Par­tei­en. Das stimmt aber nur teil­wei­se und läuft auf den ein­gangs zitier­ten Aus­spruch von Ralf Dah­ren­dorf hin­aus: Es sei gewünscht, wenn sich Tei­le des Vol­kes nicht an demo­kra­ti­schen Pro­zes­sen betei­li­gen. Das ist eine sehr unde­mo­kra­ti­sche Sicht­wei­se, wenn man bedenkt, dass Demo­kra­tie aus dem Grie­chi­schen über­setzt wört­lich Volks­herr­schaft bedeu­tet. Es gibt auch heut­zu­ta­ge Staa­ten, in denen mehr­fach neu­ge­wählt wird, weil poten­zi­el­le Regie­rungs­kon­stel­la­tio­nen kei­ne Mehr­hei­ten im Par­la­ment zusam­men­be­kom­men. Den­noch zer­bre­chen dar­an die­se Repu­bli­ken nicht. Ich sage dies, indem ich die Sache rein bür­ger­lich betrachte.

Kom­men wir nun aber zur eigent­li­chen Behaup­tung und ihrer Wider­le­gung: Letzt­end­lich hät­te eine 5%-Hürde bloß die gro­ßen Par­tei­en gestärkt, somit letzt­end­lich auch die NSDAP. Die NSDAP bekam im März 1933 kei­ne abso­lu­te Mehr­heit an Sit­zen im Reichs­tag genau weil es kei­ne 5%-Hürde gab. Bei einer 5%-Hürde hät­ten klei­ne »Puf­fer­par­tei­en«, zu denen die Deut­sche Volks­par­tei und die Deut­sche Demo­kra­ti­sche Par­tei (damals umbe­nannt zu: Deut­sche Staats­par­tei) zähl­ten, mit ihren jeweils 1% der Gesamt­stim­men den Ein­zug nicht geschafft. Die NSDAP erhielt am meis­ten Stim­men, hät­te somit mit nicht ein­mal 44% der Stim­men eine abso­lu­te Mehr­heit im Reichs­tag erhal­ten. Wer auf die oben genann­te Wei­se gegen den Hit­ler­fa­schis­mus argu­men­tiert, der argu­men­tiert also fak­tisch für ihn.

Letzt­end­lich hät­te die Zen­tra­li­sie­rung des Par­tei­en­spek­trums durch die poli­ti­sche Aus­schal­tung klei­ner Par­tei­en erst recht zum Faschis­mus geführt.

»Weimar wurde von rechts und links in die Mangel genommen!« 

Man kann natür­lich ver­su­chen mit blo­ßen Ana­lo­gien zu arbei­ten, wie zum Bei­spiel »Die NSDAP war eine Par­tei, die KPD auch; die SA war das Para­mi­li­tär, der Rote Front­kämp­fer­bund auch.«, so wie der Hit­ler­fa­schis­mus all­zu ger­ne mit der DDR auch durch Ana­lo­gien gleich­ge­setzt wird. Aber Ana­lo­gien sind kei­ne Ana­ly­se und las­sen bei­spiels­wei­se aus, dass auch die SPD eine Par­tei mit Para­mi­li­tär war. Ihres hieß Reichs­ban­ner Schwarz-Rot-Gold.

Natür­lich gab es bei den März­kämp­fen 1921 und dem Ham­bur­ger Auf­stand im Okto­ber 1923 Ver­su­che eines revo­lu­tio­nä­ren Umstur­zes durch die KPD. Wenn man aber bedenkt, dass die Wei­ma­rer Repu­blik letzt­end­lich auf den Lei­chen von Karl Lieb­knecht und Rosa Luxem­burg gegrün­det wor­den ist, die auf­stän­di­schen Arbei­ter und Sol­da­ten zur Jah­res­wen­de 1918/1919 mehr for­der­ten, als eine blo­ße bür­ger­li­che Repu­blik, wird der his­to­ri­sche Kon­text dafür ersicht­lich. Die Wei­ma­rer Repu­blik war ein Staat der bür­ger­li­chen Restau­ra­ti­on. Selbst Phil­ipp Schei­de­mann, der Aus­ru­fer der Wei­ma­rer Repu­blik, schrieb, dass er damals die Rufe ver­nahm: »Repu­blik? Das ist nicht viel. Sozia­lis­mus ist das Ziel.»9 Schei­de­mann war sich also durch­aus bewusst, als Reak­tio­när gehan­delt zu haben, wenn er es auch nicht wort­wört­lich zugibt.

Die NSDAP beging im Novem­ber 1923 ihren Marsch auf die Feld­herrn­hal­le in Mün­chen. Das war ihr ein­zi­ger und zugleich ein dilet­tan­ti­scher Ver­such eines Staats­strei­ches. Abge­se­hen davon fiel die Bestra­fung für die Put­schis­ten damals sehr nied­rig aus. Eine Ana­lo­gie zur revo­lu­tio­när-sozia­lis­ti­schen Tätig­keit der KPD ist unan­ge­bracht. Die NSDAP ver­trat ganz ande­re Zie­le. Adolf Hit­ler sag­te am 27. Janu­ar 1932 vor dem Indus­trie-Club in Düs­sel­dorf: »Der Bol­sche­wis­mus wird, wenn sein Weg nicht unter­bro­chen wird, die Welt genau so einer voll­stän­di­gen Umwand­lung aus­set­zen wie einst das Chris­ten­tum.»10 Hit­ler war Anti­kom­mu­nist und Anti­christ zugleich. Abge­se­hen davon bekann­te sich Hit­ler in die­ser Rede offen zu kapi­ta­lis­ti­schen Zie­len. Das zeig­te, dass das NSDAP-Par­tei­pro­gramm von 192011 in der Pra­xis gar nicht ver­tre­ten wor­den ist. Des­halb ist der Vor­wurf von Schei­de­mann »Die Kom­mu­nis­ten haben sich Hit­ler gera­de­zu her­bei­ge­sehnt.»12 lächerlich.

Man kann der KPD nicht ernst­haft vor­wer­fen wol­len, am Unter­gang der Wei­ma­rer Repu­blik schuld zu sein. Natür­lich lehn­te die KPD die Wei­ma­rer Repu­blik als bür­ger­li­chen Staat ab, und den­noch betei­lig­te sie sich am Wider­stand gegen deren Besei­ti­gung durch den Faschis­mus. So betei­lig­te sie sich 1920 gemein­sam mit USPD und den Basis-Mit­glie­dern der SPD gegen den Kapp-Putsch. Der Par­tei­vor­stand der SPD bil­lig­te nicht offi­zi­ell die SPD-Betei­li­gung gegen den Putsch. Schei­de­mann erwähn­te, dass die geein­te Arbei­ter­klas­se den Kapp-Putsch nie­der­ge­run­gen hat­te, ohne die KPD dabei zu erwäh­nen13. Wäh­rend des Preu­ßen­schlags am 20. Juli 1932, bei dem die SPD-Regie­rung in Preu­ßen durch Hin­den­burg für abge­setzt erklärt wur­de, bot die KPD der SPD ihre Hil­fe an, um dage­gen zu strei­ken. Die SPD lehn­te ab. Schei­de­mann sah es im Nach­hin­ein als Feh­ler, dass die SPD gegen die­se Abset­zung nichts unter­nahm, obwohl sie das Reichs­ban­ner, die Eiser­ne Front und treue Leu­te in der Schutz­po­li­zei hin­ter sich hat­te14. Er erwähn­te auch hier die KPD und ihr Ange­bot nicht. Aber den­noch zeigt dies: Das Poten­zi­al wäre dage­we­sen, um die­sen Staats­streich in Preu­ßen zurück­zu­schla­gen. Die KPD war bereit dazu, die for­ma­le Demo­kra­tie der Wei­ma­rer Repu­blik zu ver­tei­di­gen, die SPD nicht. Die­se Selbst­auf­ga­be der SPD ging noch wei­ter. Als Hit­ler am 30. Janu­ar 1933 zum Reichs­kanz­ler ernannt wor­den ist, bot die KPD der SPD an, dage­gen in den Gene­ral­streik zu tre­ten. Hol­ger Gorr zufol­ge lehn­te die SPD dies ab, weil sie fürch­te­te, den Kom­mu­nis­ten damit zu nüt­zen15. Das bedeu­tet letzt­end­lich, dass der Faschis­mus bil­li­gend in Kauf genom­men wor­den ist durch die SPD-Füh­rung, nur um unter kei­nen Umstän­den einen mög­li­chen Kampf für den Sozia­lis­mus zu begüns­ti­gen. Schei­de­mann resü­mier­te im Exil, dass die Wei­ma­rer Repu­blik an der Zer­split­te­rung der deut­schen Arbei­ter­klas­se zugrun­de gegan­gen sei und sah Sozi­al­de­mo­kra­ten, Kom­mu­nis­ten und Gewerk­schaf­ten dafür glei­cher­ma­ßen in der Schuld16. Die Schluss­fol­ge­rung, dass die Zer­split­te­rung der Arbei­ter­klas­se das Kern­pro­blem war, erkann­te auch die KPD, dass aber alle Tei­le der Arbei­ter­be­we­gung die glei­che Schuld tref­fen wür­de, ist nicht kor­rekt. Schei­de­mann tut so, als hät­te es kei­ne vor­he­ri­gen War­nun­gen gege­ben vor dem, was kam. Die KPD wuss­te näm­lich schon min­des­tens ein Jahr vor der Macht­über­nah­me der Nazis, wor­auf die Ent­wick­lung zuläuft.

In der Roten Fah­ne vom 12. März 1932 warn­te die KPD in einer Kari­ka­tur: »Wer Hin­den­burg wählt, hilft Hit­ler!« Die­se Kari­ka­tur zeig­te außer­dem, dass die SPD die Kan­di­da­tur Hin­den­burgs als Reichs­prä­si­dent unter­stütz­te17. Wie die Geschich­te zei­gen soll­te, bewahr­hei­te­te sich die Vor­aus­sa­ge der KPD als rich­tig; die SPD begüns­tig­te den Faschis­mus durch ihre oppor­tu­nis­ti­sche Poli­tik der soge­nann­ten »bür­ger­li­chen Mit­te« gegen­über. Und nicht nur damit. Kle­ment Gott­wald lie­fer­te im April 1933 eine Art »Sün­den­re­gis­ter der SPD« im Überblick:

Im Jah­re 1921 wur­de der mit­tel­deut­sche Auf­stand nie­der­ge­schla­gen, im Jah­re 1923 ließ der sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Reichs­prä­si­dent Ebert die sozia­lis­tisch-kom­mu­nis­ti­sche Regie­run­gen in Sach­sen und Thü­rin­gen aus­ein­an­der­ja­gen und den Auf­stand in Ham­burg unter­drü­cken. Am 1. Mai 1929 ließ der sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Poli­zei­prä­si­dent Zör­gie­bel auf die Ber­li­ner Arbei­ter schie­ßen und noch im Juni 1932 rich­te­te die sozi­al­de­mo­kra­tisch geführ­te Poli­zei unter den Arbei­tern von Alto­na, die gegen Haken­kreuz­ler­pro­vo­ka­tio­nen demons­trier­ten, ein Blut­bad an. […] Die deut­sche Sozi­al­de­mo­kra­tie hat durch ihre gesam­te Poli­tik wäh­rend der letz­ten 15 Jah­re der heu­ti­gen faschis­ti­schen Dik­ta­tur Hit­lers den Weg geeb­net.18

Die SPD war mas­siv dar­an betei­ligt, nach links zu schla­gen und nach rechts zu kuschen.

Trotz all die­ser Fak­ten behaup­te­te Schei­de­mann in einem Brief aus dem Exil vom 25. Okto­ber 1934: »Ich sehe in den Kom­mu­nis­ten die Haupt­schul­di­gen an dem Unglück, das in Deutsch­land über uns gekom­men ist.»19 Er behaup­te­te auch:

Nie­mand hat in Deutsch­land eine wirk­lich revo­lu­tio­nä­ren Ent­wick­lung mehr gescha­det, als die Kom­mu­nis­ten mit ihrem blö­den Geschrei, das sie schon für revo­lu­tio­nä­re Tätig­keit hiel­ten.20

Allein am Niveau der Äuße­rung kann man erken­nen, wie pri­mi­tiv die Welt­an­schau­un­gen rech­ter Sozi­al­de­mo­kra­ten war und ist. Mit kei­nem Wort geht Schei­de­mann auf die Nie­der­schla­gung revo­lu­tio­nä­rer Aktio­nen durch Order der SPD ein. Sei­ne 2002 erst­mals ver­öf­fent­lich­ten pri­va­ten Noti­zen sind deut­lich ehr­li­cher als die offi­zi­el­le Geschichts­schrei­bung der SPD, aber ganz klar rechts-sozi­al­de­mo­kra­tisch verklärt.

Schei­de­mann ver­trat auch den Mythos, dass die KPD »ihre Befeh­le aus Mos­kau« erhal­ten hät­te21, was nicht rich­tig ist. Vor allem, da Wal­ter Ulb­richt einen guten Draht zu Dimitroff und zum Exe­ku­tiv­ko­mi­tee der Kom­in­tern (EKKI) hat­te, könn­te man eher einen Ein­fluss der KPD-Füh­rung auf die Kom­in­tern unter­stel­len. Die­se Behaup­tung, die Schei­de­mann ver­trat, ist ein Selbst­läu­fer, der sich bis heu­te fort­setzt – in den absur­des­ten For­men. So zum Bei­spiel, wenn die CDU den Abriss des Thäl­mann-Denk­mals in Ber­lin for­dert mit dem Ver­weis auf Putin22. Eben­falls zum Selbst­läu­fer sind Unter­stel­lun­gen gewor­den, dass die KPD mit der NSDAP koope­riert hätte.

Der BVG-Streik in Ber­lin im Sep­tem­ber 1932 wird ger­ne als angeb­li­che »Zusam­men­ar­beit zwi­schen KPD und NSDAP« beschwo­ren. Der Hin­ter­grund dafür war, dass die Füh­rung des ADGB (das war der SPD-nahe Gewerk­schafts­ver­band und Vor­läu­fer des heu­ti­gen DGB) eine Lohn­sen­kung von 2 Pfen­nig pro Arbeits­stun­de akzep­tier­te, aber drei Vier­tel der Gewerk­schafts­mit­glie­der der Bahn­ge­werk­schaft des ADGB sich in einer Urab­stim­mung für einen Streik aus­spra­chen. Die­se Situa­ti­on nutz­te der KPD-nahe Gewerk­schafts­bund RGO, um zum Streik auf­zu­ru­fen. An die­sem betei­lig­ten sich auch die ADGB-Mit­glie­der. Die NSDAP rief damals zum ein­zi­gen Mal in der Geschich­te mit zum Streik auf mit ihren NS-Betriebs­zel­len. Aus die­sem Grund wird die­ser Streik als ein Bei­spiel für den Mythos »rot gleich braun« beschwo­ren. Aber selbst der sozi­al­de­mo­kra­ti­sche His­to­ri­ker Hol­ger Gorr merkt zum BVG-Streik an, dass die NSDAP nur zum Streik auf­rief, um nicht noch mehr Anhän­ger in der Arbei­ter­schaft zu ver­lie­ren23. Auf die Wei­se, wie Gorr sei­ne Bemer­kung for­mu­liert, spielt er unmiss­ver­ständ­lich auf ein Gespräch zwi­schen Adolf Hit­ler und Paul von Hin­den­burg an, das am 19. Novem­ber 1932 statt­fand. Hin­den­burg frag­te Hit­ler, wie­so die NSDAP sich am BVG-Streik betei­lig­te. Hit­ler antwortete:

Die Leu­te sind sehr erbit­tert. Wenn ich mei­ne Leu­te von der Betei­li­gung abge­hal­ten hät­te, hät­te der Streik doch statt­ge­fun­den, aber ich hät­te mei­ne Anhän­ger in der Arbei­ter­schaft ver­lo­ren; das wäre auch kein Vor­teil für Deutsch­land.24

Es ist offen­sicht­lich, dass die NSDAP nur aus oppor­tu­nis­ti­schen Grün­den an die­sem einen Streik teilnahm.

Eben­falls aus oppor­tu­nis­ti­schen Grün­den beging ein hal­bes Jahr spä­ter der ADGB die größt­mög­li­che Schand­tat aus Sicht der deut­schen Arbei­ter­klas­se: Er ließ am 1. Mai 1933 zusam­men mit den Nazis auf­mar­schie­ren25. Einen Tag spä­ter ließ das Nazi­re­gime die Gewerk­schaf­ten zer­schla­gen. Hol­ger Gorr sah den Grund dar­in in einer »tra­gi­schen Fehl­ein­schät­zung« durch den ADGB, dass die­ser glaub­te, sich in den Faschis­mus inte­grie­ren zu kön­nen unter einer ähn­li­chen Poli­tik wie zur Bis­marck­zeit26. Gorr spricht die ADGB-Füh­rung damit davon frei, mit dem Faschis­mus bewusst gelieb­äu­gelt zu haben, obwohl dies auf der Hand lie­gen würde.

Anbe­tracht die­ser Umstän­de ist es wenig ver­wun­der­lich, wenn sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Gewerk­schafts­funk­tio­nä­re, die sich wil­lig in den Faschis­mus inte­grie­ren woll­ten, nach 1945 in Ost­deutsch­land poli­tisch kalt­ge­stellt wor­den sind. Wal­ter Ulb­richt sag­te im Novem­ber 1945: »Vor allen Din­gen dür­fen nicht sol­che frü­he­ren Gewerk­schafts­funk­tio­nä­re, die zur Teil­nah­me an der Nazi­de­mons­tra­ti­on am 1. Mai 1933 auf­ge­ru­fen haben und für die Ein­glie­de­rung der frei­en Gewerk­schaf­ten in den faschis­ti­schen Staats­ap­pa­rat waren oder nach dem 1. Mai 1933 bei der Über­ga­be des Gewerk­schafts­ver­mö­gens mit­ge­hol­fen haben, in die Gewerk­schafts­lei­tun­gen gewählt wer­den.»27 Man kann also nicht sagen, dass in Ost­deutsch­land will­kür­lich Sozi­al­de­mo­kra­ten geschasst wor­den sind, wenn man das his­to­ri­sche Vor­spiel vor dem Jah­re 1945 betrach­tet. Anders als es in der BRD jah­re­lang ver­tre­ten wor­den ist, war das Jahr 1945 kein »Jahr Null«.

Zusam­men­ge­fasst muss man also sagen, dass die Wei­ma­rer Repu­blik von rechts zer­drückt wor­den ist, wäh­rend die Sozi­al­de­mo­kra­tie nichts dage­gen unter­nahm und die KPD allei­ne bereit zum Kampf dastand.

»Der Versailler Vertrag verursachte Revanchismus, der zum Untergang führte!«

Die Schul­den des Ver­sail­ler Ver­trags waren erdrü­ckend. Den­noch waren sie nicht die Haupt­ur­sa­che des Unter­gangs der Wei­ma­rer Repu­blik. Die Wirt­schafts­kri­se der Gro­ßen Depres­si­on erst ver­ur­sach­te eine kata­stro­pha­le Lage, die zum Nie­der­gang des Glau­bens in die sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Dem­ago­gie von der »Wirt­schafts­de­mo­kra­tie« führ­te. Den­noch bedeu­te­te die­ses Miss­trau­en kei­nes­wegs, dass eine Wel­le des Revan­chis­mus zu einer Mehr­heits­bil­dung für die Hit­ler­fa­schis­ten geführt hät­te. Das zeigt sich darin:

Die NSDAP erhielt im Juli 1932 bei den Reichs­tags­wah­len 37,3% der Stim­men28, bei den Reichs­tags­wah­len im Novem­ber 1932 aber nur noch 33,1%29. Trotz der Kri­se und trotz des Ver­sail­ler Ver­trags bekam die NSDAP nicht gera­de mas­si­ven Zulauf, im Gegen­teil, sie begann auf der Höhe der Wirt­schafts­kri­se sogar an Mas­sen­ba­sis zu ver­lie­ren. Der Ver­sail­ler Ver­trag und der dar­auf fol­gen­de Revan­chis­mus hat­te durch­aus eine Rol­le dabei gespielt, wie­so rechts­ex­tre­me Par­tei­en wie die NSDAP eine Mas­sen­ba­sis erhal­ten konn­ten. Die­se allei­ne reich­te aber nicht aus, um die Wei­ma­rer Repu­blik zu beseitigen.

»Weimar ist an mangelndem Föderalismus zugrunde gegangen!« 

Die­se Behaup­tung stimmt allei­ne schon dadurch nicht, dass das Deut­sche Reich, als Kai­ser­reich sowie als Repu­blik, glei­cher­ma­ßen föde­ra­lis­tisch geord­net war. Die Fürs­ten­tü­mer und König­rei­che in Deutsch­land unter dem Kai­ser besa­ßen gewis­se inter­ne Auto­no­mie. Die Wei­ma­rer Repu­blik schaff­te die­se nicht ab, son­dern behielt sie bei, und ver­wan­del­te sie ledig­lich in Repu­bli­ken. Selbst kleins­te Bun­des­staa­ten wie der Frei­staat Wal­deck hat­ten Bestand in der Wei­ma­rer Repu­blik. Wal­deck ist heu­te, wohl­ge­merkt, nicht ein­mal mehr ein eigen­stän­di­ger Land­kreis, auf­grund der gerin­gen Grö­ße und Ein­woh­ner­zahl. Es gab einen Reichs­rat, der dem heu­ti­gen Bun­des­rat der Funk­ti­on nach ähn­lich ist. Der Föde­ra­lis­mus hat­te dem Faschis­mus nichts ent­ge­gen­zu­set­zen und den büro­kra­ti­schen Föde­ra­lis­mus in der BRD mit dem Hit­ler­fa­schis­mus recht­fer­ti­gen zu wol­len, ist des­halb lächerlich.

»Weimar ist an mangelnden Gesetzen zum Schutz der verfassungsmäßigen Ordnung gescheitert!«

Es wird behaup­tet, dass die Wei­ma­rer Repu­blik an einem Man­gel an Geset­zen zum Schutz der ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Ord­nung geschei­tert sei. Allein der Arti­kel 48, der dem Reichs­prä­si­den­ten Dik­ta­tur­voll­mach­ten gab, zeigt die Pro­ble­me der Wei­ma­rer Ver­fas­sung ganz offen­sicht­lich. Die­ser Arti­kel wur­de nicht erst durch Hin­den­burg unter Dau­er­nut­zung genom­men, son­dern schon bereits unter dem sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Reichs­prä­si­den­ten Fried­rich Ebert mehr­fach benutzt. Der »Schutz« der Ver­fas­sung bestand in der Wei­ma­rer Repu­blik dar­aus, sie außer Kraft zu set­zen. Das war aber von Anfang an so eingeplant.

Das Grund­ge­setz der BRD hat angeb­lich die Leh­ren aus der Wei­ma­rer Repu­blik gezo­gen. Arti­kel 20, Absatz 4 gewährt ein for­mel­les Wider­stands­recht, falls die Ord­nung der BRD besei­tigt wer­den soll­te und ande­re Abhil­fe nicht mög­lich ist. Dar­in liegt aber das Pro­blem, dass, soll­te eine Regie­rung die BRD abschaf­fen, so wie die Nazis die Wei­ma­rer Repu­blik de fac­to durch das Drit­te Reich ersetzt haben, dann ist die­ser Arti­kel bes­ten­falls eine mora­li­sche Legi­ti­ma­ti­on für Rechts­gläu­bi­ge, schlimms­ten­falls ein toter Arti­kel, weil die Regie­rung letzt­end­lich fest­legt, was legi­ti­mer Wider­stand ist und was nicht. Man kann eine Staats­ord­nung nicht durch tote Para­gra­phen ver­tei­di­gen, son­dern nur durch leben­di­ge Men­schen. Das ver­ste­hen aber vie­le Deut­sche in ihrem büro­kra­ti­schen Papier­schloss nicht.

Die­ser Arti­kel stammt aus einer Zeit, wo ein Bür­ger­krieg zwi­schen BRD und DDR mög­lich war – zwi­schen Kapi­ta­lis­mus und Sozia­lis­mus. So wie die­ser Arti­kel for­mu­liert ist, macht er eher den Anschein, dass man die BRD-Staats­bür­ger dazu auf­ru­fen woll­te, Par­ti­sa­nen­ver­bän­de zu begrün­den für den Fall, dass die BRD die Kon­trol­le über ihr Staats­ge­biet ver­liert. Die Regie­rung der BRD hät­te dann über die Medi­en zum Wider­stand auf­ge­ru­fen. Das wür­de mehr Sinn machen, als ihn so zu inter­pre­tie­ren, dass vom poli­tisch ent­mün­dig­ten Volk der BRD selbst eine Akti­on aus­ge­hen soll­te. Das ist näm­lich nir­gends im Grund­ge­setz vor­ge­se­hen, abge­se­hen vom Wahl­akt selbst. Nicht ein­mal die Abge­ord­ne­ten, die man wählt, sind ihren Wäh­lern gegen­über ver­pflich­tet, son­dern nur ihrem Gewis­sen; das besagt Arti­kel 38, Absatz 1 des Grund­ge­set­zes. Die BRD behaup­te­te in den 50er Jah­ren laut­hals: »Bonn ist nicht Wei­mar!« Zu einem gewis­sen Grad stimmt das auch. Die BRD ist noch unde­mo­kra­ti­scher als Weimar.

Es gibt aber eine The­se zur Wei­ma­rer Repu­blik, die aber zu einem gewis­sen Grad ihre Berech­ti­gung hat:

»Weimar ist am Rechtsextremismus im Apparat gescheitert!«

Die Wei­ma­rer Repu­blik über­nahm den Appa­rat des Kai­ser­rei­ches mit Haut und Haar. Die Beam­ten blie­ben die­sel­ben, das Mili­tär auch, abge­se­hen von der Reduk­ti­on des Hee­res auf 100.000 Sol­da­ten auf­grund des Ver­sail­ler Ver­tra­ges. Die­se ehe­ma­li­gen Sol­da­ten bil­de­ten oft­mals natio­nal­kon­ser­va­ti­ve bis hin zu offen faschis­ti­schen Para­mi­li­tärs – oder gar Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen, wie die Orga­ni­sa­ti­on Con­sul – die aus den Frei­korps her­vor­gin­gen. Die­se zeig­ten im März 1920 wäh­rend des Kapp-Put­sches, dass sie der Wei­ma­rer Repu­blik feind­lich gegen­über­stan­den. Der an die­sem Putsch betei­lig­te Luden­dorff nahm drei Jah­re spä­ter auch noch am Hit­ler­putsch teil. Dar­an kann man erse­hen, dass die Mili­tärs der Kai­ser­zeit sich nicht mit einer Repu­blik abfan­den. Bei den Staats­be­am­ten das­sel­be Pro­blem: Die Beam­ten mach­ten bekannt­lich einen bedeu­ten­den Anteil an der Mas­sen­ba­sis der NSDAP aus. Der Wei­ma­rer Staat war also von Anfang an vom Appa­rat her durchseucht.

Schei­de­mann kri­ti­sier­te an Ebert und Noske: »Ohne die Mili­tär­fröm­mig­keit Eberts und die Gut­gläu­big­keit Noskes hät­te die jun­ge Repu­blik den Kapp-Putsch gar nicht erlebt.»30 In die­sem Satz sind Wahr­heit und Lüge wie feind­li­che Zwil­lings­ge­schwis­ter inein­an­der ver­wo­ben. Wahr ist dar­an, dass, wenn man den Mili­tärs und Beam­ten nicht ver­traut hät­te, sie aus dem Appa­rat gesäu­bert hät­te, sol­chen Put­schen wie dem Kapp-Putsch den Boden ent­zo­gen hät­te. Ande­rer­seits ver­schweigt Schei­de­mann, dass Ebert und Noske die Frei­korps frei­gie­big nutz­ten, um sozia­lis­ti­sche Revo­lu­tio­nä­re ermor­den zu las­sen, unter ihnen Karl Lieb­knecht und Rosa Luxem­burg. Die SPD-Regie­rung selbst war auf die­se rechts­ex­tre­men, faschis­ti­schen Trup­pen ange­wie­sen, damit die Wei­ma­rer Repu­blik über­haupt gegrün­det wer­den konn­te. Letzt­end­lich war die Wei­ma­rer Repu­blik eine Repu­blik der anti­so­zia­lis­ti­schen Reak­ti­on, kein revo­lu­tio­nä­rer Staat. Ent­spre­chend war die­ser Staat reak­tio­när ver­mo­dert bis in Mark und Gebein.

Es gibt sicher­lich noch wei­te­re The­sen zur Wei­ma­rer Repu­blik, aber die ange­führ­ten dürf­ten die geläu­figs­ten sein. Wie man unschwer erken­nen kann, sind fast sämt­li­che hier ange­führ­ten geläu­fi­gen The­sen über die Wei­ma­rer Repu­blik his­to­risch unhaltbar.

Verweise

1 Vgl. Ralf Dah­ren­dorf »Libe­ra­le Demo­kra­tie« (1967) In: (Hrsg.) Peter Massing/​Gotthard Breit/​Hubertus Buch­stein »Demo­kra­tie­theo­rien – Von der Anti­ke bis zur Gegen­wart«, Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung, Bonn 2011, S. 247.

3 Vgl. Hol­ger Gorr »Ver­damm­te Geduld«, IG Metall Ver­wal­tungs­stel­le Her­born, Her­born 1997, S. 445.

4 Vgl. Eben­da, S. 441.

5 Vgl. Eben­da, S. 442.

7 Phil­ipp Schei­de­mann »Das his­to­ri­sche Ver­sa­gen der SPD«, zu Klam­pen Ver­lag, Lüne­burg 2002, S. 104.

8 Sie­he: »Fluch und Segen des Reichs­tags­bran­des« (Februar/​März 1936) In: Rudolf Breit­scheid »Anti­fa­schis­ti­sche Bei­trä­ge 1933 – 1939«, Ver­lag Mar­xis­ti­sche Blät­ter, Frank­furt am Main 1977, S. 87.

9 Zit. nach: Phil­ipp Schei­de­mann »Das his­to­ri­sche Ver­sa­gen der SPD«, zu Klam­pen Ver­lag, Lüne­burg 2002, S. 77.

12 Phil­ipp Schei­de­mann »Das his­to­ri­sche Ver­sa­gen der SPD«, zu Klam­pen Ver­lag, Lüne­burg 2002, S. 30.

13 Sie­he: Eben­da, S. 143/144.

14 Vgl. Eben­da, S. 85.

15 Vgl. Hol­ger Gorr »Ver­damm­te Geduld«, IG Metall Ver­wal­tungs­stel­le Her­born, Her­born 1997, S. 449.

16 Vgl. Phil­ipp Schei­de­mann »Das his­to­ri­sche Ver­sa­gen der SPD«, zu Klam­pen Ver­lag, Lüne­burg 2002, S. 160.

18 »Nicht Faschis­mus, auch nicht Demo­kra­tie der Rei­chen, son­dern die Herr­schaft der Arbei­ter und Bau­ern, die Sowjet­de­mo­kra­tie« (27. April 1933) In: Kle­ment Gott­wald »Aus­ge­wähl­te Reden und Auf­sät­ze«, Dietz Ver­lag, Ber­lin 1955, S. 134/135.

19 Phil­ipp Schei­de­mann »Das his­to­ri­sche Ver­sa­gen der SPD«, zu Klam­pen Ver­lag, Lüne­burg 2002, S. 219.

20 Eben­da, S. 157.

21 Vgl. Eben­da, S. 82.

23 Vgl. Hol­ger Gorr »Ver­damm­te Geduld«, IG Metall Ver­wal­tungs­stel­le Her­born, Her­born 1997, S. 302.

25 Sie­he: Hol­ger Gorr »Ver­damm­te Geduld«, IG Metall Ver­wal­tungs­stel­le Her­born, Her­born 1997, S. 451.

26 Vgl. Eben­da, S. 449.

27 »Die Gewerk­schafts­wah­len und die Auf­ga­ben der Gewerk­schafts­mit­glie­der beim demo­kra­ti­schen Wirt­schafts­auf­bau« (19. Novem­ber 1945) In: Wal­ter Ulb­richt »Zur Geschich­te der deut­schen Arbei­ter­be­we­gung«, Bd. II Zusatz­band, Dietz Ver­lag, Ber­lin 1966, S. 289.

30 Phil­ipp Schei­de­mann »Das his­to­ri­sche Ver­sa­gen der SPD«, zu Klam­pen Ver­lag, Lüne­burg 2002, S. 141.

Zuerst erschie­nen in Die Rote Front

Bild: Schwer­kran­ke wer­den zur Wahl­ur­ne gebracht ! Ein Schwer­kran­ker wird auf der Trag­bah­re von Wahl­hel­fern zur Urne für die Reichs­prä­si­den­ten­wahl gebracht (Bun­des­ar­chiv, Bild 102 – 13241 / CC-BY-SA 3.0)

One thought on “Der Untergang Weimars – Bürgerliche Mythen und die Realität

  1. Ich bin ja froh daß es seit 32 Jah­ren wie­der eine KPD gibt. Auch wenn sie beim The­ma Coro­na ver­sagt hat. Lei­der tritt sie nicht zu jeder Wahl an. Aber eine neue sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Par­tei von Sah­ra Wagen­knecht könn­te ich nicht mehr wäh­len. Lie­ber noch die DKP denn mit Refor­men und Bei­be­halt des Kapi­ta­lis­mus geht man nicht die Ursa­che unse­rer Pro­ble­me an, das funk­tio­niert nur mit dem Sozialismus.

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