China und Corona – Artikelserie zu China Teil XIII

Lesezeit7 min

Dies ist der dreizehnte Teil einer umfassenden auf mehrere Teile angelegten Artikelserie von Jan Müller über China. Beinhalten wird die Serie folgende Teile:

  1. Das alte China (plus Einleitung)
  2. Die Entstehung des Kapitalismus in China und die Erste Chinesische Revolution
  3. Die Zweite Chinesische Revolution (1925 – 27)
  4. Die KPCh wird Guerillabewegung (1928 – 1945)
  5. Der Chinesische Bürgerkrieg und die Dritte Chinesische Revolution (1945 – 49)
  6. Von der »neudemokratischen« zur sozialistischen Revolution
  7. Im Bündnis mit der Sowjetunion (1949 – 60)
  8. Großer Sprung nach vorne, Bruch mit der Sowjetunion und Kulturrevolution: Der Hochmaoismus (1958 – 69)
  9. Umkehr der Allianzen und Drei‐​Welten‐​Theorie: Der Spätmaoismus (1969 – 78)
  10. Erste Etappe der Wirtschaftsreformen und Putschversuch (1978 – 89)
  11. China im Zeitalter des Neoliberalismus (1989 – 2008)
  12. Kleiner Wohlstand und neue Seidenstraße (ab 2008)
  13. China und Corona
  14. China und der Ukrainekrieg
  15. Schlussfolgerungen über den Charakter Chinas

Die Artikelserie als Broschüre mit weiteren Anhängen, Literaturverzeichnis und weiterführender Literatur kann man unter folgendem Link herunterladen: China: Ein langer Weg – wohin?

China und Corona

Thomas Röper hat in seinem Buch Inside Corona herausgearbeitet, dass mehrere westliche Oligarchen die Pandemie vorbereitet haben. Die wichtigsten Player hierbei sind die Bill and Melinda Gates Foundation (BMGF), die Rockefeller Foundation, Open Philantropy1, das Weltwirtschaftsforum (WEF), der Wellcome Trust2 und die Nuclear Threat Initiative (NTI)3.

Diese Vorbereitung trat 2016 in ihre entscheidende Phase. Es wurden zahlreiche Planspiele abgehalten und »Regierungsberater« – eigentlich Lobbyisten – in entscheidenden Positionen platziert. Die Regierungen wurden gedrängt im Falle einer »Pandemie« drakonische Maßnahmen wie Lockdowns, Masken, Zensur, Grenzschließungen und sonstige Einschränkungen der Bürgerrechte zu verhängen. Erlösung von der Pandemie sollte ausschließlich durch Gen‐​Impfstoffe wie diejenigen von Pfizer, Moderna und Johnson&Johnson kommen, die gegenwärtig ohne Rücksicht auf Verluste und Nebenwirkungen verimpft werden.

Die oben genannten Stiftungen hatten vor dem »Ausbruch« der Pandemie allesamt in Impfstofffirmen investiert und machen nun das Geschäft ihres Lebens mit Profitraten von teilweise 1000 Prozent und mehr.

Bereits 2009 hatte die Pharmaindustrie mit der Schweinegrippe‐​Panik versucht eine ähnliche Nummer abzuziehen. Das hatte aber nach ihrer Ansicht nicht geklappt, da sich zu wenige Menschen haben impfen lassen. Wichtigste Ursache war, dass nur die Medien Panik verbreitet hatten, aber sonst das Leben normal weiter ging. Die wichtigste Schlussfolgerung im Nachgang zu dieser Kampagne: Die Menschen müssen die Pandemie auch spüren. Deshalb die Masken und Lockdowns.4

Thomas Röper und sein anonymer Partner Mister X fanden in den von ihnen ausgewerteten Daten keine Hinweise darauf, dass Russland und China an der Pandemievorbereitung beteiligt waren. Zwar ist George Gao, der Generaldirektor des chinesischen Zentrums für Krankheitskontrolle und ‑prävention, bei einigen der beteiligten Organisationen (CEPI, Leopoldina, BPMG) vertreten, aber Röper und Mister X konnten bei ihm nichts Verdächtiges feststellen. Es gab auch keine Geldströme, die in Richtung Russland oder China weisen.5

Das erste offensichtliche Ziel der Pandemie ist nicht die Impfung der Weltbevölkerung an sich, sondern die Impfung der Weltbevölkerung mit dem Impfstoff von BioNTech/​Pfizer. Röper schlussfolgert: »Und damit haben Russland und China, die in aller Eile eigene Impfstoffe entwickelt haben und die nicht auf mRNA‐​Basis funktionieren, nichts zu tun. Den mRNA‐​Impfstoff von BioNTech/​Pfizer lassen sie (bisher) nicht in ihre Länder.»6

Weiter führt Röper aus:

Auch wenn viele meinen, Russland und China würden mit Schwab & Co. unter einer Decke stecken, können wir darauf keine Hinweise erkennen. Im Gegenteil: Russland und China stellen sich gegen die Macht der NGOs und Konzerne und wollen die Macht der Nationalstaaten und ihrer Regierungen erhalten. Sie stehen de facto den Zielen der westlichen Oligarchen im Weg, indem sie sie aus ihren Ländern fernhalten, und beteiligen sich auch nur minimal an all den öffentlich‐​privaten Partnerschaften.7

China wird zudem durch die von IWF und Weltbank verordneten harten Lockdows in den Entwicklungsländern geschädigt. Denn diese medizinisch völlig unnötigen Maßnahmen stürzten die Länder in eine schwere Wirtschaftskrise und machten viele der durch China erreichten Fortschritte der letzten Jahre zunichte. Es droht eine globale Hungersnot ungeahnten Ausmaßes.

Es gibt aber sehr wohl einige Hinweise darauf, dass das SARS‐​CoV2‐​Virus im Institut für Virologie Wuhan entwickelt wurde. Darauf deuten zumindest die Recherchen von Thomas Röper und Mister X hin.

Im Jahr 2014 verhängte der US‐​Präsident Obama ein Moratorium über Gain‐​of‐​Function‐​Forschung, also über Forschungen, die Viren ansteckender machen. Anthony Fauci, Chef der CDC, wollte diese Entscheidung nicht akzeptieren und lagerte deshalb entsprechende Forschungen aus den USA aus. Er vergab darauf hin Gelder an die NGO Eco Health Alliance, die diese an das Institut für Virologie Wuhan weiterreichten. Der Amerikaner Dr. Peter Daszak und die Fledermausexpertin Dr. Shi Zhenli sammelten daraufhin in Yunnan Fledermausviren des SARS‐​Typs ein. Möglicherweise modifizierten sie diese, so dass sie auch für den Menschen ansteckend werden. Darauf deutet der so genannte Furinspalt hin, den es nur bei SARS‐​CoV2, nicht aber bei anderen SARS‐​Viren gibt. Nur dieser Furinspalt bewirkt, dass das Virus auch für Menschen ansteckend ist. Im August 2019 wurde nach dieser Theorie das Sars‐​CoV2‐​Virus entweder in Wuhan bewusst freigesetzt oder es entwich nach einem Laborunfall. Seit dieser Zeit breite es sich auf der ganzen Welt aus.8

Bisher gibt es nur einige Hinweise auf den künstlichen Ursprung des Virus aus dem Institut für Virologie Wuhan, aber keine sicheren Beweise. Angenommen, es verhielte sich wirklich so, ist auch völlig unbekannt, ob die chinesische Führung von diesen Experimenten unterrichtet war. Immerhin lagerten die USA nach 1989 ihre Biowaffenforschung auf die ganze Welt aus, offenbar auch nach China. Die Zusammenarbeit von US‐​Behörden mit dem Institut für Virologie Wuhan stammt noch aus einer Zeit, als China den Weltherrschaftsanspruch der USA bedingungslos anerkannte.

Die Theorie des chinesischen Laborursprungs wird zwar im Westen nicht offiziell vertreten, aber inzwischen auch nicht mehr als Verschwörungstheorie abgewatscht. Möglicherweise erwägt man in den USA weiterhin von China Strafschadensersatz für die Virusausbreitung zu verlangen. Dieser angedachte Strafschadensersatz entsprach »rein zufällig« genau den Staatsschulden der USA bei China. Das heißt, man überlegte, gegenüber China in den partiellen Staatsbankrott zu gehen, ohne das Vertrauen der Finanzwelt in den Dollar zu beeinträchtigen. Damit wäre auch das Projekt der neuen Seidenstraße gescheitert, denn China nutzt – wie oben beschrieben – die US‐​Schuldbriefe als Sicherheit für seine Kreditgeldschöpfung im Zusammenhang mit der BRI. Im Jahr 2020 kamen aus dem Umfeld von US‐​Präsident Trump entsprechende Überlegungen. Wie es scheint, wurden sie aber relativ schnell unterbunden, denn bereits Erwägungen zu einem partiellen Staatsbankrott könnten – so die Befürchtung – das Vertrauen in den Dollar doch beeinträchtigen.9

Als im Dezember 2019 in Wuhan der Ausbruch einer unbekannten Viruskrankheit festgestellt wurde, reagierte China massiv und riegelte die Stadt ab. Einen landesweiten Lockdown verhängte China aber nicht und das Leben geht inzwischen wieder relativ normal weiter. Immer wieder wurden für ein bis zwei Wochen bei Ausbrüchen lokale Lockdowns verhängt, aber niemals monatelange Dauerlockdowns für das ganze Land. Das steht im völligen Gegensatz zur BRD, wo zum Beispiel das öffentliche Leben zwischen November 2020 und Mai 2021 vollständig heruntergefahren wurde, was einen enormen wirtschaftlichen Schaden angerichtet hat.

Es ist völlig unklar, ob es China wirklich gelang, das Virus durch kurze, lokale Lockdowns auszurotten, oder ob nach einer gewissen Zeit einfach nicht mehr getestet wurde, wie Dr. Wolfgang Wodarg vermutet.

Selbst wenn es gelang das Virus aus China fernzuhalten, ist die Durchseuchung der übrigen Welt mit SARS‐​CoV2 weit fortgeschritten. China wird sich nicht dauerhaft abschotten können. Früher oder später wird sich eine dann hoffentlich relativ harmlose Variante des Virus auch in China verbreiten.

Auch eine Corona‐​Hysterie existiert in China nicht. Die These, dass die chinesischen Lockdowns Vorbild für den Westen war, ist nicht plausibel. Denn solche Lockdowns waren auch im Westen längst vorgesehen und in Planspielen ausgiebig geübt worden. Allenfalls als Vorwand für die westliche Medienpropaganda können die chinesischen Lockdowns eine Rolle gespielt haben.

Verweise

1 Stiftung des Dustin Moskovitz, eines der Mitbegründer von Facebook.

2 Stiftung der Familie Wellcome. Aus dem den Wellcoms gehörenden damals größten Pharmaunternehmen der Welt Burroughs Wellcome & Company ist heute GlaxoSmithKline hervorgegangen.

3 Stiftung des Medienmoguls Ted Turner (CNN). Turner ist ein fanatischer Bevölkerungsreduzierer.

4 Vgl. Thomas Röper: Inside Corona, Gelnhausen 2022.

5 Vgl. Röper 2022, a.a.O., Kapitel: Welche Rolle spielen Russland und China

6 Röper 2022, a.a.O., Kapitel: Welche Rolle spielen Russland und China

7 Röper 2022, a.a.O., Kapitel: Welche Rolle spielen Russland und China

9 German‐​Foreign‐​Policy: Die Schlacht der Narrative, 17.04.2020, im Internet: https://​www​.german​-foreign​-policy​.com/​n​e​w​s​/​d​e​t​a​i​l​/​8​2​46/, abgerufen am 31.03.2022, Maksim Rubchenko: The US Is Preparing to Default on Debts Owed to China, The Stalker Zone, 01.01.2022, im Internet: https://​www​.stalkerzone​.org/​t​h​e​-​u​s​-​i​s​-​p​r​e​p​a​r​i​n​g​-​t​o​-​d​e​f​a​u​l​t​-​o​n​-​d​e​b​t​s​-​o​w​e​d​-​t​o​-​c​h​i​na/, abgerufen am 31.03.2022.

2 thoughts on “China und Corona – Artikelserie zu China Teil XIII

  1. Was aber passiert gerade in Shanghai, kennen Sie da die tatsaechliche Situation vor Ort und verstehen Sie die Hintergruende? Das was ich hoere scheint nicht zur Aussage »eine Corona‐​Hysterie existiert in China nicht« passen zu wollen. Nun ist Shanghai natuerlich nicht ganz China. Was aber geht hier vor?

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