Die Sprache der Herrschaft – und der Ohnmacht Lektion 12: Die beste Verfassung, die die Deutschen je hatten

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Mag­Ma publi­ziert von nun an in regel­mä­ßi­gen Abstän­den die bis­her seit 2012 als Video vor­lie­gen­den und basie­rend auf Über­le­gun­gen von Anfang der 90er Jah­re ent­stan­den Lek­tio­nen zur »Spra­che der Herr­schaft und der Ohn­macht« von:

malcom.z

der wei­ße nig­ger aus deutsch-nordost

ein ehe­ma­li­ger mensch der ehe­ma­li­gen DDR

Bis­her lie­gen vor (nicht alle ursprüng­lich als Video­pod­cast ver­fass­ten Lek­tio­nen eig­nen sich zur schrift­li­chen Ver­öf­fent­li­chung, woher die Lücken in der Num­me­rie­rung herrühren):

Lek­ti­on 9: Arbeit­ge­ber – Arbeitnehmer

Lek­ti­on 10: Rät­sel­haf­te Herzinfarkte

Lek­ti­on 11: Alt­kanz­ler, Alt­bun­des­prä­si­dent, Alt­ei­gen­tü­mer & Diktatur

Lektion 12: Die beste Verfassung, die die Deutschen je hatten

Der Satz: »Die bes­te Ver­fas­sung, die die Deut­schen je hat­ten«, ist sprach­lo­gisch das Ergeb­nis eines Ver­gleichs von min­des­tens DREI Ver­fas­sun­gen, da der Super­la­tiv erst ab DREI Ver­gleichs­ge­gen­stän­den benutzt wird. Also ein­mal mehr eine Mehr­fach­lü­ge. Denn selbst­ver­ständ­lich haben die dem­ago­gi­schen Her­aus­po­sau­ner die­ses Sat­zes einen sol­chen Ver­gleich nie ange­stellt. Jeden­falls ist der­glei­chen nicht bekannt. Zudem wird mit die­ser Aus­sa­ge das provG unter die Ver­fas­sun­gen sub­su­miert, was falsch ist. Wir sehen hier ein­mal mehr die Mani­pu­la­ti­ons­tech­nik des indi­rek­ten Bewei­ses, der indi­rek­ten Behaup­tung bzw. des syn­ony­men Benut­zens von Nicht­syn­ony­men. Gegen Mani­pu­la­tio­nen mit der­glei­chen ist der Volks­ge­nos­se wei­test­ge­hend wehr­los. Er hat für die­se Täu­schung kei­ner­lei Sen­so­ren, kann der­glei­chen nor­ma­ler­wei­se weder erken­nen, noch verifizieren.

Unmit­tel­bar wäh­rend und nach dem Anschluß der DDR wur­de die­ser Satz vor allem benutzt, daß Ver­spre­chen aus der Welt zu reden, daß die Ami­be­sat­zer und die Mehr­heit der par­la­men­ta­ri­schen Rats-Nazis den West­deut­schen mit dem provG gege­ben hat­ten, näm­lich daß nach einer soge­nann­ten Wie­der­ver­ei­ni­gung anstatt des pro­vi­so­ri­schen Grund­ge­set­zes – provG – die West­deut­schen eine rich­ti­ge Ver­fas­sung bekom­men dürf­ten. Gere­gelt hat­ten das die provG-Dik­ta­to­ren im Arti­kel 146:

Die­ses Grund­ge­setz, das nach Voll­endung der Ein­heit und Frei­heit Deutsch­lands für das gesam­te deut­sche Volk gilt, ver­liert sei­ne Gül­tig­keit an dem Tage, an dem eine Ver­fas­sung in Kraft tritt, die von dem deut­schen Vol­ke in frei­er Ent­schei­dung beschlos­sen wor­den ist.

Abge­se­hen davon, daß es DAS deut­sche Volk gar nicht gibt, son­dern derer wenigs­tens ZWEI und der Text nicht ver­rät, wel­ches von bei­den gemeint sein könn­te. Und daß von »Voll­endung der Ein­heit« und von »Frei­heit« schon gar nicht die Rede sein kann, daß also gemäß dem Arti­kel 146 die Bedin­gung dafür, daß das provG für das gesam­te deut­sche Volk gilt, gar nicht erfüllt ist, waren und sind ab 1945 die ein­zi­gen Ver­fas­sun­gen, »die von dem deut­schen Vol­ke« beschlos­sen wor­den sind, die der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Repu­blik. Das Vehi­kel der soge­nann­ten reprä­sen­ta­ti­ven Demo­kra­tie ist rei­ne Ver­ar­sche und die Fort­set­zung der Reprä­sen­ta­ti­on des deut­schen Vol­kes durch Adolf & Co. unter ande­rem Label. Die Ver­fas­sun­gen der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Repu­blik wur­den 1948 wie 1968 von den stimm­be­rech­tig­ten Deut­schen posi­tiv beschieden.

Beson­ders her­vor­ge­tan haben sich bei die­ser Blö­d­red­ne­rei der Arbeit­ver­rä­ter, Brd-Nazi-Kol­la­bo­ra­teur und Jour­na­lis­tin­nen-Flach­le­ger Brandt und sein RIAS-CIA-Füh­rungs-Feld­we­bel Egon Bahr, die das, solan­ge sie konn­ten und man sie ließ, in den 1990ern gebets­müh­len­ar­tig her­un­ter­lei­er­ten. So viel Schiß hat­ten die damals vor dem Wil­len des Volkes!

Wenn man sich tat­säch­lich ein­mal deut­sche Ver­fas­sun­gen anschaut, kommt man aller­dings zu einem ande­ren Ver­gleichs-Ergeb­nis. Wir haben fol­gen­de Tex­te gesich­tet und emp­feh­len, das ein­mal selbst zu tun:

  1. Die Ver­fas­sung der Pauls­kir­che von 1848
  2. Die Reichs­ver­fas­sung von 1871
  3. Die Reichs­ver­fas­sung von 1919
  4. Die DDR-Ver­fas­sung von 1948 (Ent­wurf), die 1949 gül­tig wurde
  5. Die DDR-Ver­fas­sung von 1968/1974

Hier unser Vergleichs-Ergebnis:

Platz 1: Selbst­ver­ständ­lich ist die DDR-Ver­fas­sung von 1968/1974, die moderns­te und bes­te Ver­fas­sung, die die Deut­schen je hat­ten. Die seri­el­le Pro­pa­gan­da-Negie­rung, daß die DDR-Ver­fas­sung ideo­lo­gisch sei, ist fast schon wie­der witzig.

Sie ent­hält Bestim­mun­gen, von denen der Bums­bür­ger immer nur träu­men konn­te, und da seit 1990 etli­che Grün­de der Kor­rum­pie­rung ent­fal­len sind, rächt es sich nun auch für vie­le West­ler, daß sie sich 40 Jah­re mit Geld haben abspei­sen und sich den Schneid haben bkau­fen lassen.

Platz 2: Auch kei­ne Über­ra­schung: Die Ver­fas­sung der DDR von 1948/1949 ist eine ver­bes­ser­te Vari­an­te der­je­ni­gen von 1919. Der böse, böse Sta­lin und die bösen SED-Kom­mu­nis­ten und Sozi­al­de­mo­kra­ten haben also, hin­ter­lis­tig wie sie waren, den Deut­schen eine deut­sche Ver­fas­sung vor­ge­schla­gen, wäh­rend die Ami­be­sat­zer und ihre Roll­back-Nazis ihnen einen mie­sen, ami­mä­ßig-jesus­fun­da­men­ta­lis­ti­schen Schwach­sinns­text dik­tiert haben. Sie dazu Lek­tio­nen 13 und 14!

Platz 3: Die Wei­ma­rer Ver­fas­sung von 1919 ist gewiß ein Text vol­ler Wider­sprü­che, da sie das Ergeb­nis einer nie­der­ge­schla­ge­nen Revo­lu­ti­on ist, und doch atmet sie den Geist die­ser Revo­lu­ti­on. In ihr fin­den sich min­des­tens 3 als für die wei­te­re Ent­wick­lung sich als ver­häng­nis­voll her­aus­ge­stellt haben­de Arti­kel, näm­lich Arti­kel 6 und 80, die das Kolo­ni­al­we­sen regeln, und Arti­kel 61, der den Anschluß Öster­reichs als Staats­ziel bestimmt wie die Brd-Nazis mit dem provG den Anschluß der DDR betrie­ben haben. Ande­rer­seits ent­hält sie Bestim­mun­gen, von denen die Bums­bür­ger nicht ein­mal träu­men durf­ten seit 1949. Ins­be­son­de­re zuguns­ten der Werk­tä­ti­gen, den Erhalt ihrer Arbeits­kraft, ihre Bil­dungs- und Wohn­be­din­gun­gen betref­fend. Die Arti­kel 148, 149, 156 – 163 sei­en hier­mit zur Kennt­nis­nah­me emp­foh­len. Als Bei­spiel hier Arti­kel 163:

Jeder Deut­sche hat unbe­scha­det sei­ner per­sön­li­chen Frei­heit die sitt­li­che Pflicht, sei­ne geis­ti­gen und kör­per­li­chen Kräf­te so zu betä­ti­gen, wie es das Wohl der Gesamt­heit erfordert.

Jedem Deut­schen soll die Mög­lich­keit gege­ben wer­den, durch wirt­schaft­li­che Arbeit sei­nen Unter­halt zu erwer­ben. Soweit ihm ange­mes­se­ne Arbeits­ge­le­gen­heit nicht nach­ge­wie­sen wer­den kann, wird für sei­nen not­wen­di­gen Unter­halt gesorgt. Das Nähe­re wird durch beson­de­re Reichs­ge­set­ze bestimmt.

Also, die sitt­li­che Pflicht z. B. als Abge­ord­ne­te nicht das Volk zu ver­ar­schen und das Recht auf Erwerb des Unter­halts als Ver­fas­sungs­ge­bot! Nicht zu ver­ges­sen, daß der Amts­eid der Ver­fas­sung ohne die For­mel »So wahr mit Gott hel­fe« vor­ge­schrie­ben ist. Ver­glei­che Lek­ti­on 14!

Platz 4: Die Reichs­ver­fas­sung von 1870. Die der heu­ti­gen Auf­fas­sung von einer Ver­fas­sung bei wei­tem nicht mehr genügt, da man heu­te eine Ver­fas­sung denkt als einen Text, den sich das Volk als Sou­ve­rän selbst gege­ben hat. Damals haben eini­ge Ade­li­ge und Kapi­ta­lis­ten sich dar­über geei­nigt, daß und wie sie unter einer gemein­sa­men Kai­ser­kro­ne ihre Vor­tei­le suchen und ver­wal­ten woll­ten. Hier in der Nähe wäre dann auch das pro­vi­so­ri­sche Grund­ge­setz anzu­sie­deln, irgend­wo zwi­schen Pauls­kir­che und Ver­saille, da ja die Ami­be­sat­zer sich eini­ge Deut­sche her­aus­ge­grif­fen haben, die Mehr­heit von ihnen ver­läß­li­che Nazis und Naz­ikol­la­bo­ra­teu­re, um den Wil­len der Mehr­heit der Deut­schen zu bre­chen, nicht län­ger und nie wie­der von Nazis beherrscht und regiert zu werden.

Das Unter­neh­men Reichs­grün­dung von 1870 ähnel­te dem Unter­neh­men EU wei­test­ge­hend: Die Kapi­ta­lis­ten woll­ten und muß­ten damals kon­kur­renz­fä­hig wer­den gegen Frank­reich und Eng­land wie die Deut­schen heu­te gegen­über den USA und brauch­ten dafür die Zoll- und Wirt­schafts­uni­on, also muß­ten die Duo­dez­fürs­ten ihre Pri­vi­le­gi­en hint­an­stel­len, was sie sich bezah­len lie­ßen. Das Volk hat­te davon u. a. die Ver­elen­dung, die Hein­rich Zil­le 20 – 30 Jah­re spä­ter in Ber­lin zeichnete.

Für die­je­ni­gen, die sich abseits der Lügen­staats­pro­pa­gan­da infor­mie­ren wol­len, egal ob von Brandt, Bahr, Momm­sen, Knopp, Lede­rer oder wem auch immer kol­por­tiert, emp­feh­len wir die Erin­ne­run­gen und Erklä­run­gen des Max Rei­mann, den die Amis 1948/49 als pseu­do­de­mo­kra­ti­sches Fei­gen­blatt Mit­glied sein lie­ßen in der Schreib­schü­ler­grup­pe der Amis, die sie »Par­la­men­ta­ri­schen Rat« nann­ten. Wie die Anschluß-Ver­bre­cher ab 1990 authen­ti­sche DDR-Bür­ger immer nur soweit zulie­ßen, falls über­haupt, wie sie sich derer Gefolg­schaft sicher sein konn­ten und sie sicher zu über­stim­men waren von den Regime-Büt­teln. Oder aber die Bedin­gun­gen extra so aus­leg­ten, daß sie nie eine Chan­ce hat­ten. Das Prin­zip »Demo­kra­tie«: Als 1933 die Kom­mu­nis­ten zu stark wur­den, gal­ten dann eben ande­re Regeln als die der Stimm­ab­ga­be. Und nach­dem inner­halb der 12 = 1.000 hit­le­ris­ti­schen Kanz­ler-Jah­re min­des­tens 120.000 kom­mu­nis­ti­sche Funk­tio­nä­re ermor­det waren, die die wesent­li­che Grund­la­ge gewe­sen waren, bis 1993 die Gegen­stim­me zu gene­rie­ren gegen die der Nazis und ande­ren Sys­tem­par­tei­niks, durf­ten dann die alten Regeln wie­der gel­ten. In den West­zo­nen bzw. in der Brd. Daß die Stimm­zah­len zuguns­ten der Herr­schen­den mit dem gro­ßen Geld der Herr­schen­den gene­riert wird.

Daß die­se »Wahl«-Prinzipien in etwa die pro­fes­sio­nel­le Anwen­dung der Hase-und-Igel-Fabel war und ist, darf der Deutsch-Unter­tan nicht den­ken kön­nen. So sicher fast jeder Deut­sche den Betrug in der Fabel erken­nen kön­nen müß­te, so sicher dürf­ten die meis­ten nicht in der Lage sein, die­sen ana­lo­gen poli­ti­schen »Demokratie«-Betrug zu erken­nen. Viel­mehr den­ken und plap­pern die meis­ten die fascho-ver­blö­den­den Erzähl­blöd­sinn der west­deut­schen Herr­schen­den und Pro­pa­gan­da-Hei­nis­sen nach von wegen des Betrugs und der Gemein­hei­ten der Kom­mu­nis­ten. Die die­sen Bra­ten gero­chen hat­te und nicht mehr bereit waren, die­sen impe­ria­lis­tisch-faschis­ti­schen »Demokratie«-Idioten-Stadel mitzuspielen.

Lek­ti­on 12 als Video:

Bild: Wal­ter Ulb­richt bei der Unter­zeich­nung der neu­en Ver­fas­sung im Rah­men eines Staats­ak­tes am 8. April 1968 (Bun­des­ar­chiv, Bild 183-G0408-0032 – 001 / Jun­ge, Peter Heinz / CC-BY-SA 3.0)

6 thoughts on “Die Sprache der Herrschaft – und der Ohnmacht Lektion 12: Die beste Verfassung, die die Deutschen je hatten

  1. Welch elen­de sta­li­nis­ti­sche Schei­ße! Allein schon die Tat­sa­che, dass die »füh­ren­de Rol­le der Par­tei« per Ver­fas­sung fest­ge­legt war, stellt eine de fac­to Aus­schal­tung von Demo­kra­tie dar. Des­glei­chen der Ter­mi­nus »Volks­ei­gen­tum«. Natür­lich kann kei­ne Klas­se und schon gar kein Volk »die Pro­duk­ti­ons­mit­tel« (PM) besit­zen. Das kön­nen nur Indi­vi­du­en oder Grup­pen. Das gilt auch für die Bour­geoi­sie, da sie eben nicht als Gesamt­klas­se die PM besitzt, braucht sie einen Staat, der die Inter­es­sen der Gesamt­klas­se als »ideel­ler Gesamt­ka­pi­ta­list« wahr­nimmt. Dito beim Pro­le­ta­ri­at. Pro­le­ta­ri­sches Eigen­tum bedeu­tet, dass die Beleg­schaf­ten selbst direkt ihren Betrieb besit­zen und ver­wal­ten (Genos­sen­schaft). Das kann man schon bei Marx lesen. Die­se Selbst­ver­wal­tungs­struk­tu­ren müs­sen dann aller­dings der Kon­trol­le der Gesamt­klas­se unter­ste­hen, um einen »Kol­lek­tiv­ka­pi­ta­lis­mus« zu ver­hin­dern. Das setzt vor­aus, dass es ein demo­kra­ti­sches Räte­sys­tem gibt, das die Gesell­schaft per Pla­nung und direk­te Kon­trol­le »lenkt«. Das »Volks­ei­gen­tum« war eine For­mel, um die fak­ti­sche Ent­eig­nung des Pro­le­ta­ri­ats zu ver­schlei­ern und der herr­schen­den Büro­kra­tie die Ver­fü­gung über die PM über­lässt. Die­ses Staats­wirt­schafts-Modell steht im strik­ten Gegen­satz zu dem, was Marx sich vor­stell­te (der Staat soll abster­ben). Die DDR war kein Sozia­lis­mus irgend­ei­ner Stu­fe, son­dern Staats­ka­pi­ta­lis­mus von Beginn an. Die UdSSR hin­ge­gen eta­blier­te ab 1917 zumin­dest Anfän­ge eines Räte­sys­tems, das aber wg. ungüns­ti­ger objek­ti­ver Bedin­gun­gen und einer feh­ler­haf­ten Gesell­schafts­kon­zep­ti­on der Bol­sche­wi­ki zuneh­mend ero­dier­te, Sta­lin hat ihm dann den Rest gege­ben. Daher war die UdSSR bis Ende der 1920er noch ein dege­ne­rier­ter Arbei­ter­staat, danach aber Staats­ka­pi­ta­lis­mus. Die­se staats­ka­pi­ta­lis­ti­sche Struk­tur spie­gelt sich auch in der DDR-Ver­fas­sung wider. Es gibt also nicht den gerings­ten Grund, die­se als Vor­bild zu sehen.

  2. Naja, Mei­nungs­ver­tre­tung von DDR-Bür­gern als Schei­ße zu qua­li­fi­zie­ren, ist schon mal nicht wirk­lich unty­pisch. In Ber­lin wird das „life“ auf den Stra­ßen von den Staats-Anti­fan­ten gegrölt. Hier beob­ach­te ich seit Jahr­zehn­ten eine deut­li­che Asym­me­trie: Die Trotz­ki-Per­so­nen-Kul­ter beschei­ni­gen den Atta­ckier­ten, sie sei­en Schei­ße-Pro­du­zen­ten. Wäh­rend die der­ma­ßen beschimpf­ten sich doch um Sach­lich­keit bemü­hen. Und um Geduld. Seit Jahr­zehn­ten. Bis zurück zu mil­den Behand­lung Trotz­kis in der UdSSR bis zu sei­ner Ausreise.

    Wo jetzt der grö­ße­re Unter­schied sein könn­te zwi­schen der „Schei­ße“ des Trotz­kis­ten wider den/​die DDR-Bür­ger und der Platt­ma­che durch den Staats­be­am­ten und die Staats­pro­pa­gan­da-Hei­nis­sen, kann ich nicht wirk­lich erse­hen. Sozen-Minis­ter Gabri­el nennt DDR Bür­ger ‚Pack‘ und der Hanns kennt so schö­ne Qua­li­täts-Kri­tik Wör­ter wie ‚Schei­ße‘. Kann ich mich erin­nern, daß ein Trotz­kist mal gegen die Bru­ta­li­tä­ten des Besat­zungs­re­gimes gewet­tert hät­te? Nee, nicht wirk­lich. Immer nur gegen sol­che, die sich gegen den West­ler-Ter­ror empö­ren. Wie die Gysi­is­ten, wie Ard-Zdf, wie Lügel und Faz usw.

    Du betreibst im wesent­li­chen die sel­be Negie­rung der DDR, wie ich sie seit den 1960ern vom Brd TV ken­ne. Die­ses „Theo­re­ti­sie­ren“, von wegen die DDR-Bür­ger sei­en gar nicht die Eigen­tü­mer gewe­sen usw., unter­schei­det sich in fast nichts von der Agi­ta­ti­on der Bour­goi­sen wider den Staat gewor­de­nen Sozia­lis­mus. Bis hin­ein in die „wit­zi­gen“ Ver­sio­nen: „Farm der Tie­re“ usw. Frü­her Cia finan­ziert, heu­te gern auch „Demokratie“-Ngos.

    Kann es sein Hanns, daß Du kei­nen wirk­li­chen Begriff von ‚Besitz‘ hast? Gemäß dem offi­zi­el­len Sprech der Brd ist der Besit­zer der Woh­nung der Mie­ter, und der zahlt die Mie­te an den Eigen­tü­mer. Kann es sein, daß Du da was ver­peilt hast? Wenn die Beleg­schaf­ten der VEB früh in ihren Betrieb kamen, haben sie den Betrieb beses­sen. Phy­sisch unüber­seh­bar! Und daß die DDR-Bür­ger Eigen­tü­mer an ihren KWV-Woh­nun­gen waren, haben sie an den Miet­prei­sen erkannt. Daß sie Eigen­tü­mer der VEB waren, konn­ten sie erken­nen an der Qua­li­tät des Arbeitschut­zes, an den Gepflo­gen­hei­ten der Qua­li­fi­zie­rung, daß der Betriebs­di­rek­tor ihnen, den Arbei­tern (und auch den Ange­stell­ten) Rede und Ant­wort ste­hen muß­te, daß sie nie um ihren Lohn beschis­sen wur­den, daß es in den 80ern das bezahl­te Baby­jahr gab, glei­chen Lohn für glei­che Arbeit, weder gab es Aus­sper­run­gen noch aso­zia­len Arbeits­platz­ab­bau, kei­ne „Leih­ar­beit“, dafür aber eine Betriebs­po­li­kli­nik usw. usf. Dafür aber Feri­en­plät­ze des FDGB, zu gro­ßen Tei­len vom Betrieb finan­ziert. Wie die Betrie­be auch Kin­der­gär­ten, Lebens­mit­tel­lä­den betrie­ben und bezahl­ten. Alles Kenn­zei­chen Dei­nes „Theo­re­ti­sie­rens“. Also der Ver­peilt­heit desselben.

    Im Ver­gleich der Zer­stö­rung des jugo­sla­wi­schen Sozia­lis­mus und dem der DDR, CSSR, Ungarns usw. könn­te man zu dem theo­re­ti­schen Gedan­ken kom­men, daß gera­de das pro­kla­mier­te Grup­pen-Eigen­tum die Arbei­ter gegen­ein­an­der hetz­te. Die Arbei­ter der rei­chen Repu­bli­ken und Betrie­be nicht län­ger bereit sein woll­ten, die nicht so rei­chen mit durch­zu­füt­tern. Aller­dings sind sol­che Erwä­gun­gen von Anfang der 1990er von den Regi­me­lin­gen ver­ges­sen gemacht wor­den. Und Trotz­kis­ten gehö­ren offen­bar zu den bravs­ten Vergessern. 

    Trotz­kis­ti­sches Theo­re­ti­sie­ren mag einem ein­ge­fleisch­ten Trotzki­fan Orgas­men berei­ten, ob nun mit syn­the­ti­schen „bewußt­s­eins­er­wei­ter­ten“ Dro­gen oder ohne die­se, als deren Ersatz. Mir als DDR-Bür­ger kommt das frei­lich recht phan­tas­tisch-fern­ge­steu­ert vor, was Du mir an den Kopf knallst. Weit­ab von den DDR-geleb­ten Rea­li­tä­ten. Erin­nert mich an Brechts „Mas­ke des Bösen“. Es muß sehr anstren­gend sein, stel­le ich mir vor, der­ma­ßen gegen das Jahr­zehn­te lang geleb­te Leben anzu „theo­re­ti­sie­ren“.

    Men­schen, die die Wer­te pro­du­zie­ren, haben wohl ande­re Bedürf­nis­se als Trotz­ki und sein Anhang fürs gute Geld der West­welt­im­pe­ria­lis­ten fabu­lier­ten und emit­tier­ten. Sicher kann man, wenn man ver­bohrt genug ist, ein Leben lang an die­sen Bedürf­nis­sen vor­bei theo­re­ti­sie­ren. Prak­tisch funk­tio­nie­ren die Ideen Trotz­kis aber bis­lang nie zuguns­ten der Arbei­ter, immer nur zuguns­ten ihrer Fein­de. Kenns­te die Rede Gene­ral Wlas­sows, die der 1944 in Prag hielt? War­um wohl haben die Deutsch-SS-ler den das reden las­sen und auf Film gebannt? Und der Wlas­sow und das Film­chen kann jedem Ver­gleich mit den Trotz­ki-Reden der Zeit bestehen. Wes­halb einer der wir­kungs­mäch­tigs­ten Trotz­kis­ten ja der Joseph war. Der Goe­b­bels. Der die meis­ten trotz­ki­schen antis­ta­lin­schen Feind­pro­jek­tio­nen in sei­ne anti-sowje­ti­sche Anti-Sta­lin-Pro­pa­gan­da einbaute.

    Die DDR hat ja angeb­lich nicht funk­tio­niert, geben Kapi­ta­lis­ten und Trotz­kis­ten uni­so­no in wenig von­ein­an­der abwei­chen­den Vari­an­ten aus. Mei­ne Groß­el­tern, bei­de unge­lern­te Maschi­nen­ar­bei­ter, und mein Vater, bis zu sei­nem Raus­schmiß aus Betrieb und Beruf durch die kolo­nia­len West­ler Betriebs­mau­rer, waren sehr ande­rer Mei­nung. Mein Vater, der den Unter­schied in jun­gen Jah­ren lern­te und ab 1990 in umke­kehr­te Rich­tung n.e. erleb­te, wuß­te ins­be­son­de­re rück­bli­ckend sein Volks­ei­gen­tum zu schätzen.

    Aber was hät­te er, wenn er noch leb­te, gegen einen sol­chen Theo­re­ti­kus wie den Hanns für Argu­men­te? Sein gesam­tes Arbeits­le­ben. Das kann für einen wah­ren Trotz­ki­per­so­nen­kul­ter kein Argu­ment sein. Wie auch das der Mil­lio­nen und aber Mil­lio­nen ande­ren, die in den sozia­lis­ti­schen Staa­ten zum Wohl aller geschafft haben.

    Auch Dein Schluß­ge­dan­ke, es gebe nicht den gerin­ges­ten Grund… usw. ist typisch und ent­spricht so ganz der Brd-Staats­pro­pa­gan­da. Wie Du ja über­haupt am The­ma vorbei-antwortest. 

    Es geht ja in dem Text und dem Video um das Grund­ge­setz und des­sen deutsch-ari­sche, idio­ti­sche Ver­herr­li­chung: „Die bes­te Ver­fas­sung, die die Deut­schen je hat­ten“. Und Du voll­führst den staat­lich dik­tier­ten Brd-Reflex, jeg­li­che Kri­tik am ScheiSS-Staat mit der Nega­ti­vie­rung der DDR zu beant­wor­ten. Das Prin­zip der fal­schen Alter­na­ti­ve, pro­pa­gan­da­pro­fes­sio­nell auf die Unter­ta­ne­rei ein­ge­häm­mert. Tag­täg­lich. Es geht dar­um, daß schon die Wei­ma­rer Ver­fas­sung von 1919 im Ver­gleich weit über dem pro­vunG steht. Und daß die Pro­pa­gan­da-Behaup­tung eigent­lich-logisch das Ergeb­nis eines Ver­gleichs ist. Frei­lich muß das Urteil eines DDR-Bür­ger zuguns­ten der DDR-Ver­fas­sung aus­fal­len. Die übri­gens zu Zei­ten der KSZE durch­aus auch im Wes­ten von Mil­lio­nen ange­se­hen wur­de. Der Grund für mein Urteil ist aber nicht mei­ne DDR-Loya­li­tät. Son­dern der Text. Im Ver­gleich mit den ande­ren. Ich lese aus Dei­nem „Theo­re­ti­sie­ren“, daß Dein Urteil auf Nicht-Ver­gleich beruht. Wie das Urteil der ande­ren Sys­tem-Staats-Pro­pa­gan­dis­ten. Du „theo­re­ti­sierst“ also nicht nur an der DDR-Wirk­lich­keit vor­bei, son­dern auch an der Theorie.

    Die Kri­tik des Vide­os und des Texts zielt dahin, daß die­ser Ver­gleich nie ange­stellt wur­de und ange­stellt zu wer­den hat, wenn man ein eini­ger­ma­ßen wis­sen­der Deut­scher in der­glei­chen Fra­gen sein woll­te. Und auch Du denkst offen­sicht­lich gar nicht dar­an, die­sen Ver­gleich anzu­stel­len oder auch nur gel­ten zu las­sen. Anti­fan­ten und Trotz­kis­tia­ner und Kei­fo­mas fürs Sprit­zen als Staats­pro­pa­gan­da-Henis­sen unter fal­scher Flag­ge. Als Spaltpilz-Propaganda-Gärtner. 

    Gra­tu­la­ti­on! Für ein sol­ches Selbst­ver­ständ­nis in Dif­fe­renz zur Agitation.

    1. »Naja, Mei­nungs­ver­tre­tung von DDR-Bür­gern als Schei­ße zu qua­li­fi­zie­ren« … Dass die­ser Arti­kel »die Mei­nung« von DDR-Bür­gern ver­tritt, wage ich zu bezwei­feln. Die Ex-DDR-Bür­ger sind offen­bar schlau­er Mal­colm z und küm­mern sich um rea­le Pro­ble­me und nicht um Verfassungsparagrafen.

      »Du betreibst im wesent­li­chen die sel­be Negie­rung der DDR, wie ich sie seit den 1960ern vom Brd TV ken­ne.« Ich negie­re gar nichts, son­dern ana­ly­sie­re. Dass mei­ne Posi­tio­nen im BRD-TV wider­ge­ge­ben wer­den ist schlicht Blöd­sinn. Gera­de die BRD-Sicht auf die DDR klam­mert die Eigen­tums­fra­ge aus, statt sie kon­kret zu stellen.

      »Wenn die Beleg­schaf­ten der VEB früh in ihren Betrieb kamen, haben sie den Betrieb beses­sen.« So so! Und wenn ein Arbei­ter den Sie­mens-Betrieb betritt, zeigt sich dar­an auch sein Eigentum?!

      Ich spa­re mir wei­te­re Kom­men­ta­re zu den unter­ir­di­schen Bei­trä­gen von Mal­com z, weil die­se nur Eines zei­gen: DDR-Nost­al­gie und eine voll­kom­me­ne Unfä­hig­keit im Umgang mit Theo­rie und Geschichte.

  3. Aha, wel­chen theo­re­ti­schen Gewinn siehst Du denn nun dar­in, mei­ne Mei­nungs­äu­ße­rung als »sta­li­nis­ti­sche Schei­ße« zu titulieren?

    Aha, ich habe Dir wei­ter oben gera­de den Unter­schied zwi­schen ›Besitz‹ und ›Eigen­tum‹ dar­ge­legt. Und Du »theo­re­ti­sierst« ant­wor­tend wei­ter­hin und nun mit den Sie­mens-Arbei­tern argu­men­tie­rend dar­an vor­bei: Der Mie­ter einer Woh­nung ist gem. BGB der Brd der Besit­zer der Woh­nung, und er (oder sie) zahlt die Mie­te wie auch die BK Umla­gen an den Eigen­tü­mer. Das kann man sicher auch ande­res defi­nie­ren. Aber Du ziehst es vor, ohne (anders-) Defi­ni­tio­nen aus­zu­kom­men; und Dein NICHT-(anders-) Defi­nie­ren-Schwat­zen ›Ana­ly­se‹ zu nen­nen. Bzw. auf der Grund­la­ge der durch die Herr­schen­den / Kapi­ta­lis­ten aus­ge­ge­be­nen ideo­lo­gi­schen Ver­pei­lun­gen zu »ana­ly­sie­ren«. Denn die Polit-Agi­ta­to­ren der Bums­re­plik ver­wech­seln und ent­lee­ren die Ter­mi­ni sys­te­ma­tisch, z.B. in den als Staats­bür­ger­kun­de aus­ge­ge­be­nen Kri­mi­fol­gen. Genau das ist mein The­ma. Und Du »wider­legst« mich, indem Du genau den Schwach­sinn pre­digst und benutzt, den ich kri­ti­sie­re. Auch das ist üblich für die TV Agi­ta­to­ren der Bumsreplik.

    Es ging und geht in mei­nen Bei­trä­gen um Spra­che. Und zwar als Herr­schafts­mit­tel. Und als Indi­ka­tor der Herr­schafts­in­ter­es­sen. Auch um die Gemein­hei­ten und Ver­lo­gen­heit der Herr­schen­den zu zei­gen. Erkenn­bar zu machen. Und Mit­tel in die Hand bzw. in die Köp­fe zu geben, sich zu weh­ren. Nicht (in ers­ter Linie) um die Rea­li­tä­ten und die Dif­fe­ren­zen zwi­schen Rea­li­tät und Refle­xi­on. Es geht um den Kapi­ta­lis­mus-Impe­ria­lis­mus und des­sen Herr­schafts­tech­ni­ken. Du schal­test Dich gleich mit den impe­ria­len, inlän­der­has­sen­den Gemein­hei­ten, Tricks, Betrü­ge­rei­en, Durch­re­gie­rungs-Lügen, indem Du die DDR bekämpfst. Ein Argu­ment für den Kampf gegen das Sys­tem lese ich bei Dir nicht. Nur wel­che gegen mich und die DDR. Wer bezahlt Dich dafür? Oder bist Du blöd genug, das für Nas­se zu machen? Gysi und Wagen­knecht und Lafo, Kip­ping usw. machen mäch­tig Kas­se für ihre Sys­tem-Kol­la­bo­ra­ti­on. Man müß­te schon recht blöd sein… 

    Du hast als Kon­tra-Argu­men­te wider mich Anti-DDR-Bür­ger-Haß-Pro­pa­gan­da zu bie­ten. Also den von den Besat­zern hier­orts seit Ende 1989 prak­ti­zier­ten Inlän­der­haß, Genau das sel­be, was die Brd-Herr­schafts Medi­en – und nicht nur die­se – aus­ge­ben. Der die DDR-Bevöl­ke­rung um über 2 Mio Indi­vi­du­en dezi­miert hat ab 1990. Wie der ab Anfang 1933 gepre­dig­te Inlän­der­haß min­des­tens 120.000 kom­mu­nis­ti­sche Funk­tio­nä­re (die Du sicher als Sta­li­nis­ten kate­go­ri­sierst, also haben sie es ver­dient, hät­ten ja schlau­er sein kön­nen) und sicher 200.000 … 300.000 Men­schen das Leben gekos­tet hat, die 1933 im DR gelebt hat­ten und die die Nazis als Juden markierten.

    Den letz­ten Satz Dei­nes ers­ten Absat­zes ver­ste­he ich nicht. Ich ahne ledig­lich, was Du mei­nen könn­test: Ich habe Ende der 1990er etli­che ver­re­cken gese­hen, die 1990 für Kohl gestimmt hat­ten. Also mäch­tig schlau waren, also das Gegen­teil von klug. Also ziem­lich blöd. Näm­lich indem sie die Inter­es­sen der Besat­zer und ihrer Auf­trag­ge­ber als ihre eige­nen ange­se­hen haben. Genau dar­um geht es ja in mei­nen Sprach­lek­tio­nen. Das waren Arbei­ter, Ange­stell­te, Hand­wer­ker. Sie sind auch des­halb ver­reckt, weil sie sich eben nicht oder zu wenig um §§ geküm­mert haben. Vor 1990 und seither.

    Ich den­ke: Mein Freund und Kol­le­ge Kurt Demm­ler ist auch des­halb im Mer­kel-Knast zugrun­de gegan­gen, weil er sich ab 1990 (z.T. schon vor­her) ent­po­li­ti­siert hat. Der war eigent­lich ein klu­ger Kerl. Es über­wiegt aber das Ver­bre­chen gegen ihn. Das ihn wei­test­ge­hend chan­cen­los machte.

    Die marx­sche und engel­sche, lenin­sche, luxem­burg­sche, trotz­ki­sche wie sta­lin­sche, mao­s­che, ulb­richt­sche usw. Bot­schaft an die Men­schen ist doch gera­de – ent­ge­gen der der hit­ler, goe­b­bels, ade­nau­er, brandt, kohl, mer­kel usw.: Aneig­nung von Wis­sen, von Theo­rie, Bücher lesen, sich die Theorie(n) des Revo­lu­tio­nä­ren aneig­nen. Als Vor­aus­set­zung für das Gelin­gen des mensch­li­chen Fort­schritts. Wäh­rend die heu­ti­ge Herr­schaft die Unter­tä­nig­keit mit Musik- und TV-Pop, Kla­mot­ten-Pop-Ablen­kun­gen aller Art ausgibt, 

    Selbst­ver­ständ­lich rela­ti­vie­re ich die trotz­ki­sche Ansa­ge mit Ver­weis auf die Wider­sprü­che zwi­schen trotz­ki­sche Ansa­gen und Kun­ge­lei mit den West­welt­im­pe­ria­len, und mit Ver­weis auf die Wider­sprü­che in sei­nen Tex­ten. Es gibt ja die Film­auf­tritt, die man auf You­tube fin­det wie auch das Vor­wort zur »Per­ma­nen­ten Revo­lu­ti­on« von 1930 (?). Die die Kor­rum­piert­heit hin­rei­chend zei­gen. Und es gibt den doku­men­tier­ten Lauf der Geschich­te, der den Trotz­ki und sei­ne The­sen bzw. »Vers­chö­rungs­theo­rien« völ­lig wider­leg­ten. Und damit sei­nen Anti­de­mo­kra­tis­mus delegitimiert. 

    An allem ist zu zwei­feln, wur­de Marx gern und oft in der DDR zitiert. Ich bezweif­le, daß er damit die Fest­stel­lung gemeint haben könn­te, daß es am Tage hell ist. ICH bin ein DDR-Bür­ger, und wie Du mei­ne Fest­stel­lun­gen »zwei­felnd« negierst, das ent­spricht dem Inlän­der­haß der Besat­zer seit Ende 1989, vor­ge­tra­gen mil­lio­nen­fach, mas­sen­me­di­al mul­ti­pli­ziert. Eine wie lan­ge Lis­te von Lis­te von Straf­ver­folg­ten und wie vie­le Zita­te von Ard, Blöd, Faz, Fascho-Rich­tern wie Sei­del vs. Hon­ecker usw. usf. möch­test Du? Ab dem wie­viel­ten Bei­spiel wür­dest Du die­sen Teil der Rea­li­tät akzep­tie­ren? In den Mas­sen­me­di­en kom­men DDR-Bür­ger nicht vor, nur »Ost­deut­sche« wie der Jesus­ramm­ler (»ost­deut­scher« Minis­ter­prä­ser) und das Gebähr­böck­chen. Wie vie­le DDR-Bür­ger hast Du seit 1990 spre­chen gehört? Woher weißt Du, womit sol­che sich befas­sen, was die den­ken? Du bist doch der­ma­ßen gleich­ge­schal­tet, das­s­de von der Exis­tenz von DDR-Bür­ger doch kaum mehr erfah­ren haben kannst als durch mich!

    Es mag sein, daß ande­re schlau­er sind. Das sind aber i.d.R. nicht DDR-Bür­ger, son­dern »Ost­deut­sche« wie Wagen­knecht und Gysi. Die sich – schlau wie sie sind und damit Mil­lio­nen mach(t)en – unter das sel­be Sub­stan­tiv bzw. Adjek­tiv wie Bie­den­kopf, Gen­scher, Bodo, den Jesus­ramm­ler, Tram­po­lin­chen, Höcke und Gau­land usw. subsumieren.

    Und damit bis­te froh und glück­lich? Oder nur unter­wegs, zu mot­zen und ande­re zu stö­ren, ihre Inter­es­sen zu formulieren?

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