Kleine linke Klimaserie (I): Wissenschaftliche Aussagen im Unterschied zu allgemeinverständlichen Aussagen

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»Je weniger man weiß, desto überzeugter ist man, viel zu wissen.«

Valentina Zharkova, Mathematikerin und Astrophysikerin (2022)

Dieser Artikel stellt den Auftakt der im Monatsrhytmus erscheinenden »kleinen linken Klimaserie« in der MagMa dar. Bisher erschienen:

IX: Erhöht CO2 die Temperatur?

X: Populäre CO2-Experimente

XI: So kann CO2 die Lufttemperatur erhöhen!

Wissenschaftliche Aussagen im Unterschied zu allgemeinverständlichen Aussagen

Der »Weltklimarat« (IPCC) schrieb 2021 in einer »Zusammenfassung für die politische Entscheidungsfindung«: »Der Einfluss des Menschen hat das Klima in einem Maße erwärmt, wie es seit mindestens 2000 Jahren nicht mehr der Fall war«.1

Das wirkt zunächst wie eine klare, allgemeinverständliche Aussage, die wir richtig oder falsch finden können – oder nach Meinung derer, die dem IPCC keine wissenschaftlich unfundierten Aussagen zutrauen, vernünftigerweise richtig finden sollten.

Etwas Verwirrung kann entstehen, wenn man sich fragt, wie denn der Einfluss des Menschen vor zum Beispiel 2001 Jahren das Klima in einem höheren Maße erwärmt haben können sollte als der Einfluss des Menschen heute.

Vom Wortlaut her lässt sich die zitierte Aussage des IPCC so verstehen:

Der das Klima erwärmende Einfluss des Menschen hat in den letzten 2000 Jahren zugenommen, so dass er heute am größten ist. Vor mehr als 2000 Jahren könnte der menschliche Einfluss auf das Klima eventuell größer gewesen sein als heute.

Wohl alle finden, dass so etwas nicht gemeint sein kann. Aufgrund unseres Vorwissens deuten wir die Aussage im folgenden Sinn:

Das gegenwärtige Klima hat sich im Vergleich zum Klima mindestens der letzten 2000 Jahre außergewöhnlich erwärmt. Diese außergewöhnliche Erwärmung wurde von Menschen verursacht.

In einem Zwischenbericht von 2019 behauptete das IPCC etwas, das ebenfalls für »die politische Entscheidungsfindung« gedacht und daher als allgemeinverständlich gemeint war:

Menschliche Aktivitäten haben Schätzungen zufolge etwa 1,0 °C globale Erwärmung gegenüber vorindustriellem Niveau verursacht, mit einer wahrscheinlichen Bandbreite von 0,8 °C bis 1,2 °C. Die globale Erwärmung erreicht 1,5 °C wahrscheinlich zwischen 2030 und 2052, wenn sie mit der aktuellen Geschwindigkeit weiter zunimmt. (Hohes Vertrauen).2

Diese Aussage wirkt nicht ganz so klar. Sie lässt sich als Versuch deuten, eine allgemeinverständliche Aussage zu machen, ohne wissenschaftlich Ungesichertes als wissenschaftlich gesichert erscheinen zu lassen.

Die im Zitat unterstrichenen Ausdrücke »wahrscheinlich« und »hohes Vertrauen« sind auch im Originaltext hervorgehoben, um ihre spezielle Bedeutung zu markieren.

Nach IPCC‐​Regeln3 bedeutet »wahrscheinlich«: es wurde eine Wahrscheinlichkeit des Zutreffens der Aussage höher als 66 Prozent ermittelt. Das »Vertrauen« ist laut IPCC‐​Regeln eine Kombination aus der Einmütigkeit des zuständigen Wissenschaftsteams hinsichtlich des Zutreffens einer Aussage (agreement) und seiner Einschätzung der Nachweisbarkeit der betreffenden Aussage (evidence). Das Vertrauenskriterium wird benutzt, wenn zu wenig Daten vorliegen, um Zutreffenswahrscheinlichkeiten für Aussagen auszurechnen.

Der im Zitat unterstrichene Ausdruck »hohes Vertrauen« besagt: das zuständige Wissenschaftsteam kam auf einer Vertrauensbewertungsskala, die von 1 bis 5 reicht, auf eine 4. Dies könnte bedeuten:

  • Mittlere Einmütigkeit des Teams – hohe Nachweisbarkeit
  • Hohe Einmütigkeit des Teams – beschränkte Nachweisbarkeit
  • Hohe Einmütigkeit des Teams – mittlere Nachweisbarkeit.

Die Vertrauensbewertungsskala hat das IPCC in Form eines Farbverlaufs festgelegt, wodurch die Bedeutung von »hohes Vertrauen« etwas verschwommen ist4:

Die genannten Vertrauens‐ und Wahrscheinlichkeitswerte beziehen sich im Zitat auf eine Schätzung, nach der Menschen die globale Mitteltemperatur um etwa 1,0 °C erhöht haben. Über die Genauigkeit der Schätzung wird gesagt, sie betrage eher wahrscheinlicherweise als unwahrscheinlicherweise ± 0,2 °C. Die Aussage über die zukünftig zu erwartende Erwärmung beruht laut Zitat auf der Voraussetzung, dass die »globale Erwärmung … mit der aktuellen Geschwindigkeit weiter zunimmt«. Darüber, mit welcher Wahrscheinlichkeit diese Voraussetzung zutrifft, wird nichts gesagt.

In der offiziellen deutschen Übersetzung des Zitats wurde der Hinweis weggelassen, dass der menschlich erzeugte Temperaturanstieg eine Schätzung ist und nicht etwa eine auf wahrscheinlich ± 0,2 °C genaue Messung:

Menschliche Aktivitäten haben etwa 1,0 °C globale Erwärmung gegenüber vorindustriellem Niveau verursacht, mit einer wahrscheinlichen Bandbreite von 0,8 °C bis 1,2 °C. Die globale Erwärmung erreicht 1,5 °C wahrscheinlich zwischen 2030 und 2052, wenn sie mit der aktuellen Geschwindigkeit weiter zunimmt. (Hohes Vertrauen).5

Den letzten Satz im Zitat verwandelte die ARD‐​Tagesschau in folgende Worte:

Die Erde werde sich bei der derzeitigen Entwicklung bereits gegen 2030 um 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erwärmen […], heißt es in dem in Genf veröffentlichten Bericht.6

Wie die zu Anfang zitierte Aussage von 2021 enthält diese Behauptung keine Wenn’s und Aber’s.

Wurde mit der Aussage von 2021 genauso verfahren wie mit der von 2019?

Laut Stephen Schneider, einem um die Jahrtausendwende international einflussreichen Klimawissenschaftler mit leitender Position im IPCC, ist es nötig, so zu verfahren:

[W]ie die meisten Menschen wünschen wir uns eine bessere Welt, was sich in diesem Zusammenhang in unseren Bemühungen um eine Verringerung des Risikos eines potenziell katastrophalen Klimawandels widerspiegelt. Dazu brauchen wir eine breite Unterstützung, um die Phantasie der Öffentlichkeit anregen zu können. Das bedeutet natürlich eine Menge Medien­bericht­erstattung. Wir müssen also beängstigende Szenarien anbieten, vereinfachte, dramatische Aussagen machen und Zweifel, die wir haben könnten, kaum erwähnen. Diese »ethische Double‐​Bind‐​Situation«, in der wir uns häufig befinden, lässt sich durch keine Formel lösen. Jede:r von uns muss entscheiden, welches das richtige Gleichgewicht ist zwischen effektiv sein und ehrlich sein. Ich hoffe, das bedeutet, beides zu sein.7

Unter Erwachsenen, also sich, verhalten sich Wissenschaftlerinnen8 anders. Wenn sie ihre Forschungsergebnisse einem wissenschaftlichen Publikum unterbreiten, sind sie im Allgemeinen mit der Aufstellung von Behauptungen sehr vorsichtig. Sie erläutern lang und breit, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Wahrscheinlichkeiten ihre Aussagen zutreffen. Für Fachgebietsfremde – Nichtwissenschaftlerinnen oder auch Wissenschaftlerinnen anderer Fachgebiete – sind diese Erläuterungen und die Aussagen selbst oft schlecht bis nicht zu verstehen.

Zur Erzeugung von Aussagen, die Menschen ohne Fachwissen als zutreffend oder unzutreffend beurteilen zu können meinen, müssen wissenschaftliche Aussagen in allgemeinverständliche Aussagen transformiert werden. Die Transformation in allgemeinverständliche Aussagen führen Wissenschaftlerinnen, Journalistinnen, Schulbuchautorinnen, Fernsehprofessorinnen und andere Leute mehr durch. Außer an der Sache selber orientieren sie sich dabei an allem Möglichen: an ihrer Moral; an ihrer eigenen Meinung; am Vorverständnis, das sie beim Publikum vermuten; an dem, was allgemein gesagt und nicht gesagt werden darf; an politischen Zielen; an Geld und Karriereaussichten; an Unterrichtsplänen; an der Funktionsweise von Massenmedien …

Was Menschen ohne Fachwissen als zutreffend oder unzutreffend beurteilen, sind keine wissenschaftlichen Aussagen, sondern Transformationen wissenschaftlicher Aussagen. Vielen von uns ist das nicht bewusst. Viele machen erst gar keinen Unterschied zwischen wissenschaftlichen Aussagen und allgemeinverständlichen Aussagen. Andere glauben, die Transformation wissenschaftlicher Aussagen in eine für sie beurteilbare Aussage sei ein einfacher Vorgang – lediglich eine Art Übersetzung, wie etwa von Englisch nach Deutsch.

Der Glaube an die Einfachheit des Transformationsvorgangs beruht in der Regel darauf, dass diejenigen, die diesen Glauben hegen, die wissenschaftlichen Aussagen, aus denen allgemeinverständliche Aussagen erzeugt wurden, nicht kennen.

Bei vielen Themen ist eine Unterscheidung zwischen wissenschaftlichen Aussagen und deren Transformationen in allgemeinverständliche Aussagen ziemlich unwichtig. Für die wenigsten von uns hat es beispielsweise praktische Konsequenzen, wenn wir an eine Anziehungskraft glauben, die bewirkt, dass Dinge zu Boden fallen. Um nicht ohne Not aus dem fünften Stock eines Wohnhauses zu springen, brauchen wir nichts über Raumzeitkrümmungen oder Gravitone zu wissen. Bei Themen wie Corona oder Klima kann die Unterscheidung zwischen wissenschaftlichen Aussagen und deren Transformationen in allgemeinverständliche Aussagen lebenswichtig sein. Dazu ein Beispiel:

Pro Jahr sterben schätzungsweise 600.000 Menschen verfrüht an der Luftverschmutzung in Innenräumen, weil ihnen Gas‐ oder Stromversorgung zum Kochen fehlen.9 Zur Finanzierung der Einrichtung von Gas‐ und Stromversorgungen sind Regierungen ärmerer Länder bislang noch weitgehend auf Kredite der Weltbank angewiesen. Hier erhalten sie, grob zusammengefasst, abzahlbare langfristige Kredite im Austausch dafür, dass sie die Wirtschafts‑, Sozial‐ und Umweltschutzpolitiken ihrer Länder an den Vorgaben der Regierungen der G7‐​Staaten ausrichten. Bei der Kreditvergabe kommt es zu einer Abwägung zwischen Klimaschutz und Gas‐ beziehungsweise Stromversorgung. Eine Zeitung berichtete über die Weltbank:

In einer Erklärung […] kündigte die Bank […] an, dass sie »ab 2019 keine Neugewinnung von Öl und Gas mehr finanzieren wird«. […] Unter außergewöhnlichen Umständen, sagte die Bank, werde sie eine Kreditvergabe für Öl‐ und Gasprojekte in den ärmsten Ländern in Betracht ziehen, aber nur dort, wo sie den Armen den Zugang zu Energie ermöglicht und das Projekt nicht im Widerspruch zu den Verpflichtungen zur Reduzierung der Treibhausgase steht, die im Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 eingegangen wurden.10

Nach den vorangegangenen Bemerkungen zu urteilen, scheint die Rechtfertigung dafür, die Lebenszeit von Menschen für Klimaschutzverpflichtungen oder auch für bisher noch nichtmal in reichen Ländern realisierte Vorstellungen über nicht‐​fossile Versorgungsmöglichkeiten zu opfern, auf einer Verknüpfung hoher Team‐​Einmütigkeit mit mittleren oder beschränkten Nachweisbarkeiten oder auf einer mittleren Team‐​Einmütigkeit mit hoher Nachweisbarkeit zu beruhen.

Einrichtungen wie die Weltbank werden ihre Entscheidungen kaum nach solchen Rechtfertigungen ausrichen. Eher könnte es ihnen um eine weitere Verzögerung der Industrialisierung speziell in Afrika gehen, damit das produktive Kapital der G7‐​Staaten nicht noch mehr Konkurrenz bekommt und weiterhin Rohstoffe billig einkaufen kann.

Wenn Medien, Regierungen oder Organisationen, auch oppositionelle, allgemeinverständliche Aussagen als wissenschaftliche Aussagen ausgeben, ist Vorsicht geboten. Die Darstellung allgemeinverständlicher Aussagen als wissenschaftlich zeugt entweder von missbräuchlicher Dummheit oder von einer Absicht, Vorhaben zu rechtfertigen, die ohne pseudo‐​wissenschaftliche Begründung nicht durchsetzbar oder moralisch verwerflich wären. Pseudo‐​wissenschaftliche Begründungen dienen dem Ersatz demokratischer Abstimmungen. Sie stellen die gegenwärtig einzige und menschheitsgeschichtlich hoffentlich letzte Möglichkeit dar, die Beseitigung und das Nichtentstehenlassen nicht‐​autoritärer gesellschaftlicher Entscheidungsprozesse zu rechtfertigen.

Der Glaube an die Einfachheit des Transformationsvorgangs wissenschaftlicher Aussagen in allgemeinverständliche Aussagen ist eine ideologische Falle. Er bringt Fachgebietsfremde dazu, den Transformationsvorgang nicht zu überprüfen, weil es diesbezüglich ihrer Meinung nach nichts zu überprüfen gibt. Er ermöglicht es, Wissenschaftlerinnen, die Transformationen wissenschaftlicher Aussagen anzweifeln, als Leugnerinnen wissenschaftlicher Aussagen zu diffamieren. Er fördert autoritäre politische Verhältnisse.

Die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse mit ihrem von Macht‐ und Profitinteressen durchsetzten Medien‑, Wissenschafts‑, Polit‐ und Wirtschaftsbetrieb sind nicht dazu geeignet, einen sachlich angemessenen Transformationsvorgang wissenschaftlicher Aussagen in allgemeinverständliche Aussagen hervorzubringen. Mit den wachsenden technologischen Möglichkeiten der Menschheit wird diese Nichteignung zunehmend gefährlicher.

Ohne Prüfung zumindestens des Transformationsvorgangs klimawissenschaftlicher Aussagen in allgemeinverständliche Aussagen sind unsere Positionen zum Klima unvermeidlicherweise unwissenschaftlich. Wir halten sie aufgrund eines unwissenschaftlichen Glaubens für wissenschaftlich – entweder

  • eines Glaubens an die Einfachheit des Transformationsvorgangs oder
  • eines Glaubens, klimawissenschaftliche Aussagen seien dasselbe wie allgemeinverständliche Aussagen zum Klima, oder
  • eines Glaubens an Behauptungen von Menschen beziehungsweise Organisationen, denen wir eine sachlich angemessene Transformation klimawissenschaftlicher Aussagen in allgemeinverständliche Aussagen zutrauen, oder auch
  • eines Glaubens, durch Propaganda nicht manipuliert werden zu können.

Der Transformationsvorgang wissenschaftlicher Aussagen in allgemeinverständliche Aussagen lässt sich meistens nur durch Lesen wissenschaftlicher – und damit englischer – Texte prüfen.

Lediglich populärwissenschaftliche Sachbücher oder ‑texte zu lesen genügt selten. In der Regel ist in populärwissenschaftlichen Darstellungen der Transformationsvorgang bereits durchgeführt. Dadurch entsteht der Eindruck, über das Wesentliche Bescheid zu bekommen, ohne in wissenschaftlichen Details herumwühlen zu müssen. Manchmal bekommen wir durch gute Sachbücher tatsächlich über das Wesentliche Bescheid. Aber wie könnten wir beurteilen, ob das der Fall ist? Die wenigsten populärwissenschaftlichen Darstellungen beschreiben die Transformationsvorgänge selber, so dass sie den Lesenden einen kritischen Zugang zu den transformierten wissenschaftlichen Aussagen ermöglichen würden.

Natürlich können wir uns den Prüfungsaufwand sparen, wenn wir ein Thema nicht so wichtig finden, oder müssen das sogar, wenn die Zeit nicht reicht oder uns etwas daran hindert, fehlende Fähig‐ und Fertigkeiten mit Zusammenarbeit und Werkzeugen wie DeepL auszugleichen. In beiden Fällen ist es – solange keine grundlegenden Änderungen der gesellschaftlichen Verhältnisse stattgefunden haben – angebracht, sich entweder keine Meinung zu einem Thema zu bilden, das wissenschaftliche Kenntnisse erfordert, oder die eigene Meinung zu diesem Thema als wissenschaftlich unfundiert zu betrachten.

Diese Serie ist als Anregung gemeint, sich trotz der widrigen Umstände auf der Basis von Allgemeinwissen einen kritischen Zugang zu den transformierten klimawissenschaftlichen Aussagen zu erarbeiten, mit denen wir seit Jahren im Alltag bombardiert werden.

In der nächsten Folge wird es um die Aussage gehen: Heutige Temperaturen sind im Vergleich zu den letzten 2000 Jahren außergewöhnlich.

Verweise

1 IPCC (offizielle Übersetzung): Klimawandel 2021 – Naturwissenschaftliche Grundlagen – Zusammenfassung für die politische Entscheidungsfindung, S. SPM‑7; Quellenangabe nach »Zitiervorschrift«: IPCC, 2021: Zusammenfassung für die politische Entscheidungsfindung. In: Naturwissenschaftliche Grundlagen. Beitrag von Arbeitsgruppe I zum Sechsten Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen [Masson‐​Delmotte, V., P. Zhai, A. Pirani, S.L. Connors, C. Péan, S. Berger, N. Caud, Y. Chen, L. Goldfarb, M.I. Gomis, M. Huang, K. Leitzell, E. Lonnoy, J.B.R. Matthews, T.K. Maycock, T. Waterfield, O. Yelekçi, R. Yu, and B. Zhou (eds.)]. In Druck. Deutsche Übersetzung auf Basis der Druckvorlage, Oktober 2021. Deutsche IPCC‐​Koordinierungsstelle, Bonn; Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, Wien; Akademie der Naturwissenschaften Schweiz SCNAT, ProClim, Bern, Februar 2022

Original‐​Satz: »Human influence has warmed the climate at a rate that is unprecedented in at least the last 2000 years« (IPCC: Climate Change 2021 – The Physical Science Basis | Summary for Policymakers, S. 6) – Mit »rate« kann auch die Anstiegssteilheit der Temperaturen gemeint sein, nicht unbedingt die Höhe der Temperaturen.

2 IPCC: Global warming of 1.5 °C, S. 4. Alle englischsprachigen Quellen in diesem Text wurden unautorisiert übersetzt.

5 Deutsche IPCC‐​Koordinierungsstelle: IPCC‐​Sonderbericht über 1,5°C globale Erwärmung, S. 2

7 Stephen H. Schneider: Detroit News Editorial Response, 5 December, 1989, P. 10A.Rebuttal: News Plays Fast and Loose With the Facts – Selbstzitat im Rahmen einer Gegendarstellung zu einem Zitat aus einem Interview im Discover Magazine, October 1989

8 Um nicht das antipatriarchale Kind mit dem pseudo‐​antipatriarchalischen Bade der Regierung auszuschütten, verwende ich das generische Femininum. Männer sind natürlich meistens inbegriffen: Wissenschaftlerinnen.

10 Larry Elliot: World Bank to end financial support for oil and gas extraction. Guardian 12.12.2017

Bild: Mikhail Kanayan »Theoretiker« 1965 (https://t.me/SocialRealm)

3 thoughts on “Kleine linke Klimaserie (I): Wissenschaftliche Aussagen im Unterschied zu allgemeinverständlichen Aussagen

  1. Was soll der Artikel aussagen? Keine Fakten, keine Untersuchung der Methode usw. Schwacher Beitrag.

    Der herrschende Klimaalarmismus ist unwissenschaftlicher Unsinn. Er ist eine bürgerliche Ideologie, die den Verwertungsinteressen bestimmter Kapitalfraktionen, den Herrschaftsinteressen und den Steuereinnahmen des Staates dienen. Es gibt zu diesem Thema auf http://​www​.aufruhrgebiet​.de sehr viele Beiträge zum Thema, u.a. diesen: https://​aufruhrgebiet​.de/​?​s​=​m​e​t​h​o​d​o​l​o​g​i​e​+​d​e​r​+​k​l​i​m​a​w​i​s​s​e​n​s​c​h​a​f​t​+​&​a​p​b​c​t​_​_​e​m​a​i​l​_​i​d​_​_​s​e​a​r​c​h​_​f​o​r​m​_​9​310=

    1. Es ist eine Serie. Die Fakten werden in weiteren Folgen nach und nach durchgerüttelt. Der Glaube an wissenschaftliche Fakten ist Teil des Problems. Predigen eines rechten Glaubens an wahre Fakten führt nicht aus einem unkritischen Zugang zur Wissenschaft heraus.

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