Petition zur Enteignung und Vergesellschaftung der Biontech SE zum Zwecke der Sicherstellung der Gesundheitsvorsorge in Notzeiten

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Das deut­sche Gesund­heits­sys­tem ist mit­nich­ten das bes­te Gesund­heits­sys­tem der Welt. Es droht zusam­men­zu­bre­chen, so die Behaup­tung der Bun­des­re­gie­rung, wenn es bei einer Bevöl­ke­rung von 83 Mil­lio­nen zusätz­li­che 5000 Inten­siv­pa­ti­en­ten zu ver­sor­gen hät­te. Wie viel bes­ser ste­hen da ande­re euro­päi­sche Län­der da, teil­wei­se trotz gerin­ge­rer Inten­siv­bet­ten­quo­te pro Kopf?

Wer­fen wir einen Blick nach Nord­eu­ro­pa – nach Nor­we­gen, Däne­mark, Schwe­den oder Finn­land oder nach Zen­tral­eu­ro­pa – nach Polen oder Ungarn, dann stellt man schnell fest, dass die Gesund­heits­sys­te­me die­ser Län­der unab­hän­gig von der Inzi­denz, die dort herrscht, kei­ne flan­kie­ren­den Maß­nah­men, wie flä­chen­de­cken­de 2G-Rege­lun­gen oder Impf­pflich­ten benötigen.

Wenn die Regie­rung trotz des von ihr aus­ge­ru­fe­nen Gesund­heits­not­stands tau­sen­de Bet­ten abbaut, Kran­ken­häu­ser schließt und hart arbei­ten­de Pfle­ge­kräf­te und Ärz­te mit­tels der Impf­flicht zur Ent­las­sung treibt, dann muss der deut­sche Staat ein Geld­pro­blem haben. Wie anders soll­te man sich den Abbau des öffent­li­chen Gesund­heits­we­sens aus­ge­rech­net zu Pan­de­mie­zei­ten sonst erklären?

Doch es könn­te Licht am Ende des Tun­nels für das deut­sche Gesund­heits­we­sen geben. Gewin­ner der Pan­de­mie ist das Main­zer Unter­neh­men Bio­n­tech. Die Bun­des­re­gie­rung trug durch Über­nah­me der Haf­tung sowie der Durch­set­zung einer Qua­si­mo­no­pol­stel­lung ent­schei­dend dazu bei. Bei einem Umsatz von 6,1 Mil­li­ar­den Euro betrug der Net­to­ge­winn des Unter­neh­mens im 3. Quar­tal 2021 laut Han­dels­blatt 3,2 Mil­li­ar­den Euro. Hoch­ge­rech­net auf das gan­ze Jahr wäre das ein Gewinn von ca. 12 Mil­li­ar­den Euro bei einem Umsatz von ca. 24 Mil­li­ar­den Euro. Einer ers­ten Schät­zung des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes zufol­ge, berich­tet das ZDF, sorg­te allein Bio­n­tech 2021 für 0,5 Pro­zent Wachs­tum des deut­schen Brut­to­in­lands­pro­dukts. Das Unter­neh­men besitzt trotz die­ser exor­bi­tan­ten Pro­fi­te (Pro­fi­tra­te von 50% oder mehr) die Frech­heit, die an Kom­mu­nen gezahl­te Gewer­be­steu­er zu kürzen.

Die Aus­ga­ben des Bun­des für Gesund­heit belie­fen sich im Jahr 2020 auf 36,3 Mil­li­ar­den Euro.

Ein Zufluss von etwa 12 Mil­li­ar­den Euro ins deut­sche Gesund­heits­sys­tem erscheint vor dem Hin­ter­grund der anste­hen­den neu­en Beschrän­kun­gen bit­ter nötig. Es ist abso­lut unver­ständ­lich, dass die Bür­ger neue Ein­schrän­kun­gen hin­neh­men müs­sen, dass klei­ne Unter­neh­men in der Kul­tur, der Ver­an­stal­tungs- und Frei­zeit­bran­che, des Ein­zel­han­dels sowie die Gas­tro­no­mie erneut am Abgrund ste­hen, dass schon wie­der Lock­downs oder Schul­schlie­ßun­gen dis­ku­tiert wer­den, wäh­rend Bio­n­tech exor­bi­tan­te Pro­fi­te aus der Kri­se herausschlägt.

Das Unter­neh­men Bio­n­tech, des­sen Mit­be­grün­der Ugur Sahin und sein For­scher­team im Jah­re 2006 vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung einen För­der­bei­trag von 2 Mil­lio­nen Euro erhiel­ten, bekam 2020 vom glei­chen Minis­te­ri­um 375 Mil­lio­nen Euro für die For­schung nach einem Impf­stoff gegen Covid-19. Am 18.2.21 berich­te­te tages​schau​.de davon, dass nach Infor­ma­tio­nen von NDR, WDR und Süd­deut­scher Zei­tung, Bio­n­tech sei­nen Impf­stoff zu einem Preis von 54,08 Euro pro Dosis ange­bo­ten haben soll. Mit die­sem Preis wäre der mRNA- Impf­stoff von Bio­n­tech aller­dings mehr als 20-mal teu­rer gewe­sen als der Impf­stoff von Astra­ze­ne­ca. Der Vor­sit­zen­de der Arz­nei­mit­tel­kom­mis­si­on der Deut­schen Ärz­te­schaft, Wolf Die­ter Lud­wig, sag­te dazu: »Ich hal­te den Preis für unse­ri­ös« und wei­ter: »Ich sehe dar­in ein Pro­fit­stre­ben, das in der jet­zi­gen Situa­ti­on der Pan­de­mie in kei­ner Wei­se gerecht­fer­tigt ist.«

Die Finan­zie­rung der Gewin­ne von Bio­n­tech über­nimmt der deut­sche Staat. Statt Soli­da­ri­tät zu üben, füllt sich Ugur Sahin die Taschen. Er plün­dert die Staats­kas­sen aus. Der Staat nimmt Kre­di­te auf, um das Impf­pro­gramm zu finan­zie­ren. Nach­fol­gen­de Genera­tio­nen wer­den an der Rück­zah­lung der Kre­di­te schwer tra­gen müs­sen. Des­halb for­dern wir die Ver­ge­sell­schaf­tung von Bio­n­tech und Zufüh­rung der Gewin­ne ins Gesundheitssystem.

Ange­sichts der schwe­ren Kri­se der öffent­li­chen Gesund­heits­ver­sor­gung dür­fen die Ver­ant­wort­li­chen nicht mehr zögern, zum Zwe­cke der Erfül­lung einer öffent­li­chen Auf­ga­be auch Unter­neh­men zu vergesellschaften.

Hin­ter die­ser For­de­rung steht auch Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz. So sag­te die­ser jüngst: »Für mei­ne Regie­rung gibt es kei­ne roten Lini­en mehr bei all dem, was zu tun ist. Es gibt nichts, was wir aus­schlie­ßen. Das kann man wäh­rend einer Pan­de­mie nicht machen. Der Schutz der Gesund­heit der Bürger:innen steht über allem«.

»Eigen­tum ver­pflich­tet«, besagt das Grund­ge­setz in Arti­kel 14: »Sein Gebrauch soll zugleich dem Woh­le der All­ge­mein­heit die­nen.« Aller­dings die­nen die Mil­li­ar­den­ge­win­ne der Eigen­tü­mer der Bio­n­tech SE mit­nich­ten der All­ge­mein­heit, son­dern eben nur pri­va­ten Eigen­tü­mern. Dies in einer Zeit, in der die Welt seit bei­na­he zwei Jah­re eine immense Kri­se durch­lebt. Wir hal­ten es für hoch­gra­dig unver­ant­wort­lich und sit­ten­wid­rig in sol­chen Zei­ten über­haupt dar­an zu den­ken, aus der glo­ba­len Mise­re Pro­fit zu schla­gen, wo es doch nur um das nack­te Über­le­ben geht.

Laut Grund­ge­setz ist »[e]ine Ent­eig­nung […] nur zum Woh­le der All­ge­mein­heit zuläs­sig«. Dem­nach ist eine Ent­eig­nung von Bio­n­tech statt­haft, sofern zu die­sem Zweck ein Gesetz mit dem ein­deu­ti­gen Inhalt ver­ab­schie­det wird, dass die ver­ge­sell­schaf­te­ten Gewin­ne ein­zig und allein in die effek­ti­ve Ver­bes­se­rung eines sozi­al gerech­ten, auf Pati­en­ten und Ange­stell­te aus­ge­rich­te­ten, öffent­li­chen und nicht pro­fit­ori­en­tier­ten Gesund­heits­sys­tems flie­ßen dürfen.

Wir for­dern aus dar­ge­leg­ten Grün­den die Ent­eig­nung der Bio­n­tech SE.

Die Freie Lin­ke Zukunft

Die Peti­ti­on kann bei Open Peti­ti­on gezeich­net wer­den: https://​www​.open​pe​ti​ti​on​.de/​p​e​t​i​t​i​o​n​/​o​n​l​i​n​e​/​p​e​t​i​t​i​o​n​-​z​u​r​-​e​n​t​e​i​g​n​u​n​g​-​u​n​d​-​v​e​r​g​e​s​e​l​l​s​c​h​a​f​t​u​n​g​-​d​e​r​-​b​i​o​n​t​e​c​h​-se

2 thoughts on “Petition zur Enteignung und Vergesellschaftung der Biontech SE zum Zwecke der Sicherstellung der Gesundheitsvorsorge in Notzeiten

  1. Guten Tag mei­ne Damen und Her­ren . Ich bin dafür was noch mehr end­eig­net wer­den und zwar alle wo sich die Säcke voll gestopft haben mit dem gan­zen betrug,ich bin auch dafür was das W.E.F dort geschlos­sen wird und jeder wo dort tätig ist,auch alle Poli­ti­ker wo da mitspielen,Beamte und Ärzte,es ist an der Zeit was die­se Men­schen ihr Hand­werk gelegt bekom­men denn durch sie gibt es immer wie­der kriege,und Unru­he auf der Welt,sie berau­ben uns und töten,sie berau­ben ande­re Län­der die Bodenschätze,die Rich­ter und Beam­te so wie Poli­ti­ker wo das mit­ma­chen müs­sen auf Leb­zei­ten ihr Amt ver­lie­ren und dür­fen nie­mals ein mehr ein Amt bekommen,dann ändert sich sehr viel auf die­ser Welt.

    1. Abso­lut, die Peti­ti­on ist, scheint es, so gefasst, dass sie sozu­sa­gen womög­lich noch auf dem Boden des bürgl. rechts durch­kom­men könnte.

      Das ande­re müs­sen wir dann schon selbst in die Hand neh­men. Das soll­ten wir tun. Packen wirs an 🙂

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